Squash: Zwei Siege für PSC I, zwei Niederlagen für PSC II Bundesliga-Debüt mit 16

Paderborn (WB). Während die erste Mannschaft des Paderborner Squash Clubs mit zwei souveränen 4:0-Auswärtssiegen ihre Spitzenposition der Bundesliga Nord untermauerten, musste die Reserve zuhause zwei deutliche 0:4-Niederlagen hinnehmen. Im Blickpunkt stand dabei das Erstliga-Debüt des erst 16-jährigen Tschechen Viktor Byrtus.

Von Matthias Wippermann
Viktor Byrtus im Ahorn Squash. Der erst 16-jährige Tscheche feiert für die zweite Mannschaft des Paderborner Squash Clubs sein Bundesliga-Debüt. Trotz zweier Niederlagen zieht der Youngster ein positives Fazit.
Viktor Byrtus im Ahorn Squash. Der erst 16-jährige Tscheche feiert für die zweite Mannschaft des Paderborner Squash Clubs sein Bundesliga-Debüt. Trotz zweier Niederlagen zieht der Youngster ein positives Fazit. Foto: Matthias Wippermann

Sportlich musste der Youngster Lehrgeld zahlen. Gegen Hamburgs Martin Svec (113. der Weltrangliste und ebenfalls aus Tschechien) verlor er in vier Sätzen, glatt in drei Durchgängen unterlag er gegen Balazs Farkas aus Ungarn (Turnhalle Niederrhein). Dennoch zog Byrtus ein positives Fazit. »Es macht großen Spaß, in der Bundesliga zu spielen. Die Atmosphäre ist super und das Level ist sehr hoch.«

Rösner siegt und verliert

Im Finale der Swedish Open in Linköping kam es zum PSC-Duell zwischen dem Weltranglistensechsten Simon Rösner und Ali Farag (WRL 3). Nach 51. Minuten setzte sich der Ägypter in vier Sätzen mit 11:7, 6:11, 11:3 und 11:5 durch. Zuvor hatte der an Nummer eins gesetzte Farag das Halbfinale gegen den Neuseeländer Paul Coll (WRL 13) mit 11:5, 11:5, 11:13 und 12:10 gewonnen, Simon Rösner besiegte den Ägypter Tarek Momen (WRL 7) mit 11:8, 11:7, 4:11 und 11:7.

Mit sechs Jahren begann er mit dem Squash. »Meine Mutter hat im Squash Club von Ostrava gearbeitet. Da bin ich oft mitgegangen und habe irgendwann angefangen selbst zu spielen«, berichtet er. Mittlerweile ist Byrtus der beste Squashspieler seines Jahrgangs in Tschechien und auch Europa. Der Kontakt nach Paderborn kam durch Ostravas Squash-Manager Pavel Sladecek zustande, der ein guter Bekannter von PSC-Manager Norman Farthing ist. »Wir schauen immer wieder über den Tellerrand, da es in Deutschland nicht so viele talentierte Spieler gibt, und haben Viktor schon länger beobachtet«, berichtet Farthing.

Für Byrtus ein Glücksfall. »Für mich ist Paderborn eine große Chance. Ich hoffe, dass ich so oft wie möglich hier spielen und auch trainieren kann«, sagt der Jugendliche, erklärt aber auch, dass es nicht immer leicht sei, Squash und Schule unter einen Hut zu bringen. Bei seinem ersten Besuch in Paderborn kam er am Samstag vor dem Spiel gegen Hamburg an, und machte sich auch schon am Sonntag nach der Partie gegen Niederrhein wieder auf den Heimweg nach Tschechien.

Das nächste große Turnier sind für ihn in dieser Woche die French Open, die als Vorbereitung für die U 19-Europameisterschaften im März in Polen dienen. In der Weltrangliste möchte Byrtus »so schnell wie möglich weitere Plätze gutmachen«. Momentan belegt er Rang 317.

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