Saison-Rückblick der Uni Baskets: Pflichtsiege sichern Zweitliga-Klassenerhalt Den direkten Duellen sei Dank

Paderborn (WV). Im Basketball gehört Paderborn zu einem traditionellen Standort, der mittlerweile 34. Spielzeiten in Folge mindestens der zweithöchsten Liga angehört. Ein Rückblick auf die vergangene Saison in der Pro A.

Von Matthias Wippermann
Headcoach Uli Naechster spricht in einer Auszeit eindringlich auf sein Team ein. Die Uni Baskets erreichen mit neun Siegen fünf Spieltage vor dem Saisonende das Minimalziel Zweitliga-Klassenherhalt. Der Rückstand auf die Play-off-Plätze ist allerdings sehr groß.
Headcoach Uli Naechster spricht in einer Auszeit eindringlich auf sein Team ein. Die Uni Baskets erreichen mit neun Siegen fünf Spieltage vor dem Saisonende das Minimalziel Zweitliga-Klassenherhalt. Der Rückstand auf die Play-off-Plätze ist allerdings sehr groß. Foto: Elmar Neumann

Das sportliche Fazit

Das Minimalziel Klassenerhalt hat das Team von Headcoach Uli Naechster bereits am fünftletzten Spieltag erreicht. So weit, so gut. Allerdings stehen am Ende der Saison nur neun Siege zu Buche. So wenig Erfolge gab es noch nie, seitdem Paderborns Basketballer in der ProA spielen (2010). Mit acht Niederlagen in Folge ging die zurückliegende Spielzeit mehr oder weniger sang- und klanglos zu Ende. Positiv bewertet kann immerhin die Tatsache, dass die Uni Baskets den Großteil der direkten Duelle gegen die Konkurrenten im Abstiegskampf für sich entschieden. Fünf Erfolge gelangen gegen die drei Teams, die Paderborn hinter sich lassen konnte.

Die Rahmenbedingungen

Mit dem Etat von etwa 500.000 Euro lagen die Uni Baskets erneut im unteren Drittel der Liga. So war klar, dass beim Blick auf die Play-offs wohl eher der Wunsch der Vater des Gedanken war. Erschwerend hinzu kam, dass es in Paderborn im Gegensatz zur Vorsaison, die die Baskets mit 14 Siegen auf dem zehnten Platz abgeschlossen hatten, diesmal einen personellen Umbruch gab. Die drei Topscorer aus der Spielzeit 2016/2017, Till Gloger, Matt Vest und Chase Adams, mussten ersetzt, mit Armani Cotton, Devonte Brown, Thomas Cooper und Georg Voigtmann vier externe Neuzugänge integriert werden.

Der Saisonverlauf

Nach zwei Auftaktniederlagen feierten die Uni Baskets im Heimspiel gegen die Nürnberg Falcons den ersten Heimsieg (80:72). Anschließend ließen sie bei der Orange Academy in Ulm mit 72:70 den zweiten Saisonerfolg folgen. Nach acht Spieltagen, mittlerweile hatte Paderborn zuhause gegen das Team Ehingen Urspring den dritten Sieg eingefahren (74:70), trennten sich die Uni Baskets von Thomas Cooper und verpflichteten Dion Prewster. Der feierte bei seinem Debüt am zehnten Spieltag mit dem 93:92-Heimsieg nach Overtime gegen Trier einen erfolgreichen Einstand. Da sich aber Center Ivan Buntic zuvor bei der 61:72-Heimniederlage gegen Köln und Guard Dominik Wolf im Training verletzt hatten und lange ausfielen, mussten die Paderborner erneut personell reagieren. Als neuer Brettspieler wurde Ethan O’Day geholt, mit dem aber die folgenden drei Spiele verloren wurden. Erst bei den Baunach Young Pikes gelang wieder ein Sieg (79:72) und überraschenderweise wurde auch das Jahr mit einem 79:75-Erfolg bei den Academics Heidelberg beendet. 2018 errangen die Uni Baskets in den ersten sechs Spielen drei Siege (alle zuhause) und waren auf einem guten Weg Richtung Klassenerhalt. Der war am fünftletzten Spieltag sicher, aber nicht aus eigener Kraft, denn die Paderborner verloren die letzten acht Spiele. Überschattet wurde das Saisonende zudem von der Trennung von Maximilian Kuhle.

Das Publikum

Paderborns Basketball-Anhänger erwiesen sich als besonders treu. Auch wenn die Leistungen ihres Teams nicht immer Anlass dazu gaben, sorgten sie stets für ein gut gefülltes Sportzentrum Maspernplatz. Im Schnitt kamen 1375 Zuschauer zu den Heimspielen der Uni Baskets. Den besten Wert gab es mit 1712 Besuchern am Freitagabend, 12. Januar, beim 72:67-Heimsieg gegen die Hamburg Towers. Im dreistelligen Bereich – wie in den Spielzeiten zuvor – lag die Zuschauerzahl nie. Zum ersten Heimspiel gegen Nürnberg Falcons kamen »nur« 1205 Fans, der niedrigste Wert.

Die kommende Saison

Vertrag haben noch für ein Jahr Trainer und Sportdirektor Uli Naechster sowie Guard Luca Kahl. Naechster kündigte bereits an, mit der Hälfte des Kaders – vier, fünf, sechs Spielern – in die nächste Saison gehen zu wollen. Mehr Glück wünscht man den Verantwortlichen besonders bei der Verpflichtung von Importspielern. Weil sich trotz des Sponsoren-Appells von Präsident Christoph Schlösser wohl wenig am Etat ändern dürfte, ist gerade dabei gutes Gespür gefordert.

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