Uni Baskets werden zum sechsten Mal in Folge auf einem zweistelligen Platz landen Im Rahmen begrenzter Möglichkeiten

Paderborn (WB). Auch wenn die Uni Baskets beim 70:72 gegen Karlsruhe eine der besten Leistungen in dieser Saison abgerufen haben und noch zwei Pro A-Partien ausstehen – es spricht sehr viel dafür, dass der Ex-Erstligist diese Saison auf dem 13. Platz beendet.

Von Elmar Neumann
Nach dem letzten Heimspiel der Saison bedanken sich die Baskets für die Unterstützung. Die hätte vor allem von den Fans kaum größer sein können.
Nach dem letzten Heimspiel der Saison bedanken sich die Baskets für die Unterstützung. Die hätte vor allem von den Fans kaum größer sein können. Foto: Elmar Neumann

Dort befindet sich das Team von Headcoach Uli Naechster nach 28 Spielen und dort dürfte es auch verweilen. Mehr als Rang zwölf ist ohnehin nicht drin, da nur noch die diesen Platz einnehmenden Nürnberger in Reichweite liegen. Die Falcons sind punktgleich mit den Baskets, haben aber den direkten Vergleich für sich entschieden und auch das deutlich angenehmere Restprogramm. Nürnberg spielt noch zweimal zuhause (Chemnitz, Trier), Paderborn noch zweimal auswärts (Köln, Vechta). Zwar teilte Naechster am Samstagabend direkt nach der dritten (unglücklichen) Heimniederlage in Serie mit: »Ich habe den Jungs in der Kabine gesagt: Lasst uns bitte am Freitag nach Köln fahren und dort gewinnen, denn wir haben das, ganz ehrlich, verdient.« Aber das ändert nichts daran, dass Köln der Favorit ist, die Baskets höchstwahrscheinlich auf Rang 13 einlaufen und unter Umständen die abschließenden acht Partien in Folge verloren haben werden.

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Das ist nicht das, was wir dauerhaft wollen.

Christoph Schlösser

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In jedem Fall ist längst klar, dass Paderborn zum sechsten Mal in Serie nicht auf einem einstelligen Platz zu finden sein wird. 2012 ist das mit Rang fünf zum vorerst letzten Mal gelungen. Anschließend hieß es 13. (2013), 12. (2014), 12. (2015), 13. (2016) und 10. (2017). »Wir sind sportlich überhaupt nicht glücklich mit dieser Saison. Das war mau und das ist auch nicht das, was wir dauerhaft wollen, aber es ist leider das, was in unserer Situation realistisch ist«, sagt Vereinspräsident Christoph Schlösser. Realistisch sind diese zweistelligen Platzierungen aus »Schlössis« Sicht deshalb, weil er weiß, dass das Abschneiden zum bescheidenen Budget der Baskets passt. Selbst der Durchschnittsetat der Zweitligisten von dem Vernehmen nach 868.000 Euro liegt circa 70 Prozent über den Möglichkeiten, die sich in Paderborn (nach eigenen Angaben etwa 500.000 Euro) bieten. Dass Geld viel bedeutet, zeigen der Primus Vechta und der Ligazweite Crailsheim, die deutlich über der Zwei-Millionen-Euro-Marke liegen sollen. Dass Geld nicht alles ist, zeigt das Beispiel der Hamburg Towers, die trotz eines 1,8-Millionen-Etats die Play-offs verpassen werden.

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Wir werden erneut keine großen Sprünge machen können.

Christoph Schlösser

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Obschon Schlösser davon berichten darf, dass die Zahl der Baskets-Sponsoren in der Breite abermals deutlich gestiegen ist, muss er mit Blick auf die kommende Spielzeit mitteilen: »Wir werden erneut keine großen Sprünge machen können. Aber wenn wir etwas mehr Glück bei der Zusammenstellung der Mannschaft haben, darf man optimistisch sein, dass wir trotz unserer bekannt begrenzten Möglichkeiten zumindest da landen, wo wir im Vorjahr gelandet sind.«

Wer den zehnten Platz ins Visier nehmen wird, ist noch offen. Neben den allermeisten Imports und Maximilian Kuhle, der wegen respektlosen Verhaltens gegenüber dem Headcoach suspendiert worden ist, denkt wohl auch Center Ivan Buntic über einen Abschied nach.

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