Baskets wollen den schwachen Anfangsminuten trotzen Von Beginn an hellwach sein

Paderborn (WB). In den Anfangsminuten will es bei den Uni Baskets in dieser Zweitligasaison einfach nicht laufen. Am Samstag (20 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) wollen die Paderborner im Heimspiel gegen die Hebeisen White Wings Hanau endlich auch mal von Beginn an hellwach sein.

Von Matthias Wippermann
Das Trainerteam der Uni Baskets bei der Analyse (von links): Headcoach Uli Naechster mit seinen Co-Trainern Martin Krüger und Claus Reinsberger. Am Samstag empfängt Paderborn die White Wings Hanau.
Das Trainerteam der Uni Baskets bei der Analyse (von links): Headcoach Uli Naechster mit seinen Co-Trainern Martin Krüger und Claus Reinsberger. Am Samstag empfängt Paderborn die White Wings Hanau. Foto: Matthias Wippermann

Headcoach Uli Naechster ist sich der Problematik bewusst und hat genau gerechnet: »In den ersten fünf Minuten der bisherigen sieben Spiele dieses Jahres haben wir insgesamt einen Stand von 36:81. Das macht im Schnitt 5:12 und ist etwas, das sich durch die Saison zieht.«

Analyse des Trainerteams

Daher hat er sich vergangenen Mittwoch mit seinen Co-Trainern Martin Krüger und Claus Reinsberger zusammengesetzt und Analyse betrieben: »Wir haben es ja schon mit wechselnden Anfangsformationen versucht und uns überlegt, wo wir den Hebel ansetzen können – beispielsweise beim Warm-up oder Training. Vielleicht benötigen wir auch einfach nur Glück, dass der ein oder andere Wurf fällt.« Allerdings hat das Trainerteam den Spielern auch klargemacht, dass sie entsprechend motiviert und fokussiert in die Partien gehen müssen. »Eine klassische Abtastphase, wie sie beim Fußball möglich ist, gibt es beim Basketball nicht. Da ist gleich Attacke angesagt«, meint Naechster.

Im Hinspiel in Hanau lagen die Baskets nach fünf Minuten übrigens »nur« mit 6:9 zurück, am Ende verloren sie 53:67. »Wir haben mit Hanau noch eine Rechnung offen«, betont Naechster, der sich beeindruckt von der Spielweise der White Wings zeigt: »Sie agieren sehr schnell. Da müssen wir mit wechselnden Verteidigungen und der nötigen Aggressivität versuchen, den Rhythmus zu stören.«

Wiedersehen mit Chase Adams und Paul Albrecht

Mit Chase Adams und Paul Albrecht gibt es bei Hanau auch zwei ehemalige Paderborner Spieler. Albrecht gehörte in der Saison 2014/15 zum Baskets-Kader, Adams von 2015 bis 2017. Letztgenannter war beim jüngsten 87:82-Sieg bei den Baunach Young Pikes mit 27 Punkten Topscorer. Im Schnitt kommt der Point Guard auf 12,5 Zähler und verteilt 3,8 Assists. Power Forward Albrecht erzielt pro Partie 9,1 Punkte und holt 3,9 Rebounds.

Zwei Guards punkten noch besser als die beiden Ex-Paderborner: Till-Joscha Jönke demonstriert Allround-Qualitäten (13,9 Punkte, 5,7 Rebounds, fünf Assists), während Luquon Choice (14 Punkte, 45 Prozent Dreierquote) ständig heißlaufen kann. Schmerzlich mussten das die Paderborner in der Hinrunde erfahren, als Choice nicht zu stoppen war und mit 25 Zählern (sechs Dreier) zum Matchwinner avancierte.

Naechster beschreibt Hanau als »gut funktionierendes Team«, was sich auch in den letzten Minuten gegen Baunach gezeigt habe. »Bei Hanau muss man damit rechnen, dass jeder Spieler Verantwortung übernehmen kann«, sagt er und hofft auf den Heimvorteil, zumal die Uni Baskets seit drei Spielen zuhause ungeschlagen sind und die Fans im Sportzentrum Maspernplatz schnell elektrisiert werden können. »Wir müssen für viele emotionale Momente sorgen«, meint Naechster.

An mangelnder Unterstützung wird es wohl nicht liegen. Baskets-Geschäftsführer Dominik Meyer berichtet: »Wir haben im Vorverkauf schon 1000 Karten abgesetzt«.

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