Squash-Bundesliga: Paderborner SC empfängt Sportwerk Hamburg Fürs Topspiel ein Topteam

Paderborn (WB). Neun Spiele, neun Siege, 27 Punkte – die Herren des Paderborner Squash Clubs führen die Bundesliga Nord mit makelloser Bilanz an. Übersteht der 13-malige Deutsche Meister auch den kommenden Doppelspieltag unbeschadet, ist die abermalige Endrunden-Teilnahme wieder einmal vorzeitig gesichert.

Von Elmar Neumann
Der Ägypter Ali Farag (rechts), die Nummer drei der Squash-Welt, soll den Paderborner Squash Club am Samstagnachmittag im Spitzenspiel gegen Verfolger Sportwerk Hamburg zum zehnten Sieg im zehnten Saisonspiel führen.
Der Ägypter Ali Farag (rechts), die Nummer drei der Squash-Welt, soll den Paderborner Squash Club am Samstagnachmittag im Spitzenspiel gegen Verfolger Sportwerk Hamburg zum zehnten Sieg im zehnten Saisonspiel führen. Foto: Matthias Wippermann

Am Samstag (14 Uhr) erwartet der sehr souveräne Titelverteidiger den letzten Verein, der sich noch Verfolger nennen darf, den Vizemeister Sportwerk Hamburg (23 Punkte). Am Sonntag (ebenfalls 14 Uhr) stellt sich der Tabellenvierte SC Turnhalle Niederrhein aus Krefeld im Ahorn-Squash vor. »Unser Ziel ist es, den Vorsprung auf die Hamburger auszubauen. Mit zwei guten Ergebnissen können wir den ersten Platz bereits relativ gut absichern«, sagt Präsident Andreas Preising. Rang eins und zwei garantieren bekanntlich die Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, die vom 10. bis 12. Mai in Böblingen über die Bühne gehen wird.

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Unser Ziel ist es, den Vorsprung auf die Hamburger auszubauen.

Andreas Preising

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Um dieses Vorhaben erfolgreich umzusetzen, haben die Verantwortlichen – Teammanager Norman Farthing und Headcoach Ronny Vlassaks – eine ganz starke Mannschaft nominiert. Läuft alles planmäßig, tritt der PSC mit dem Weltranglistendritten Ali Farag (Ägypten), dem Weltranglistenachten Simon Rösner sowie Raphael Kandra (WRL 42) und Lucas Wirths (Nummer 9 in Deutschland) an. Eine Formation, die am Samstag als Favorit in das Spitzenspiel gegen Hamburg geht, zumal die Nordlichter – schenkt man der vorläufigen Aufstellung Glauben – nicht mit der bestmöglichen Besetzung antreten. Der Franzose Lucas Serme (WRL 36), die Deutschen Rudi Rohrmüller und Felix Auer sowie der Inder Abhay Singh (WRL 139) dürften kaum in der Lage sein, Wiedergutmachung für das 1:3 im Hinspiel zu betreiben. »Im Eins-gegen-eins sehe ich uns da vorne. Ein positives Remis ist das Mindestziel«, sagt Preising.

Reise-Stress für die New-York-Halbfinalisten Rösner und Farag

Die Gefahr, dass es Ali Farag und Simon Rösner, die sich beim Tournament of Champions in New York bis ins Halbfinale vorgespielt haben, nicht rechtzeitig nach Paderborn schaffen könnten, sieht der PSC-Chef nicht. »Die Flüge sind gebucht. Wir gehen fest davon aus, dass die beiden im Laufe des Freitags wieder in Deutschland sind. Sie werden kaputt sein, aber wir wollen die Spiele mit aller Macht gewinnen«, sagt Preising. Rösner spielte im Big Apple in der Nacht auf Donnerstag gegen den Franzosen Greg Gaultier, Farag gegen Tarek Momen, seinen zum Hamburger Kader zählenden Landsmann. Mit jedem weiteren Erfolg nimmt der Stress zu. Das Finale des mit 165.000 Dollar dotierten World-Series-Events startet, nach deutscher Zeit, erst am Freitagmorgen um 2 Uhr (Ortszeit: Donnerstag, 20 Uhr), 36 Stunden vor Beginn des Topspiels. Da bliebe für Rösner und/oder Farag kaum noch Zeit für die Siegerehrung und das Kofferpacken.

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