Crowdfunding für Filmprojekt über die Wilde Liga kurz vor Abschluss Noch acht Tage Zeit für 2200 Euro

Bielefeld (WB/hu). Es sind noch acht Tage bis feststeht, ob die Anschub-Finanzierung für einen Dokumentarfilm über die Wilde Liga zusammen gekommen ist. Für Filmemacher Max Meis fühlt es sich an, »als ob das eigene Team in der letzten Minute zwar zurückliegt, aber am Drücker ist«. Denn von den 5595 Euro, die bis zum 4. Februar gesammelt werden müssen, seien bislang etwas über 3400 eingegangen.

Filmemacher Max Meis zeigt auf dem Computer-Monitor ein Foto, das Ralf Palmisano, »Vornesitzer« der Wilden Liga, 1988 vom damaligen Team »Rapid Orgasmus« gemacht hat.
Filmemacher Max Meis zeigt auf dem Computer-Monitor ein Foto, das Ralf Palmisano, »Vornesitzer« der Wilden Liga, 1988 vom damaligen Team »Rapid Orgasmus« gemacht hat. Foto: Bernhard Pierel

»Allein in der letzten Woche sind 2000 Euro zusammen gekommen, ich bin also guten Mutes, dass es noch klappt«, sagt Meis. Der Bielefelder Autor und Dokumentarfilmer will einen 90-minütigen Film über die unabhängige Fußball-Liga drehen, die in diesem Jahr seit 40 Jahren existiert.

Um starten zu können, sind eben jene 5595 Euro notwendig, die Meis per Crowdfunding einsammeln will. Dabei sollen möglichst viele Unterstützter Geld geben – als Spende, oder indem sie im Internet Material rund um die Wilde Liga bestellen – dazu zählen zum Beispiel T-Shirts mit dem Slogan »40 Jahre ungezähmt«. Aus dem Erlös fließt ein Teil in die Film-Finanzierung. Scheitert das Crowdfunding, wird es keinen Film geben.

Gerade in den vergangenen Tagen sei viel Unterstützung aus der Bielefelder Gastro-Szene, die der Wilden Liga verbunden ist, gekommen, sagt Max Meis. Aber auch einige Teams der Hobby-Liga wollen dem Projekt helfen. So hätten die früheren Spieler von »Partisan Ekstase« und die Mannschaft von »Laufen sollen die anderen« Geld gegeben, damit sie im Abspann des Films mit Namen oder ihrem Team-Wappen vorkommen. »Eine super Idee«, findet Max Meis und hofft, dass möglichst viele der 32 Teams diesem Beispiel folgen.

In der Wilden Liga spielen seit 1975 fußballbegeisterte Männer und Frauen, die sich nicht dem Regelwerk des DFB unterwerfen wollen. Die skurrilen Anekdoten und Spielertypen der Liga und deren Geschichte im Film aufzuarbeiten, sei lohnenswert ist Meis überzeugt. Weitere Infos unter

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