Norman Farthing ist »Verdiente Persönlichkeit des Paderborner Sports« »Humorvoller Tausendsassa«

Paderborn (WB/en.) 484 Namen lang waren die Listen der Sportlerinnen und Sportler, die es am Freitag von der Stadt Paderborn zu ehren galt – und das erstmals an zwei Orten. Zunächst wurden im Theater 286 Kinder und Jugendliche ausgezeichnet, dann am Abend im Rathaus 198 Erwachsene. Eine besondere Ehre wurde Norman Farthing zuteil: Der 71-Jährige ist nun eine »Verdiente Persönlichkeit des Paderborner Sports«.

Norman Farthing (Dritter von rechts), langjähriger Geschäftsführer des Paderborner Squash Clubs, wurde als »Verdiente Persönlichkeit des Paderborner Sports« ausgezeichnet. Neben seiner Lebensgefährtin Angelika Kußmann freuen sich darüber auch (von links): Laudator Willi Lenz, Bürgermeister Michael Dreier, der Stadtsportverbandsvorsitzende Mathias Hornberger und Markus Mertens, der Vorsitzende des Ausschusses für Sport und Freizeit und Betriebsausschuss Bäder.
Norman Farthing (Dritter von rechts), langjähriger Geschäftsführer des Paderborner Squash Clubs, wurde als »Verdiente Persönlichkeit des Paderborner Sports« ausgezeichnet. Neben seiner Lebensgefährtin Angelika Kußmann freuen sich darüber auch (von links): Laudator Willi Lenz, Bürgermeister Michael Dreier, der Stadtsportverbandsvorsitzende Mathias Hornberger und Markus Mertens, der Vorsitzende des Ausschusses für Sport und Freizeit und Betriebsausschuss Bäder. Foto: Jörn Hannemann

Die Laudatio auf den Geschäftsführer des Paderborner Squash Clubs hielt Willi Lenz, ehemaliger Geschäftsführer des Ahorn-Sportparks. »Diesmal hat die Jury eine Person vorgeschlagen, die nicht nur auf der regionalen und nationalen Bühne, sondern auch auf der internationalen für ihre Sportart Herausragendes geleistet hat«, sagte Lenz, der Farthing – im Mai 1992 – natürlich erstmals im Ahorn-Sportpark getroffen hat: »Als mir der PSC-Vorsitzende An­dreas Preising den neuen hauptamtlichen Mitarbeiter, einen sehr jungen, dynamischen Mann aus Nordengland, vorstellte, war mein Bauchgefühl: Der könnte sehr gut zum PSC und auch zur großen Ahorn-Sportpark-Familie passen.«

Im Mai 1992 war Farthing der junge, dynamische Mann aus Nordengland

Ein erster Eindruck, der sich zu 100 Prozent bewahrheiten sollte. Beeindruckend sei die Bilanz, die dieser Norman Farthing 26 Jahre später vorzuweisen habe. »Sehr erfolgreich agierte Norman als Turnierdirektor der Mannschafts-WM im September 2011, Cheforganisator der European Club Championships 2005 und 2017 sowie der Paderborn Open, einem Weltranglistenturnier für Damen von 2014 bis 2016«, sagte Lenz. Darüber hinaus war der leidenschaftliche Golfspieler als Teammanager an 13 deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Herren und an fünf Siegen der Damen beteiligt. In der Ära des »humorvollen Tausendsassas«, »unkonventionellen Netzwerkers« und »kongenialen Partners« von Andreas Preising errang der PSC zudem acht Europameistertitel und schaffte es so zum Rekord-Champions-League-Sieger. Abschließend stellte Willi Lenz fest: »Mir bleibt festzuhalten, dass es mit dieser Ehrung eine wahre Sportskanone und einen langjährigen Verfechter des Leistungssports getroffen hat.«

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»Sie alle waren hervorragende Botschafter unserer Stadt.

Bürgermeister Michael Dreier

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Was für Norman Farthing gilt, gilt auch für die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler, die im Theater und im Rathaus geehrt wurden. »Durch ihr vorbildliches Auftreten haben Sie nicht nur das Bild der Sportstadt Paderborn geprägt, sondern waren darüber hinaus auch ein hervorragender Botschafter unserer Stadt«, sagte Bürgermeister Michael Dreier. Exemplarisch hob auch er den PSC sowie die Schützen des SSV Elsen und den DFB-Pokal-Viertelfinalisten SC Paderborn 07 hervor. Zudem verwies Dreier auf den gemeinsamen Einsatz von Verwaltung, Politik, Vereinen und Verbänden, um die sportlichen Rahmenbedingungen durch nachhaltige Strukturmaßnahmen zu verbessern. Da stechen mit Blick auf das Vorjahr unter anderem die Modernisierung und Neueröffnung des unter Trägerschaft des Forums Paderborner Spitzensport laufenden Sportinternats oder die 1,5 Millionen Euro, die in die alte Sporthalle der Bonhoeffer-Grundschule investiert wurden, heraus.

Besondere Aufmerksamkeit für die Helfer im Hinter- und Vordergrund

Ein Wunsch aber ist nach wie vor unerfüllt und den formulierte der Stadtsportverbandsvorsitzende Mathias Hornberger wie folgt: »Es wäre toll, wenn die Politik sich in diesem Jahr doch noch für eine neue multifunktionelle Veranstaltungshalle, zum Beispiel im Kasernengelände an der Driburgerstraße, entscheiden würde, anstatt das Sportzentrum Maspernplatz für eine zweistellige Millionensumme zu sanieren.« Vor allem aber war es Hornberger ein Anliegen, die vielen Helfer hervorzuheben, die den Aktiven im Hinter- und Vordergrund den Weg zum Erfolg ebneten. »Diese Zeitschenker, Brückenbauer, Wunderheiler, Rückhaltgeber, Wegbereiter und Traumerfüller will ich in den Mittelpunkt stellen«, sagte er und mahnte: »Wir müssen aber auch feststellen, dass die Bindung und Gewinnung von ehrenamtlichen Funktionsträgern vor dem Hintergrund stark veränderter Bedingungen oft ein existenzielles Problem für die Vereine darstellen. Die Problematik müssen wir zukünftig gemeinsam angehen.«

Ausverkaufte Premiere bei der Ehrung der Talente im Theater

Der Sportjugend-Vorsitzende Dr. Rasmus Jakobsmeyer freute sich, dass der Nachwuchs im Theater geehrt wurde und meinte: »Dieser Umzug ist ein notwendiger und richtiger Schritt. Nur so bleibt Raum und Zeit, um auch jedem Einzelnen auf großer Bühne gebührend gratulieren zu können.« Wie richtig die Premiere war, zeigen die folgenden Zahlen: Für die 400 Plätze, die das Theater zu bieten hat, waren 650 Kartenanfragen eingegangen. Und so war die zweistündige Veranstaltung, obwohl nicht alle zu ehrenden Talente vor Ort waren, mit den Ausgezeichneten, vielen Familienmitgliedern und den Ehrengästen komplett ausverkauft.

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