German Football League 2: Paderborn verliert 27:62 gegen Rostock Desolate Defense der Dolphins

Schloß Neuhaus (WB). Diese Leistung macht nachdenklich. Mit 27:62 verlieren die Paderborn Dolphins vor 570 Zuschauern im Hermann-Löns-Stadion gegen die Rostock Griffins und kämpfen spätestens jetzt gegen den Abstieg.

Von Matthias Wippermann
Paderborns Triston McCathern erzielt in dieser Szene seinen vierten Touchdown. Der Dolphins-Runningback ist vor 570 Zuschauern im Hermann-Löns-Stadion bei der 27:62-Niederlage gegen die Rostock Griffins der einzige Lichtblick.
Paderborns Triston McCathern erzielt in dieser Szene seinen vierten Touchdown. Der Dolphins-Runningback ist vor 570 Zuschauern im Hermann-Löns-Stadion bei der 27:62-Niederlage gegen die Rostock Griffins der einzige Lichtblick. Foto: Matthias Wippermann

Vor allem in der Defense präsentierten sich die Gastgeber in erschreckender Verfassung. Entsprechend angefressen war der Dolphins-Präsident. »Ohne Worte. Die Trainingsbeteiligung am Mittwoch war vor allem seitens der Defense schlecht. Die Quittung dafür gab es heute. Da wird es Gespräche geben«, sagte David Schmidtmann.

Schlechte Trainingsbeteiligung der Defense-Spieler

Auf die Spieler, vor allem aus dem Defensiv-Verbund, scheint eine ungemütliche Woche zu warten. Schmidtmann war aber auch insgesamt überhaupt nicht einverstanden mit dem, was die Dolphins gegen Rostock zeigten. »Das war viel zu wenig. Wir haben keinen Biss und keine Einstellung gehabt. Daran müssen die Coaches jetzt arbeiten«, meinte er und fügte niedergeschlagen hinzu: »Rostock war uns klar überlegen. Das war eine Klatsche und ein gebrauchter Tag für uns.«

Schnell lagen die Paderborner mit 0:13 zurück. Immerhin konnte Triston McCathern verkürzen, doch nach einem weiteren Rostocker Touchdown stand es 7:20 nach dem ersten Quarter.

Im zweiten Spielabschnitt ließen die Gäste wieder früh zwei erfolgreiche Läufe in die Endzone folgen. Erneut war es McCathern, dem für die Dolphins ein Touchdown gelang, doch auch die Griffins legten nochmal nach, so dass es mit 14:41 in Halbzeit ging.

McCathern schaffte auch im dritten Quarter einen Touchdown, allerdings punkteten die Gäste weiter fleißig und es ging mit 21:55 in den letzten Durchgang.

McCathern ist der einzige Lichtblick

Wie zu erwarten, erzielte McCathern auch in diesem einen Touchdown. Die Niederlage konnte Paderborns einziger Lichtblick allein aber nicht abwenden. Die Defense blieb weiterhin schwach, am Ende stand eine deutlich 27:62-Niederlage.

Neben der indisponierten Verteidigung, waren auch viele Turnovers von Moritz Johannkencht auffällig. Allerdings kam der erst 19-jährige Quarterback nach Verletzungspause erstmals wieder zum Einsatz, daher gab es auch keinerlei Vorwürfe von Schmidtmann. »Moritz war lange raus. Das hat man heute gesehen. Er ist ja auch noch ein junger Spieler«, sagte der Präsident.

Viel lieber blickte Schmidtmann voraus und meinte: »Noch ist nichts verloren. Wir haben von den restlichen sieben Spielen noch vier zuhause, und die gegen Gegner, die wir schlagen müssen. Das Team muss jetzt aber wach werden.«

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