Neue Ladesäule will den »Umstieg« ins E-Auto leichter machen Umsonst tanken

Bielefeld (bp). Fahrer von Elektroautos – in Bielefeld sind das zwischen 50 und 60 – haben eine neue Möglichkeit, ihr E-Mobil aufzuladen: An der Albert-Schweitzer-Straße 9 steht eine neue Doppel-Ladesäule. Das »Tanken« ist für alle umsonst.

Kai Schwartz (links) und Friedhelm Rieke tanken ein E-Mobil an der neuen Stromtankstelle auf. Die Freie Scholle will umweltschonende Mobilität unterstützen – und ihre Mitglieder von E-Autos und E-Bikes überzeugen.
Kai Schwartz (links) und Friedhelm Rieke tanken ein E-Mobil an der neuen Stromtankstelle auf. Die Freie Scholle will umweltschonende Mobilität unterstützen – und ihre Mitglieder von E-Autos und E-Bikes überzeugen.

Kai Schwartz, Geschäftsführer der Baugenossenschaft Freie Scholle, will umweltschonende Mobilität unterstützen. Deshalb habe die Freie Scholle mit den Stadtwerken einen Vertrag geschlossen. Die Stadtwerke, so deren Geschäftsführer Friedhelm Rieke, hätten die Säule errichtet und würden sie betreiben. Es ist die vierte des Versorgers nach denen am Niederwall und an der »Greenstation« in Sieker. Über die Kooperation E-Motion stünden OWL-weit mehr als 20 Ladesäulen zur Verfügung. Rieke glaubt an die Zukunft der E-Mobile, sagt aber auch: »Das braucht Geduld.« Die Zielvorgabe von einer Millionen E-Autos 2020 deutschlandweit hält er nicht (mehr) für realistisch. Er setzt aber auf »mehr Alltagstauglichkeit«.

Ein Beitrag dazu sei es, Ladesäulen in Wohngebieten aufzustellen, so, wie es die Freie Scholle jetzt tut. Kai Schwartz ist überzeugt davon, dass solche Ladestationen das Wohnen für die Scholle-Mitglieder »noch attraktiver« mache. Die »Scholle« plane, auch in anderen Siedlungsgebieten weitere Ladestationen für E-Fahrzeuge zu installieren. Schwartz: »Die Scholle selbst hat ein E-Auto und E-Bikes, die als Dienstfahrzeuge genutzt werden.« Ein wenig dürfe man sich als Pionier fühlen, denn: »Aus solchen Pilotprojekten werden schnell feste Einrichtungen, wenn sie sich im Alltag bewähren.« Als ein weiteres Beispiel für »Pioniergeist« nennt er die dezentralen Fahrradparkhäuser der »Scholle«, in denen auch zum Beispiel Kinderwagen oder Rollatoren Platz finden: »Ein solches Angebot gegen Bezahlung wäre vor fünf Jahren noch undenkbar gewesen.«

Roman Stahl, der seit Jahren bevorzugt im E-Auto unterwegs ist, könnte sich viele andere Stellen für Ladesäulen vorstellen: »Zum Beispiel auf Parkplätzen und in Parkhäusern.« Dass das Stromtanken kostenlos sei, sei ein Anreiz.

Die Abgabe an der Strom-Tankstelle am Niederwall, so die Stadtwerke, belaufe sich pro Jahr auf den durchschnittlichen Verbrauch eines Einfamilienhauses – ebenfalls pro Jahr.

Infos gibt es unterwww.ladefoxx.de

Kommentare

Prima Angebot für den Nahbereich

Ein prima Angebot für den Nahbereich und Personen, die über keine Garage mit Steckdose verfügen.
Doch so ein Fahrzeug als Pkw-Ersatz kommt nicht ins Haus: zu teuer in der Anschaffung, unübersehbar die Folgekosten (Akkuwechsel). Und bei einem Unfall der ungewohnte Umgang der Rettungskräfte mit so einem Fahrzeug: 3 bis 5 Minuten Wartezeit nach zentraler Abschaltung der Batterien (siehe Rettungskarten der Hersteller und ADAC). Ein Pedelec oder E-Bike ist dagegen eine überschaubare Empfehlung.

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