Basketball-Regionalliga: Salzkottens Trainer Stefan Schettke im Interview »Wir sind stabiler geworden«

Salzkotten (WB/tim). Die Accent Baskets Salzkotten liegen nach 15 von 24 Spielen in der 1. Basketball-Regionalliga auf einem ordentlichen neunten Rang. Kurz vor dem ersten Pflichtspiel des neuen Jahres bei den Telekom Baskets Bonn II am Samstag (16.30 Uhr) blickt Salzkottens Headcoach Stefan Schettke im Gespräch mit Timo Schäfers zurück und auch voraus.

Trainer Stefan Schettke und die Accent Baskets Salzkotten belegen nach 15 von 24 Spielen den neunten Platz in der 1. Regionalliga. Der Coach blickt zurück auf die erste Saisonhälfte und wagt einen Ausblick auf das Saisonende.
Trainer Stefan Schettke und die Accent Baskets Salzkotten belegen nach 15 von 24 Spielen den neunten Platz in der 1. Regionalliga. Der Coach blickt zurück auf die erste Saisonhälfte und wagt einen Ausblick auf das Saisonende. Foto: Agentur Klick

Herr Schettke, Sie haben als einziges Team neben der BG Kamp-Lintford komplett auf Importspieler verzichtet. Haben Sie damit gerechnet, dass es für Sie in der Liga schwerer wird, als es bislang war?

Stefan Schettke: Natürlich war es uns von Anfang an bewusst, dass wir nicht nur mit Bryce Leavitt einen enorm starken US-Amerikaner verloren, sondern mit Alan Boger auch einen unserer besseren Spieler aus der vergangenen Saison abgegeben haben, so dass wir zwei wichtige Positionen neu besetzen mussten. Dies konnten wir dadurch ausgleichen, dass wir mit Jungs wie Matthias Finke und Felix Wenningkamp sehr erfahrene Spieler mit dabei haben, die seit Jahren zu den besten Spielern der 1. Regionalliga gehören. Andere Vereine müssen für solch eine Qualität definitiv Importspieler holen.

Dennoch haben Sie mit Fritz Hemschemeier, Jan-Philip Dübbelde, Hanno Kretschmann, Patrick Suerland und Julius Veenhof einige Spieler in Ihren Reihen, die die Regionalliga zuvor noch gar nicht kannten.

Schettke: Das ist richtig. Am Anfang der Saison haben wir auch ein wenig Lehrgeld bezahlt, als wir in einigen Spielen zunächst gut mitgehalten haben, anschließend aber auseinandergebrochen sind. Allerdings haben wir es gegen Ende der Hinrunde und zu Beginn der Rückrunde geschafft, deutlich bessere Leistungen abzurufen. Daran erkennt man, dass wir stabiler geworden sind und sich die Spieler langsam mit dem Spiellevel akklimatisiert haben.

Gibt es aus Ihrer Sicht einen Spieler in Ihren Reihen, der besonders herausgestochen ist?

Schettke: Einen einzelnen Spieler herauszuheben ist schwer. Wir haben das Glück, dass wir relativ ausgeglichen sind, wobei man schon sagen muss, dass wir ein Stück weit davon abhängig sind, dass unsere angesprochenen Routiniers ihre Leistung abrufen. Nichtsdestotrotz hat die Hinrunde gezeigt, dass wir immer nur dann eine Chance hatten, wenn wir als Kollektiv agiert haben und einer der jungen Spieler zusätzlich zu unseren etatmäßigen Punktesammlern gut getroffen hat.

Was sich durch die Hinrunde gezogen hat, waren die vielen Verletzungen bei Ihrer Mannschaft – wie etwa die Ausfälle von Eike Kerfs, Matthias Finke oder Thomas Stukenberg. Wäre ohne das Verletzungspech mehr drin gewesen als der aktuelle neunte Platz?

Schettke: Ich möchte da an dieser Stelle jetzt keine Mutmaßungen anstellen. Wir haben trotz einiger verletzter Akteure gute Spiele gemacht und diese am Ende auch gewonnen. Genauso hatten wir Partien dabei, in denen wir keine gute Leistung gezeigt haben, obwohl wir vollzählig waren. Taktisch könnten wir ein Stück weiter sein, da es die Trainingsarbeit natürlich erleichtert, wenn man regelmäßig mit allen Spielern trainieren kann.

Am Samstag steht nun beim Abstiegskandidaten in Bonn die erste Partie des neuen Jahres an. Mit welcher Zielsetzung gehen Sie in dieses Duell?

Schettke: Wir haben uns vorgenommen, im Januar drei unserer vier Spiele für uns zu entscheiden. Allerdings sehe ich Bonn trotz der Tabellenkonstellation vielleicht sogar als schwersten Gegner in diesem Monat an. Die Bonner haben zuletzt aufsteigende Form bewiesen und ihre Spiele nur knapp verloren. Diese Mannschaft muss man auf jeden Fall komplett ernst nehmen.

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