Baskets sprechen mit dem Ex-Eisbär über eine Rückkehr nach Paderborn Lars Wendt im Anflug?

Paderborn (WB). Die Tatsache, dass es für die Uni Baskets schon vor diesem Doppelspieltag – mit Partien in Hagen (Freitag, 19.30 Uhr) und zuhause gegen Kirchheim (Sonntag, 17 Uhr) – um nicht mehr allzu viel geht, hat durchaus auch Vorteile. Zum Beispiel den, dass sich die Verantwortlichen frühzeitig auf die Planungen der nächsten Pro A-Saison konzentrieren können.

Von Elmar Neumann
Lars Wendt (am Ball) im Paderborner Trikot. Ähnliche Bilder könnte es mit Beginn der kommenden Saison wieder geben. Die Gespräche über eine Rückkehr laufen.
Lars Wendt (am Ball) im Paderborner Trikot. Ähnliche Bilder könnte es mit Beginn der kommenden Saison wieder geben. Die Gespräche über eine Rückkehr laufen. Foto: Elmar Neumann

Die Fakten, die die Paderborner Personalakten mit Blick auf die Spielzeit 2018/2019 zu bieten haben, sind überschaubar. Da gibt es den Headcoach sowie Sportdirektor Uli Naechster, der noch ein weiteres Jahr unter Vertrag steht, und da gibt es den jungen Guard Luca Kahl (20), der sich vor der laufenden Saison für zwei Jahre an die Uni Baskets gebunden hat. Ein Duo bleibt, aber was ist mit dem ganz großen Rest des Teams? »Wir sind bereits dabei, die ersten Gespräche zu führen und uns einen Überblick zu verschaffen. Parallel dazu arbeiten wir allerdings natürlich auch daran, unser Budget für die kommende Saison auf die Beine zu stellen«, sagt Naechster.

Neben Trainer Naechster ist nur Youngster Kahl gebunden

Von der exakten Höhe des Etats hängt logischerweise sehr viel ab. Sollte der erneut nicht viel mehr als eine halbe Million Euro zu bieten haben, dürften die Chancen auf eine Play-off-Fahrkarte wieder eher Wunsch bleiben als Wirklichkeit werden. Aber unabhängig davon, mit welcher Zielsetzung die Baskets die neue Serie angehen, sagt der Trainer und Sportdirektor in Personalunion schon jetzt: »Wir werden wieder versuchen, einen Kern des Teams zu halten, doch so wie sich diese Saison entwickelt hat, ist auch klar, dass wir einen kleinen Neuanfang werden machen müssen. Es dürfte mal ein kleiner Reset erforderlich sein.« Der 34-Jährige geht so weit, die aktuelle Spielzeit als »Übergangssaison« zu bezeichnen und bastelt an einem Kader, der wieder »ein bisschen greller und ein bisschen hungriger« ist als Teile der Mannschaft, die sich gerade in Liga zwei mit dem 13. Platz zu begnügen hat.

An Wendt soll auch Drittligist FC Schalke 04 großes Interesse haben

Einer, der diese Adjektive mit Leben füllen könnte, heißt Lars Wendt. Der 25-Jährige, wie sein Bruder Ole von 2008 bis 2012 für Paderborn am Ball, zählt seit gut einer Woche nicht mehr zum Kader des Erstligisten Eisbären Bremerhaven und schaut sich nach neuen Optionen um. An Angeboten mangelt es nicht. Eine finanziell lukrative Option soll der FC Schalke darstellen, der als Zweiter der Pro B gerade um die Rückkehr in die Zweitklassigkeit kämpft, doch obwohl Naechster betont, mit dem Guard seit Wochen nicht gesprochen zu haben, steht der gebürtige Kieler auch mit den Uni Baskets in engem Kontakt: Wendts Wunsch soll ein Ausbildungsplatz sein. Ein bereits vorhandenes Argument für ein Comeback ist sein Bruder, der bekanntlich als Spielertrainer der Baskets-Reserve tätig ist. Während Ole sich 2012 in Richtung Hagen verabschiedete, ging Lars für ein Jahr nach Schwelm. Es folgten drei Spielzeiten in Diensten von Science City Jena, ehe der Mann mit der Nummer 18 die Ostthüringer direkt nach dem BBL-Aufstieg 2016 in Richtung Bremerhaven verließ. Dort fand Wendt nach einer überzeugenden ersten Saison zuletzt nur noch sehr wenig Berücksichtigung. Von Headcoach Arne Woltmann gab es die obligatorischen Abschiedssätze: »Wir bedanken uns bei Lars für sein Engagement und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.« In Paderborn?

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