Alkoholisierte Hooligans wollten Gästeblock stürmen – ein Fan verletzt Chemnitz-Anhänger randalieren

Bielefeld (WB/md). Unter keinem glücklichen Stern stand der Besuch der insgesamt 270 Fans des Chemnitzer Fußball-Clubs bei Arminia Bielefeld – nicht nur wegen der Auswärtsniederlage. Denn zudem randalierten einige Chemnitz-Fans und griffen Mitarbeiter des DSC-Sicherheitsunternehmens an. Ein Chemnitz-Fan wurde verletzt.

Nach dem Spiel geht es für die Fans des Chemnitzer FC unter Polizeibegleitung aus dem Stadion zum Bus.
Nach dem Spiel geht es für die Fans des Chemnitzer FC unter Polizeibegleitung aus dem Stadion zum Bus. Foto: Thomas F. Starke

Ein Teil der Fans hatte einen Zug in Kassel verpasst und kam erst zur zweiten Halbzeit. Für etwa 50 gewaltbereite Fans des Ostklubs hatte es schon vor dem Spiel viel Ärger gegeben. Die Chemnitzer machten Bekanntschaft mit Arminias neuem Sicherheitssystem im Gästebereich. André Windmann: »Das Konzept hat sich bewährt. Wir hatten die Lage im Griff.« Allerdings habe man mit ganzer Kraft gegenhalten müssen, berichtet Windmann. Chemnitzer Hooligans hatten mit massiver Gewalt versucht, den Gästezugang zu stürmen.

Die Anlage zur vereinzelten Personenkontrolle habe sich dabei bewährt. Arminias Sicherheitsunternehmen Elko war mit 60 Kräften im Einsatz. Einige stark alkoholisierte Chemnitzer prügelten auf diese nach Zeugenaussagen ein. Dabei soll der Chemnitzer selbst verletzt worden sein. Ordner trugen nur leichte Blessuren davon.

Offenbar hatten die Gästefans geglaubt, es am Zugang zur Sitzplatztribüne mit weniger Ordnern zu tun zu haben. Windmann, der das Chemnitzspiel wie die Auftritte aller Ostvereine als Spiel unter DFB-Beobachtung eingestuft hat, hatte seine Kräfte aber gut formiert: »Die arretierbaren Drehtore haben sich bewährt.«

Die Gäste waren schon um neun Uhr mit einem Bus angereist und auch in der Gaststätte »Almblick« unangenehm aufgefallen. Nach dem Spiel begleiteten Polizeibeamte der Hundertschaft die Chemnitzer aus dem Gästeblock zurück zum Bus. Der fuhr allerdings erst um 18 Uhr. Vorher hatte der Fahrer seine Ruhezeit absitzen müssen.

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