Uni Baskets wollen gegen Baunach den nächsten Fehlstart vermeiden O’Day setzt auf die Fans

Paderborn (WB). Erst das 3:19 im Heimspiel gegen die Orange Academy aus Ulm, dann ein 0:11 beim Gastspiel in Trier – die Uni Baskets haben zuletzt nicht gerade als Frühstarter von sich reden gemacht. Am Freitagabend gegen Baunach (19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) wollen sie unbedingt wieder von der ersten Sekunde an hellwach sein.

Von Elmar Neumann
Neuzugang mit Durchsetzungskraft: Hier behauptet sich Ethan O’Day gegen die Ulmer Till Pape und Marcell Pongo. 17 Punkte steuerte der Center zum Heimsieg bei. An diese Leistung möchte der 24-Jährige am Freitag gegen Baunach anknüpfen.
Neuzugang mit Durchsetzungskraft: Hier behauptet sich Ethan O’Day gegen die Ulmer Till Pape und Marcell Pongo. 17 Punkte steuerte der Center zum Heimsieg bei. An diese Leistung möchte der 24-Jährige am Freitag gegen Baunach anknüpfen. Foto: Elmar Neumann

»Wir hatten ein paar Probleme in den ersten Minuten. Das darf uns nicht noch mal passieren. Ich hoffe, dass uns die Fans wieder so großartig unterstützen wie bisher, wir diese Energie aufsaugen und auf den Punkt bereit sein werden«, sagt Center Ethan O’Day. Neben den Spielen gegen Ulm (89:84) und Trier (74:80) ist nicht zuletzt auch das Hinrundenduell mit dem morgigen Konkurrenten ein Beleg dafür, dass die Baskets des Öfteren etwas zu lange noch mit den Köpfen in den Kabinen sind. In Baunach führten die gastgebenden Young Pikes nach fünf Minuten mit 22:7, ehe O’Day & Co. aufwachten und die Pro A-Partie dank eines enormen Kraftaktes mit 79:72 für sich entschieden.

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Das darf uns nicht noch mal passieren.

Ethan O’Day

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Um sich beim Wiedersehen mit dem Zweitligaletzten nicht wieder so früh in eine Bringschuld zu bugsieren, denkt Coach Uli Naechster über kleine Anpassungen nach. Auf das blutjunge Farmteam von Brose Bamberg soll vom Sprungball an jede Menge Druck ausgeübt werden. »Wir werden uns taktisch etwas anders einstellen und in der Defense sofort aggressiver zu Werke gehen«, sagt der Baskets-Trainer.

Bei allen Planungen, die darauf abzielen, in den kommenden beiden Spielen gegen Baunach und Ehingen (jeweils 5/16 Siege, Uni Baskets 8/13 Siege) letzte Zweifel am Klassenerhalt auszuräumen, spielt der US-Boy O’Day eine ganz große Rolle. Der 2,06-Meter-Mann aus Mansfield in Connecticut, Ende November als Reaktion auf die Ellbogenverletzung von Ivan Buntic verpflichtet, hat die Erwartungen bislang erfüllt. 10,1 Punkte sowie 5,2 Rebounds steuert der 24-Jährige in durchschnittlich 23:34 Minuten Einsatzzeit bei. »Ich bin wirklich zufrieden mit Ethan. Er bringt uns die Impulse, die wir uns erhofft haben. Seine Athletik, seine Geschwindigkeit und seine Stärken beim Rebounden bescheren uns zusätzliche Qualität. Er kann scoren, ist mannschaftsdienlich und macht kein großes Aufhebens um sich. Das alles sind Attribute, die unserer Mannschaft sehr, sehr guttun«, sagt Naechster.

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Wir finden immer besser zusammen.

Ethan O’Day

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O’Day, der vor seinem zwölften Einsatz steht, gibt die Komplimente gerne zurück. Das Team habe ihm den Einstieg extrem einfach gemacht und auch die Entwicklung, die die Mannschaft zuletzt genommen habe, sei eindeutig die richtige: »Wir finden immer besser zusammen und das wirkt sich sowohl auf die Defense als auch auf die Offense positiv aus.« Wenn jetzt noch das Fehlstart-Problem behoben werden kann, steht zumindest dem Klassenerhalt nichts mehr im Weg.

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