Handball-Landesligist HSG Altenbeken/Buke will am vorletzten Spieltag den Aufstieg perfekt machen »Wir lassen uns nicht ablenken«

Altenbeken (WB). Ein Sieg noch, dann ist die HSG Altenbeken/Buke Meister und steigt in die Handball-Verbandsliga auf. Der Landesliga-Spitzenreiter ist am vorletzten Spieltag beim TuS Eintracht Oberlübbe zu Gast (Samstag, 17.45 Uhr). Mit großer Fan-Unterstützung soll die Auswärtspartie einen Heimspielcharakter bekommen, denn zuhause hat die HSG noch keinen Punkt abgegeben.

Von Markus Schlotjunker
Jonas Schäfers ist auf das große Ziel fokussiert. Mit einem Sieg beim TuS Eintracht Oberlübbe will der Kapitän der HSG Altenbeken/Buke am Samstag den ersten Matchball zum Aufstieg nutzen. Darauf richtet sich die gesamte Konzentration.
Jonas Schäfers ist auf das große Ziel fokussiert. Mit einem Sieg beim TuS Eintracht Oberlübbe will der Kapitän der HSG Altenbeken/Buke am Samstag den ersten Matchball zum Aufstieg nutzen. Darauf richtet sich die gesamte Konzentration. Foto: Markus Schlotjunker

Die Ausgangslage ist klar. Jeder rechnet damit, dass der Verfolger HCE Bad Oeynhausen (zwei Punkte schlechter als die HSG und den direkten Vergleich verloren) heute Abend beim TuS Nettelstedt II gewinnt, die HSG das einen Tag später in Oberlübbe auch macht und zum zweiten Mal nach 2007 in die Verbandsliga aufsteigt.

Verlieren die Kurstädter, ist Altenbeken/Buke heute schon durch. »Oeynhausen hat in der Rückrunde allerdings noch kein Spiel verloren und wird das auch heute nicht«, sagt HSG-Kapitän Jonas Schäfers.

Erinnerungen an den ersten Aufstieg

Der erinnert sich noch an den ersten Aufstieg: »Damals haben wir unser Heimspiel gegen Großenmarpe verloren, konnten an dem Wochenende dann aber plötzlich doch feiern, weil unser Konkurrent um den Aufstieg, der TuS Spenge II, auch verlor. Diesmal wollen wir alles in der eigenen Hand behalten.« Damals gab es eine spontane Feier beim »Pörtner«, am Samstag soll es im Erfolgsfall auf die »Buker Alm« gehen.

»Noch ist aber nichts entschieden. Das Umfeld spricht uns Spieler natürlich darauf an, wo und wann wir feiern, ob schon Aufstiegsshirts gedruckt sind und so weiter. Davon lassen wir uns aber nicht ablenken. Nach dem jetzigen Stand müssen wir Oberlübbe erst einmal schlagen. Wir zwingen uns dazu, nur an das Spiel zu denken. Wir konzentrieren uns darauf zu gewinnen. Nichts wäre schlimmer als wir verlieren, unsere Fans stehen bedröppelt in der Halle und nächstes Wochenende haben wir plötzlich Druck«, sagt Schäfers.

Selbstverständnis der Mannschaft

Sein Trainer hat keine Bedenken, dass noch etwas anbrennt. »Mit dem Selbstverständnis, mit dem die Mannschaft in dieser Saison von Sieg zu Sieg eilt, werden wir auch Oberlübbe schlagen. Der Drittletzte hat den Klassenerhalt sicher, es geht für den TuS also um nichts. Da brauche ich gar nicht lange zu überlegen: Es wird keine Überraschung geben«, sagt HSG-Coach Detlef Rauchschwalbe.

Für ihn wäre es als Herren-Trainer der vierte Aufstieg in die Verbandsliga. Zuvor schaffte er das mit Handball Lemgo II, TV Lemgo und Horn-Bad Meinberg. »So souverän wie es jetzt wohl werden wird, war es aber noch nie«, sagt Rauchschwalbe. Er kann bis auf Jannik Kölling (krank) und Tobias Wolff (Rekonvaleszent) alle Spieler einsetzen.

Wer die HSG vor Ort unterstützen will, kann sich noch melden. Infos dazu gibt es auf der Homepage (www.hsg-ab.de). Inzwischen wurde schon ein größerer Bus gemietet. »Zur Not haben wir auch noch einen 25-Sitzer«, berichtet Franz-Josef Grebe. Der sportliche Leiter konnte nach Malte Werning nun den zweiten Neuzugang vermelden. Von der HSG Gütersloh kommt Linksaußen Florian Schröder. Davie Tölle (TV Großenmarpe) hat dagegen abgesagt.

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