Uni Baskets wollen in Köln die Niederlagenserie beenden und forcieren die Planungen Die Hälfte soll bleiben

Paderborn (WB). Für den Gastgeber Rheinstars Köln geht es um eine möglichst gute Ausgangsposition in den Play-offs, für den Gast allein darum, diese Pro A-Saison nicht mit einer acht Spiele währenden Niederlagenserie ausklingen zu lassen. Denn genau das droht den Uni Baskets und wenn ein so unangenehmes Ende noch verhindert werden kann, dann wohl nur heute Abend (19.30 Uhr, Lanxess Arena) am Rhein.

Von Elmar Neumann
Devonte Brown (am Ball) und Ivan Buntic geben für die Baskets bis zum Schluss der Saison alles. Ob sie auch in der nächsten Serie für Paderborn auflaufen, ist aber offen.
Devonte Brown (am Ball) und Ivan Buntic geben für die Baskets bis zum Schluss der Saison alles. Ob sie auch in der nächsten Serie für Paderborn auflaufen, ist aber offen. Foto: Elmar Neumann

Schließlich wartet nach diesem Spiel beim Zweitligavierten lediglich noch die finale Hauptrundenpartie beim von Doug Spradley verantworteten Spitzenreiter Rasta Vechta. »Keine Frage, die Chance in Köln dürfte für uns größer sein«, sagt Headcoach Uli Naechster nach sechs Niederlagen in Folge. Schon das klingt eher unschön, wird vom 34-Jährigen aber relativiert: »Wenn ich an die drei knappen Heimniederlagen gegen Hanau, Kirchheim und zuletzt Karlsruhe denke, werden die jüngsten Ergebnisse unseren Leistungen nicht ganz gerecht. Wir haben gegen gute Teams passable Spiele abgeliefert, uns nur leider nicht mit einem Sieg belohnt.«

Während zwei Partien bleiben, um die Zahl der Saisonsiege von bislang neun in zweistellige Regionen zu steigern, nutzt der Cheftrainer und Sportdirektor in Personalunion die tabellarische Klarheit für erste Planungsschritte. Klar ist bislang: Abgesehen von Armani Cotton und dem suspendierten Maximilian Kuhle ist der Verbleib keines Akteurs unvorstellbar. Kuhles Aus versteht sich aufgrund der unüberbrückbaren Differenzen von selbst, Cottons aufgrund konstant bescheidener Leistungen eigentlich auch. Erschwerend kommt bei diesem US-Boy noch hinzu, dass er sich nach der ersten noch einer zweiten komplizierten Knie-OP unterziehen muss und anschließend für mindestens ein halbes Jahr zum Zuschauen verurteilt sein wird.

Alle anderen Neu-Imports hat ­Naechster mit Blick auf die Saison 2018/2019 aber auf dem Schirm: ob Devonte Brown, der gezeigt habe, dass er ein guter Scorer sei, allerdings in Sachen Spielübersicht noch Verbesserungspotenzial biete, ob Ethan O’Day, der den Baskets mit seiner Athletik und seinem Gesamtpaket sehr geholfen habe, aber noch physischer werden dürfe oder Dion Prewster, der mit seiner Erfahrung und seinen Fähigkeiten als Verteidiger eine große Hilfe gewesen sei. »Sie alle haben auf den unterschiedlichsten Ebenen einen guten Job gemacht und charakterlich sehr gut ins Team gepasst. Ich schließe daher bei niemandem aus, dass wir ihn in der nächsten Saison wiedersehen«, sagt Naechster. Die ersten Gespräche sind geführt, der Meinungsaustausch mit Dominik Wolf, Fritz Hemschemeier, Georg Voigt­mann, Phillip Daubner und Prewster soll in Kürze folgen. Das Ziel ist bekannt. »Wir wollen der Idee, einige Spieler über mehrere Jahre zu halten, treu bleiben. Das heißt in diesem Fall, dass wir etwa mit der Hälfte dieses Kaders – vier, fünf, sechs Spielern – in die nächste Saison gehen wollen.« Konkret ist bis auf den bestehenden Vertrag von Luca Kahl aber noch nichts. Und zunächst geht es auch erst einmal darum, irgendwie zu verhindern, diese Saison mit acht Niederlagen in Serie beenden zu müssen.

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