Bielefelds erstes Baby 2015 kommt in Gilead per Kaiserschnitt um 2.07 Uhr auf die Welt  Josefine hat es Neujahr besonders eilig 

Bielefeld (WB). Das Neujahrsbaby 2015 hat – wie im Vorjahr – das Licht der Welt in Gilead erblickt. Klein-Josefine kam fünfeinhalb Wochen zu früh am Neujahrsmorgen um 2.07 Uhr per Kaiserschnitt.

Von Michael Diekmann
Familienglück perfekt: Klinikdirektor Dr. Dominique Finas mit der kleinen Josefine und den stolzen Eltern, Julia und André Neumann auf der Neugeborenenstation des Evangelischen Krankenhauses.
Familienglück perfekt: Klinikdirektor Dr. Dominique Finas mit der kleinen Josefine und den stolzen Eltern, Julia und André Neumann auf der Neugeborenenstation des Evangelischen Krankenhauses. Foto: Bernhard Pierel

 »Wir hatten uns eigentlich auf einen ganz ruhigen Jahreswechsel eingestellt«, berichtet Josefines Mutter, Julia Neumann (36), am Nachmittag. Selbst die Einladung zu einer Party bei Freunden hatten die Isselhorster abgesagt, dachten an das heimische Sofa. Um kurz nach 23 Uhr, erzählt Ehemann André Neumann, habe die Frühgeburt ihren Lauf genommen.

 Die Tasche für die Klinik, erzählt der stolze Vater André Neumann (38), sei ohnehin gepackt gewesen. Als die Fruchtblase geplatzt sei, so Neumann, habe er seine Frau persönlich nach Gilead in die Klinik gefahren, wo gerade das Silvesterfeuerwerk seinem Höhepunkt entgegensteuerte. Weil die kleine Josefine, wie Klinikdirektor Dr. Dominique Finas erläutert, sich die unbequeme Po-Lage im Mutterleib ausgesucht habe, musste die Oberärztin Christiane Dietrich sich schnell für den Kaiserschnitt entscheiden.

 Am Nachmittag des Neujahrstages schlummert Josefine als erstes Kind der jungen Familie ganz entspannt im Arm von Mama Julia Neumann. »Eine richtig gute Frühgeburt«, sagt ihr Klinikchef Finas. Zwar wird das Neugeborene noch mit einem Tropf versorgt. Aber mit 2490 Gramm und 43 Zentimetern Größe, findet Finas, sei Josefine absolut okay. Davon soll sich heute auch die Verwandtschaft der Neumanns beim »Besichtigungstermin« in der Klinik überzeugen.

 In der Neujahrsnacht, schmunzelt André Neumann, hatte man niemanden von der Familie benachrichtigt. Dafür blieb er auch während des Kaiserschnitts bei seiner Frau. »Ich habe ihr Mut zugesprochen, ihre Hand gehalten«, sagt Neumann. Bereits am Neujahrsnachmittag kam in Gilead ein zweites Baby zur Welt.

 Die Bilanz von Klinikdirektor Dr. Finas fällt positiv aus. In Gilead hat sein Team 2014 mehr als 1500 kleine Erdenbürger begrüßt, in Johannes weitere 400 Jungen und Mädchen. Finas: »Wir sehen unser Klinikkonzept bestätigt.«

 Der Rundruf durch die Kliniken der Stadt ergab, dass offenbar besonders viele angehende Neubürger der Stadt gern noch im »alten Jahr« das Licht der Welt erblicken wollten. In Babytown im Klinikum Mitte hatte es die erste Neujahrsgeburt erst gegen neun Uhr gegeben, dafür nach Angaben von Schwester Claudia aber an Silvester mehrere.

 Gut zu tun hatte das Geburtsteam auch im Franziskus-Hospital. Zwar reichte es für das kleine Mädchen Neujahr früh um fünf Uhr nicht für Platz eins in der Stadt. Dafür hatte das Team auch hier an Silvester einen stressigen Nachmittag und Abend.

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