Baskets-Guard Dominik Wolf vereint duales Studium und 2. Liga 40-Stunden-Woche und Profi-Basketball

Paderborn (WB). Über Langeweile kann sich Dominik Wolf nicht beschweren. Der Guard der Uni Baskets Paderborn absolviert ein duales Studium an der Fachhochschule der Wirtschaft und arbeitete in diesem Rahmen im Verlauf der Hinrunde im Technischen Einkauf bei der Firma Finke. Das bedeutete eine 40-Stunden-Woche, die natürlich nicht spurlos an ihm vorbei ging.

Von Matthias Wippermann
Baskets-Guard Dominik Wolf (am Ball).
Baskets-Guard Dominik Wolf (am Ball). Foto: Elmar Neumann

Daher ist der 22-Jährige froh, dass mit dem Jahresbeginn wieder die theoretische Phase seines dualen Studiums an der FHDW Paderborn einsetzt – bis Ende März. So ist Wolf mit Blick auf die 14 noch ausstehenden Begegnungen (das letzte Saisonspiel steigt am 1. April) etwas entlastet. Auftakt ist an diesem Sonntag bei den Kirchheim Knights (17 Uhr, Sporthalle Stadtmitte). Die kurze Weihnachtspause nutzte Wolf vor allem zum Abschalten mit der Familie. »Mein Bruder studiert in Berlin und war über die Feiertage in der alten Heimat«, berichtet der Guard, der sich verständlicherweise froh über die freien Tage zeigte. »In den vergangenen Monaten war es schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen«, blickt er zurück und ergänzt: »Ich habe ja jede Vormittags-Einheit verpasst, das hat meinem Spiel sicherlich nicht gutgetan.« Wie sich das auf dem Feld bemerkbar gemacht hat, erklärt Wolf wie folgt: »Bei der Energieleistung hatte ich keine Probleme, aber mir fehlte die Routine beim Wurf. Da bin nie in den Rhythmus gekommen.«

Dennoch kam er im bisherigen Saisonverlauf im Schnitt auf 14:21 Minuten und stand in den letzten sieben Spielen vor der Weihnachtspause sogar in der Starting Five. »Es freut mich natürlich, dass ich neuerdings starte und mich von Beginn an in der Verteidigungsarbeit einbringen kann. Darauf liegt mein Fokus.«

Der gebürtige Paderborner begann seine Laufbahn bei den Baskets, für die er von der U 10 an spielte. Von 2013 bis 2015 war er beim Kooperationspartner Accent Baskets Salzkotten aktiv. »Das war zu dem Zeitpunkt genau der richtige Schritt«, meint Wolf. Zahlen belegen, wie gut er sich in der 1. Regionalliga entwickelte. In seiner zweiten Saison bei den Sälzern erzielte er im Schnitt 18 Punkte, beim 101:87-Sieg bei den Telekom Baskets Bonn II gelangen ihm sensationelle 50 Punkte. Da war der Wechsel zurück nach Paderborn und in die 2. Liga nur logisch. Dort peilt er in dieser Saison mit den Uni Baskets einen Play-off-Platz an. »Wir haben noch zu viele Phasen, in denen wir kleine Fehler machen, die letztlich aber spielentscheidend sind. Wenn wir die abstellen, bin ich optimistisch, dass wir die Play-offs erreichen«, sagt Wolf.

Wenn die beginnen, wäre er im Rahmen seines dualen Studiums wieder bei der Firma Finke beschäftigt. Den zusätzlichen Stress würde Wolf dann gerne in Kauf nehmen.

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