FH Bielefeld: Umstrukturierung des Fachbereichs Grafik und Kommunikationsdesign Neue Medien, neue Aufgaben

Bielefeld (WB). Auf zu neuen Ufern heißt es derzeit an der Fachhochschule für Gestaltung. Im Zuge neuer Medien und Kommunikationsformate sind die Aufgaben des Kommunikationsdesigners einem Wandel unterzogen.

Von Uta Jostwerner
Stehen für eine Neuausrichtung des Studiengangs Grafik und Kommunikationsdesign an der Fachhochschule für Gestaltung: die Professoren (von links) Dirk Fütterer, Robert Paulmann, Uwe Göbel, Karl Müller, Roman Bezjak und Nils Hoff.
Stehen für eine Neuausrichtung des Studiengangs Grafik und Kommunikationsdesign an der Fachhochschule für Gestaltung: die Professoren (von links) Dirk Fütterer, Robert Paulmann, Uwe Göbel, Karl Müller, Roman Bezjak und Nils Hoff. Foto: Thomas F. Starke

»Die Studienrichtung Grafik- und Kommunikationsdesign will sich diesen neuen Herausforderungen stellen und ihre Lehrinhalte an die veränderten Bedingungen der Praxis anpassen. Neben den grundlegenden gestalterischen Fähigkeiten und technischen Fertigkeiten sollen verstärkt Sprach- und Schreibkompetenzen sowie Reflexionsfähigkeit als wichtige Voraussetzung für intelligente und komplexe Kommunikationslösungen vermittelt werden«, verdeutlicht Professor Dirk Fütterer. Um den neuen Anforderungen gerecht werden zu können, wurde der Studienbereich bereits mit Nils Hoff und jüngst mit Robert Paulmann um zwei Professoren verstärkt.

Schließung des Instituts für Buchgestaltung (IFB)

Zur Neuausrichtung gehört auch die Schließung des Instituts für Buchgestaltung (IFB) zum Jahresende. Das IFB wurde 2006 mit dem Ziel gegründet, Bücher und Buchgestaltung zu erforschen sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Autoren, Verlagen, Unternehmen und Hochschulen zu intensivieren. Ein Augenmerk lag auch auf der ästhetischen Weiterentwicklung von analogen und digitalen Lesemedien. Für seine erfolgreiche Arbeit wurde das IFB mehrfach ausgezeichnet. Um so überraschender kommt das Aus, das vom Präsidium der FH bereits 2013 beschlossen wurde, weil, so Dirk Fütterer, »hochschulinterne Institutsrichtlinien wie das Einwerben von Drittmitteln im sechsstelligen Bereich nicht erfüllt wurden«. Somit sei auch die Bezeichnung »Institut« nicht rechtens gewesen. »Da der Name sich aber als Marke etabliert hatte, kam eine Umbenennung für uns nicht infrage«, sagt Fütterer. Gleichwohl würden an der FH weiterhin hochwertige Bücher gestaltet und entstehen. So zum Beispiel die Bielefelder Bibel.

Bielefelder Bibel

Dabei handelt es sich um ein interdisziplinäres Großprojekt mit dem Ziel, die Bücher und Texte der Bibel auf Grundlage einer exegetisch-literaturwissenschaftlichen Analyse inhaltlich angemessen, lesefreundlich und ästhetisch zu gestalten. In Kooperation mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen waren in den vergangenen fünf Jahren rund 60 Gestalter an dem Projekt beteiligt. Seit einiger Zeit stehen die Verantwortlichen mit zwei Verlagen in Verbindung, die sich zutrauen, das fünfbändige Werk zu veröffentlichen.

Zu den weiteren Projekten, die im Laufe des kommenden Jahres geplant sind, gehört die erneute und fünfte Teilnahme an der Leipziger Buchmesse (12. bis 15. März). Ferner die »Plakartive« (Juni bis September), eine Kunstausstellung unter dem OWD an der Mindener Straße, an dem internationale und regionale Kunst auf Plakatwänden gezeigt wird.

Neue Konferenz für Corporate Identity

Neu ist unter anderem die cxi-Konferenz, die am 17. Juni erstmals in Bielefeld stattfindet. Sie gilt als die führende deutschsprachige Konferenz zum Thema Corporate Identity und wurde von Professor Robert Paulmann von Mainz nach Bielefeld geholt.

Nicht zuletzt finden ganzjährig Vorträge im Haus Wellensiek (ehemalige Christuskirche) zu Fragestellungen des Kommunikationsdesigns statt. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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