Interne Trainer-Lösung soll Landesligist Hövelhofer SV retten Kespohl räumt die Bank

Hövelhof (WB/it). Ab sofort gehen Fußball-Landesligist Hövelhofer SV und Trainer Marc Kespohl getrennte Wege. Nach den jüngsten erfolglosen Wochen und vor dem drohenden Abstieg in die Bezirksliga übernimmt ein Trio bis zum Saisonende das Kommando.

Nach knapp zweieinhalb Jahren muss Marc Kespohl die Trainerbank beim Hövelhofer SV räumen. Der langjährige HSV-Torwart hofft, dass seine Nachfolger den Abstieg verhindern.
Nach knapp zweieinhalb Jahren muss Marc Kespohl die Trainerbank beim Hövelhofer SV räumen. Der langjährige HSV-Torwart hofft, dass seine Nachfolger den Abstieg verhindern. Foto: Agentur Klick

Bereits in den vergangenen Wochen hatte Kespohl angekündigt, dass er, wenn nichts mehr geht, in Form seines Abgangs einen neuen Impuls setzen wird. So ist es jetzt gekommen. Die Niederlage gegen den designierten Absteiger SV Höxter hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Sportliche Leitung und Kespohl, der den Landesligisten in der Winterpause der Saison 2013/2014 übernommen hatte, waren sich einig, dass es so nicht mehr weitergehen konnte. »Uns war wichtig, dass diese schwerwiegende Entscheidung im Einklang mit Marc getroffen worden ist, denn hier besteht viel mehr als eine typische Trainer-Verein-Beziehung. Aber für das familiäre Verhältnis gibt es leider keine Punkte und so haben wir schon nach dem Kirchlengern-Spiel ein längeres Gespräch geführt. Es musste jetzt etwas passieren, auch wenn es allen Beteiligten sehr schwer gefallen ist«, sagt der Sportliche Leiter Stefan Weiß.

Auf Kespohl folgt eine interne Lösung. Marcel Thieschnieder als bisheriger Co-Trainer der Ersten, Oliver Brocke, Spielertrainer der Reserve, und Urgestein Marco Kirchhoff übernehmen die Verantwortung. »Für uns kam diese Entwicklung natürlich überraschend. Wir haben uns so verständigt, dass Oliver sich um das Training kümmert und Marco und ich um die Ansprache und Aufstellung. Wir werden alles versuchen, die Klasse zu halten«, sagt Thieschnieder.

Ebenfalls alles andere als glücklich ist natürlich auch Kespohl, der am liebsten – wie geplant – erst nach dem Saisonende gegangen wäre. »Ich habe 16 schöne Jahre im Verein verbracht. Es sind viele Freundschaften entstanden. Nur gut, dass es auch in der jüngsten Zeit immer faire Gespräche waren und kein böses Blut geflossen ist«, sagt Kespohl, der auch gleich eine Begründung für sein vorzeitiges Ausscheiden mitliefert. »Ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich alles in meiner Macht Stehende probiert habe. Alles hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht und da später niemand sagen soll, dass wir nicht alles versucht hätten, soll nun eine andere Ansprache her. Wenn wir noch länger warten würden, käme der neue Impuls wohl zu spät«, so Kespohl über zweieinhalb intensive Jahre in der Sennegemeinde, über die er nach eigener Aussage ein spannendes Buch mit 400 Seiten schreiben könnte.

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