Aufwändige Arbeiten starten mit der Verlegung des Schmutzwasserkanals  Lutter-Sanierung beginnt 

Bielefeld (WB). Die politischen und planerischen Vorbereitungen laufen seit Jahren. Am Donnerstag beginnt der erste Bauabschnitt zur Sanierung des Lutterkanals in offener Bauweise zwischen Teutoburger Straße und Niederwall. Bis 2017 sollen die Arbeiten dauern.

Von Burgit Hörttrich
Xheladin Buja arbeitet für die Stewering GmbH, die den Zuschlag für die Sanierung des Kanals bekommen hat.
Xheladin Buja arbeitet für die Stewering GmbH, die den Zuschlag für die Sanierung des Kanals bekommen hat.

 Sie wüssten, was den rund 800 unmittelbaren Anwohnern mit der dreijährigen Dauerbaustelle zugemutet würde, sagen Umweltdezernentin Anja Ritschel und Klaus Kugler-Schuckmann, Leiter des Umweltbetriebes. »Das alles passiert, um die Sicherheit zu gewährleisten. Der über 100 Jahre alte Kanal ist marode«, sagt Anja Ritschel. Projektleiter Michael Haver (Umweltbetrieb) erklärt, dass zunächst der Schmutzwassersammler, der noch auf der alten Lutter-Röhre liegt, verlegt werden muss. Voraussichtlich im Mai beginnt die eigentliche Kanalsanierung. Dazu würden rund 350, jeweils 25 Tonnen schwere, vorgefertigte Betonelemente in den Boden gelassen, berichtet Theo Heitkamp, Geschäftsführer der Stewering GmbH aus Borken, die den Zuschlag für diesen ersten Bauabschnitt bekommen hat. Die Baugruben seien jeweils 20 bis 25 Meter lang, sechs Meter tief und ebenso breit. Maximal drei der Beton-Profile könne man pro Woche schaffen, sagt Heitkamp. Sein Auftragsvolumen: 7,9 Millionen Euro. Er lobt die »fundierte Planung«, die eine »saubere Kalkulation« erlaube. Weil auch bei Regen das Wasser durch die Baugrube geleitet werden müsse, werden jeweils wasserdichte Seitenwände errichtet. Gearbeitet werde gegen die Fließrichtung der Lutter. Haver: »Bei Regen gibt es ein Warnsystem, dann werden die Baugruben sofort geräumt.« Während der Gesamtsanierung seien immer zwischen fünf und 15 Arbeiter vor Ort. Die größte Ungewissheit für den Zeitplan sei das Wetter.

 2018 werde die Ravensberger Straße neu asphaltiert, für 2017 ist die Teilsperrung des Niederwalls geplant. Die Verkehrsader werde bis zum Siekerwall allerdings weitgehend untergraben.

 Mit Beginn der Sommerferien 2015, sagt Anja Ritschel, würde mit dem Bau des Regenrückhaltebeckens und der Lutter-Umleitung im Park der Menschenrechte (Altstadt) begonnen. Bereits im Februar würden dort Bäume gefällt, anschließend wollen die Archäologen noch einmal nach der Freistatt der Marienkirche graben. Es gibt ein Bürgerinformationsbüro an der Ecke Turner-/Hermannstraße. Es ist besetzt montags von 9 bis 12 und von 16 bis 19 Uhr, mittwochs von 16 bis 19 Uhr, freitags von 15 bis 17 Uhr.

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