Millionenbetrugsprozess vor dem Landgericht Essen Kellein sagt gegen Achenbach aus

Essen (dpa). Lounges auf der Art Basel, schicke Abendessen bei der Documenta in Kassel - der prominente Kunstberater Helge Achenbach führte den reichen Pharma-Unternehmer Christian Boehringer durch die schillernde Welt der Kunst. Auf Kunstmessen und Großausstellungen bahnte der einflussreiche Kunsthändler seine Geschäfte an. Wie das im Fall Boehringer ablief, schildert der Kunsthistoriker Thomas Kellein, früher Leiter der Bielefelder Kunsthalle, im Millionenbetrugsprozess gegen Achenbach.

Der Kunsthistoriker und frühere Leiter der Kunsthalle Bielefeld, Thomas Kellein, als Zeuge im Achenbach-Prozess.
Der Kunsthistoriker und frühere Leiter der Kunsthalle Bielefeld, Thomas Kellein, als Zeuge im Achenbach-Prozess. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Der angeklagte Kunstberater hatte den langjährigen Leiter diverser Museen für einen Spezialauftrag engagiert. Kellein sollte als Berater helfen, die Kunstsammlung Boehringers aufzumöbeln und erstklassig machen.

»Ich kannte Achenbach als bedeutenden Kunstberater und respektable Person. Ich war beeindruckt von ihm«, sagt Kellein in seiner mehrstündigen Befragung am Landgericht Essen. »Als ich anfing, für Achenbach zu arbeiten, war ich naiv und gutgläubig.« Achenbach sei  »warmherzig, freundschaftlich und fürsorglich gewesen«. Ein Dreivierteljahr nach Beginn der Zusammenarbeit ist es Kellein, der im Frühsommer 2013 den wohl entscheidenden Hinweis gibt, der die Betrugsaffäre um Achenbach ins Rollen bringt.

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