Bundesweite Studie zu gesundem Lebensstil Menschen in NRW leiden besonders unter Stress

Bielefeld/Berlin (dpa). Stress ist laut einer bundesweiten Studie am häufigsten für Menschen in Nordrhein-Westfalen ein Problem, während die Hamburger am gesündesten mit hoher Belastung umgehen.

Im Umgang mit Stress schneiden die Nordrhein-Westfalen im Gesundheitsreport schlecht ab.
Im Umgang mit Stress schneiden die Nordrhein-Westfalen im Gesundheitsreport schlecht ab. Foto: dpa

Nur 8 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen leben in Sachen Bewegung, Ernährung, Stress und Alkohol laut einer Studie rundum gesund. Damit liegt NRW zusammen mit Berlin auf dem letzten Platz des Gesundheitsreports 2015 der Deutschen Krankenversicherung DKV.

Einer der Faktoren, die die Gesundheit in Nordrhein-Westfalen besonders belasten, ist Stress. Gefragt wurde nach dem Stressempfinden und dem Umgang mit der Belastung. Demnach klagen 53 Prozent der Menschen in NRW über ungesunden Stress, aber lediglich 40 Prozent in Hamburg. In Berlin und Niedersachsen halten sich Leiden unter Stress und richtiger Umgang damit demnach genau die Waage.

In NRW seien die Wege zur Arbeit lang und es gebe viele Staus, sagte der Leiter des Gesundheitsreports der Deutschen Krankenversicherung DKV, Ingo Froböse: »Vielleicht trägt das zur hohen Stressbelastung bei.«

Bei der richtigen Ernährung liegt NRW immerhin im oberen Mittelfeld. Dazu reicht allerdings schon ein Bevölkerungsanteil von 47 Prozent, der den Speiseplan ausgewogen zusammenstellt. Hier steht Baden-Württemberg mit 36 Prozent ganz unten. Auch beim Thema richtiger Umgang mit Alkohol kommt NRW gut weg (vierter Platz). Mit einem Raucheranteil von 33 Prozent liegt es aber nur in der Mitte und mit 51 Prozent der Leute, die sich ausreichend bewegen, auf dem vorletzten Platz.

Die private Kasse hatte in Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln 2014 mehr als 3000 Versicherte etwa zu ihrer Ernährung, zu Stressempfinden und Bewegung befragen lassen. Untersucht wurden die Teilnehmer nicht. Die Ergebnisse sind laut DKV repräsentativ.

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