Dolphins geben den ersten Platz ab Gelassenheit nach dem Ausrutscher

Paderborn (WB/en). Wenn sich der bislang unbesiegte Tabellenführer ausgerechnet vom zuvor punktlosen Schlusslicht erstmals bezwingen lassen muss, dann kann so eine überraschende Premiere im Lager des Verlierers schon mal für Unruhe sorgen. Bei den Paderborn Dolphins aber ist das nicht der Fall. Als Primus nicht in übertrieben Euphorie verfallen, regiert auch nach der 42:50-Niederlage gegen die Assindia Cardinals und dem Abrutschen auf den zweiten Platz in der German Football League 2 Nord die Gelassenheit.

Cornerback Thomas Zagozdon (rechts) fehlte den Dolphins in Essen.
Cornerback Thomas Zagozdon (rechts) fehlte den Dolphins in Essen. Foto: Elmar Neumann

»Diese Niederlage bedeutet für uns keinen Beinbruch. Es ist weiterhin alles in Ordnung. Die Konsequenz ist nur, dass der Kampf um Platz eins tatsächlich so spannend zu werden scheint, wie ich mir das schon immer gedacht habe«, sagt der Paderborner Präsident David »Dave« Schmidtmann.

Der Ausrutscher der Dolphins sorgt in Kombination mit dem Heimsieg der Cologne Crocodiles gegen die Lübeck Cougars (17:14) dafür, dass die Liga vom Team aus einer anderen Domstadt angeführt wird. Dass es dazu kommen konnte, lag auch an den gastgebenden Essenern, die nie wie ein Ligaletzter auftraten, aber vor allem an der historisch schlechten Darbietung der Delfine. »An diesem Samstag ist alles zusammengekommen, was zusammenkommen konnte. Wir haben auf beiden Seiten des Balles unglaublich viele Fehler gemacht, hatten allein in der ersten Halbzeit vier Ballverluste. Das war unsere schlechteste Leistung in den vergangenen beiden Jahren«, sagt Schmidtmann.

Der freut sich dafür über das spielfreie Wochenende, das der ehemalige Tabellenführer nun hat, bevor sich am 17. Juli (15 Uhr) im Hermann-Löns-Stadion die Gelegenheit bietet, die Essener beim Wiedersehen über die wahren Kräfteverhältnisse aufzuklären. »Die Zeit bis dahin können wir gut gebrauchen, damit sich unsere verletzten Spieler auskurieren können. Thomas Zagozdon und Gunnar Ströming haben uns in der Defensive doch sehr gefehlt und jetzt ist auch noch Linebacker Andrew Traver angeschlagen.«

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