54-jähriger Mann wird bei der Grünpflege an der B 68 in Quelle schwer verletzt Arbeiter von Bagger überrollt

Bielefeld/Bünde (WB). In Folge eines schweren Arbeitsunfalls ist die Osnabrücker Straße in Bielefeld-Quelle am Montagmorgen fast 45 Minuten lang in beiden Richtungen blockiert gewesen: Ein 54-jähriger Angestellter des Bünder Landschaftsbauers Wilmsmeyer war bei Grünschnittarbeiten entlang der Bundesstraße von einem Bagger überrollt worden.

Von Markus Poch
Arbeitsunfall auf der B 68, Höhe Zweischlingen: Am Straßenrand kam ein Landschaftsbauer einer Bünder Firma aus noch ungeklärter Ursache unter die Räder eines Baggers und wurde dabei schwer verletzt. Das Amt für Arbeitsschutz ermittelt jetzt weiter.
Arbeitsunfall auf der B 68, Höhe Zweischlingen: Am Straßenrand kam ein Landschaftsbauer einer Bünder Firma aus noch ungeklärter Ursache unter die Räder eines Baggers und wurde dabei schwer verletzt. Das Amt für Arbeitsschutz ermittelt jetzt weiter. Foto: Markus Poch

Am Vormittag waren die Landschaftsbauer in unmittelbarer Nähe der Kulturbühne Zweischlingen unterwegs. Auf einer Länge von 150 Metern hatten sie einen Teil der Fahrbahn in Richtung Steinhagen/Halle mit Pylonen abgegrenzt, um besser mit ihren Maschinen rangieren zu können. Zum Unfallzeitpunkt um 11.35 Uhr sollten einige dickere Baumstämme zum Abtransport in eine Absetzmulde verladen werden. Nach Auskunft der Polizei hielt sich der 54-jährige Mann zwischen dieser Mulde und einem Bagger auf.

 Der Bagger sei in langsamem Tempo rückwärts auf die Mulde zugefahren und habe den Mann dabei aus noch ungeklärter Ursache überrollt. Der Arbeiter sei schlichtweg übersehen worden. Seine Kollegen hätten einen Schrei gehört und den Mann plötzlich unter dem Bagger liegen sehen.

Als der Notarzt eintraf, ist der Mann nach Polizei-Angaben noch ansprechbar gewesen. Im Rettungswagen wurde er unter Narkose gesetzt und zur genaueren Untersuchung entkleidet, später in die Notaufnahme des Krankenhauses Gilead gebracht. Michael Genett, Einsatzleiter der mit acht Mann und zwei Fahrzeugen angerückten Berufsfeuerwehr, begleitete das Unfallopfer im Krankenwagen bis zur Klinik. Nach seiner Einschätzung erlitt der Mann »schwere innere Verletzungen und vermutlich auch ein Wirbelsäulentrauma«. Er soll unter anderem Reifenabdrücke auf Bauch und Becken gehabt haben.

Während der Unfallaufnahme staute sich der Verkehr kilometerlang in beide Richtungen. Zur Untersuchung der Umstände liegt der Fall jetzt beim Amt für Arbeitsschutz in der Bezirkregierung.

Kommentare

Wer übernimmt die Verantwortung?

Nicht einmal eine Entschuldigung kam von den Verantwortlichen oder der Firma.
Niemand ist mit ins Krankenhaus gefahren.
Es wurde ein Leben ausgelöscht und jetzt wird auch noch behauptet er "habe unvorsichtig gehandelt ".
Ich kann es nicht fassen wie man so skrupellos sein kann.

Der Arbeiter hiess Peter B. aus Kirchlengern und wurde nicht mal mehr 54 Jahre , er ist am Samstag an folgen seiner Verletzungen verstorben . Seine 19 jährige Tochter muss jetzt die Beerdigung ihres Vaters machen und keiner von dieser Firma war auch nicht einmal bei Ihr . Die ganzen 12 tage wo er im Koma lag , niemand hat sich persönlich bei Ihr gemeldet . Ich finde es einfach nur traurig .

2 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.