Stadtverwaltung stellt Bürgern Studie vor – Rat entscheidet am 22. Februar Gutachter geben »Go« für Gartenschau

Höxter (WB). Eine Landesgartenschau in Höxter ist möglich. Zu dieser Einschätzung kommen die Gutachter, die im Auftrag der Stadtverwaltung eine Machbarkeitsstudie erarbeitet haben. Sie empfehlen der Welterbestadt, sich für das Groß-Event 2023 zu bewerben.

Von Sabine Robrecht
Die Weser als natürliches Band zwischen Höxters Altstadt und der Welterbestätte Corvey spielt in der Expertise zur Landesgartenschau eine wichtige Rolle.
Die Weser als natürliches Band zwischen Höxters Altstadt und der Welterbestätte Corvey spielt in der Expertise zur Landesgartenschau eine wichtige Rolle. Foto: Frank Spiegel

Die Entscheidung darüber, ob Höxter am 1. März seine Bewerbung in Düsseldorf abgibt, trifft am Donnerstag, 22. Februar, der Rat. Bürgermeister Alexander Fischer und Baudezernentin Claudia Koch raten dringend zu einem »Ja«: »Dieses Projekt bietet die ultimative Chance, die Altstadt, die Weser und das Welterbe Corvey zu verbinden und kann uns in die erste Liga der Touristen-Magneten katapultieren«, schwärmt das Stadtoberhaupt.

Bürger erhalten Informationen aus erster Hand

Die Bürgerinnen und Bürger haben heute (16. Februar) die Möglichkeit, sich aus erster Hand die Machbarkeitsstudie erläutern zu lassen. Dabei erfahren sie, dass die Gutachter als Landesgartenschau-Gelände den Wall zwischen Grubestraße und Corbiestraße, die Weserpromenade vom R1 bis zum Corveyer Hafenbecken und natürlich die Welterbestätte mit ihren Glanzlichtern Archäologiepark und Konventsgarten empfehlen.

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Stadtentwicklung braucht Mut, Kraft und einen festen Willen.

Baudezernentin Claudia Koch

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Die Weser als natürliches Band soll eine wesentliche Rolle spielen, wenn es darum geht, Altstadt und Welterbe zu verbinden.

Land steuert sechs Millionen Euro Pauschalzuschuss bei

Selbstverständlich kostet die Landesgartenschau trotz reichen Fördermittel-Segens städtisches Geld. Und ein Gewinn, wie Bad Lippspringe ihn erzielt hat, ist auch nicht garantiert. Etwa 4,8 Millionen Euro umfasst der Eigenanteil des 10,5 Millionen Euro schweren Investitionshaushaltes und der flankierenden Maßnahmen (1,3 Millionen). Das Land übernimmt rund sechs Millionen Euro Zuschuss. Aus weiteren Förderprogrammen kommen Mittel hinzu.

Kosten schmelzen, wenn mehr Besucher kommen

Vom zweiten Etat, dem Durchführungshaushalt, könnten bei vorsichtig kalkulierten 410.000 Gästen 1,9 Millionen Euro bei der Stadt hängen bleiben. Diese Kosten würden aber schmelzen, wenn mehr Besucher als die zurückhaltend prognostizierten Gäste kommen.

Nachhaltige Aufwertung der Stadt

Baudezernentin Claudia Koch plädiert wegen der nachhaltigen Aufwertung Höxters dazu, dieses wirtschaftliche Risiko einzugehen. »Stadtentwicklung braucht Mut, Kraft und einen festen Willen.« Claudia Koch hat diesen Mut und hofft, dass Politik und Bürgerschaft ihn teilen. Zumal von der Aufwertung der Weserpromenade bis hin zur flankierend ins Auge gefassten Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes Projekte in Aussicht stehen, die Höxter lange schon auf der Agenda habe.

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