Sparkassenstiftung zahlt Olderdissen Erweiterung des Bärengeheges für die Silberfüchse  Untermieter für Jule und Max 

Bielefeld (WB). Die Braunbären Max und Jule bekommen Untermieter. Die Sparkassenstiftung macht's möglich. Bis Spätsommer soll die Erweiterung des meistfrequentierten Bären-Geheges im Tierpark Olderdissen fertiggestellt sein.

Von Michael Diekmann
Hagen Reuning mit der Planskizze: Das Bärengehege rechts wird nach links erweitert. Außen ist schon die Aussichtsplattform.
Hagen Reuning mit der Planskizze: Das Bärengehege rechts wird nach links erweitert. Außen ist schon die Aussichtsplattform.

 Etwas in Bielefeld bewegen und einen Beitrag für nachhaltige Attraktivität der Stadt für ihre Bürger zu leisten war von jeher erklärtes Ziel der Stiftung der Sparkasse Bielefeld, die 2015 ihren 25. Geburtstag feiert. Was 1990 zunächst für Kunst und Kultur gestartet worden war, wurde bereits 1996 auf eine breite gesellschaftliche Basis gestellt. Man engagiert sich in vielen Bereichen von Sport und Wissenschaft bis zur Denkmalpflege, erklärt Vorstandschef Dr. Dieter Brand.

 Eine der populärsten Maßnahmen überhaupt ist aber das Bärengehege im Tierpark. Olderdissen verdankt das vor 15 Jahren eröffnete Projekt dem damaligen Vorstandschef Hans Meermann. Hintergrund war seinerzeit das 175-jährige Bestehen der Sparkasse. Jetzt zum Stiftungsgeburtstag, berichtet Vorstand Hagen Reuning, hatte man wieder in Olderdissen nach Wünschen gefragt und erfuhr vom »Vergesellschaftungs-Projekt«, mit dem Tierpark-Chef Herbert Linnemann Silberfüchse und Bären künftig zu mehr Miteinander einladen möchte.

 Das heutige Bärengehege hat maßgeblich zur Attraktivitätssteigerung des Tierparks beigetragen, unterstreicht Linnemann. Bis 2030 hat die Stiftung das Dauernutzungsrecht der 3500 Quadratmeter. Zwei Millionen Mark hatte die Sparkasse seinerzeit bezahlt, entrichtet aber auch jährlich 50000 Euro Unterhaltskosten. Mehr noch: 2001 gab es eine Aussichtsplattform hinzu. Und 2009 kaufte die Stiftung die beiden historischen Bärenskulpturen für den Eingang.

 Jetzt ziehen die Silberfüchse in die unmittelbare Nachbarschaft der Bären. Deren Sozialverhalten, erklärt Linnemann, werde sich durch die Füchse verbessern. Die Bären werden agiler, für die Besucher besser erlebbar. Und wenn es brenzlig wird für die momentan sechs Silberfüchse zwischen Max und Jule, können sie durch eigens geschaffene Öffnungen in ihren Fuchsbereich zurück. Das neue, etwa 300 Quadratmeter große Gehege entsteht auf einer benachbarten, von der Plattform einsehbaren heutigen Wiese. Dafür zahlt die Stiftung insgesamt noch einmal 50000 Euro. Vergesellschaftung von Arten, betont Herbert Linnemann, entspricht moderner artspezifischer Haltung im Tierpark. Gegenwärtig laufen die Planungs- und Genehmigungsverfahren.

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