Die Uni Baskets gewinnen und verlieren seit Wochen im Wechsel Die Serie spricht für einen Sieg

Paderborn (WB). Im Prinzip muss das für Freitagabend (19.30 Uhr, Sportzen­trum Maspernplatz) angesetzte Heimspiel der Uni Baskets gegen die Baunach Young Pikes gar nicht ausgetragen werden. Denn vertraut man dem Gesetz der Serie, kann der Sieger des Duells nur Paderborn heißen.

Von Elmar Neumann
Baskets-Trainer Uli Naechster bespricht mit (von links) Luca Kahl, Phillip Daubner und Devonte Brown die Taktik.
Baskets-Trainer Uli Naechster bespricht mit (von links) Luca Kahl, Phillip Daubner und Devonte Brown die Taktik. Foto: Elmar Neumann

Bereits seit neun Spieltagen, beginnend mit dem missglückten Heimauftritt gegen Phoenix Hagen, folgen die Paderborner Darbietungen einer eisernen Regel, wechseln sich Niederlage und Sieg ab. Und da sich das Team von Headcoach Uli Naechster zuletzt den Gladiators Trier mit 74:80 geschlagen geben musste, scheint es um die Chancen der Young Pikes nicht allzu gut zu stehen. »Wir wollten die Serie eigentlich in Trier knacken. Gegen Baunach setzen wir jetzt natürlich alles daran, dass sich an der Abfolge nichts ändert, aber nächste Woche muss es dann endlich so weit sein«, sagt Naechster, der wohl wieder auf Armani Cotton bauen kann.

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Wir wollten die Serie eigentlich in Trier knacken.

Uli Naechster

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Warum sich der Trainer jetzt noch etwas mehr als sonst zwei Siege in Serie wünscht, wird beim Blick auf die Pro A-Tabelle deutlich. Dort steht sein Team nach 21 von 30 Hauptrunden-Partien mit acht Siegen auf dem 13. Platz. Auf den drei darunter verbleibenden Rängen liegt ein bilanzgleiches Trio, bestehend aus Ehingen, Ulm und Baunach (alle 5/16). Gewinnen die Baskets gegen Baunach und anschließend in Ehingen (Sonntag, 18. Februar, 17.30 Uhr), können sie das Minimalziel Klassenerhalt vorzeitig als erledigt abhaken. »Auf diese Weise würden wir uns endgültig nach unten absichern und könnten in den folgenden sieben Spielen versuchen, noch ein, zwei Plätze nach oben zu klettern«, sagt der 34-Jährige.

Baunach gewann vier seiner vergangenen sechs Spiele

So viel zum Paderborner Plan. Inwieweit der wunschgemäß umsetzbar ist, hängt logischerweise auch von den Gegnern ab. Zwar klingt ein Heimspiel gegen das Zweitliga-Schlusslicht viel mehr nach Pflicht als nach Kür, aber die jüngsten Ergebnisse des Bamberger Farmteams dürfen durchaus als Warnung verstanden werden. Nach nur einem Sieg in den ersten 15 Spielen haben die Young Pikes vier der vergangenen sechs Begegnungen für sich entschieden und doch noch ernsthaftes Interesse am Ligaverbleib geäußert. Als ein Grund für den Aufwärtstrend ist sicherlich der Trainerwechsel zu nennen, denn drei der vier Erfolge gehen auf das Konto des neuen Coaches Mario Dujandzic, der Anfang des Jahres Fabian Villmeter auf der Bank abgelöst hat. »Taktisch kann ich nur minimale Unterschiede erkennen, aber die Rotation ist jetzt eine andere und ein Spieler wie Robert Ferguson liefert seit dem Trainerwechsel viel bessere Leistungen ab«, sagt Naechster.

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Spieler wie Robert Ferguson liefern jetzt viel bessere Leistungen.

Uli Naechster

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Neben dem angesprochenen US-Boy, mit 32 Jahren die personifizierte Routine im Team, zählt vor allem Supertalent Louis Olinde zu den Leistungsträgern. Der 19-Jährige glänzte vor einer Woche bei Bambergs Euroleague-Erfolg über Panathinaikos Athen (95:74) mit zehn Punkten und soll nicht mit zum Spiel beim amtierenden Titelträger Fenerbahce Istanbul (heute, 18.45 Uhr) geflogen sein. Vielleicht weiß der gebürtige Hamburger, der bei Paderborns Hinspielsieg fehlte, nichts vom Gesetz der Serie.

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