Tischtennis: Hochklassiges Bundesligaderby zwischen Hövelhof und Bad Driburg endet 5:5 Kaiser rettet einen Punkt

Hövelhof (WB). Nach knapp vier Stunden Spielzeit trennten sich im ersten rein ostwestfälischen Bundesligaderby der TTV Hövelhof und der TuS Bad Driburg 5:5. 200 Zuschauer sahen erstklassigen Tischtennissport mit einem gerechten Spielausgang.

Von Ingo Tschiersch

Noch kurz vor der Partie sprach Hövelhofs Macher Klaus-Dieter Borgmeier von einer möglichen Überraschung in seiner Aufstellung und spielte dabei auf einen Einsatz von Jing Tian-Zörner an. Letztlich beließ er es aber bei seiner Stammbesetzung und sollte dafür mit einem Punkt von Yvonne Kaiser belohnt werden.

Schon in den Doppeln zeichnete sich ab, dass sich beide Teams in der Zweifachhalle der Mühlenschule nicht viel schenken sollten. Im Spiel der beiden Spitzendoppel erwischten Svetlana Ganina und Aimei Wang den besseren Start und gewannen den ersten Satz. Die nach langer Verletzungspause wieder genesene Nina Mittelham, von Borgmeier als größtes Nachwuchstalent Europas begrüßt, und ihre Mitstreiterin Qi Shi sicherten sich die Durchgänge zwei und drei jeweils zu neun und machten im vierten Satz kurzen Prozess mit ihren Gegnerinnen. Im zweiten Doppel sah es lange Zeit nach einer klaren Sache für den TuS aus. Sarah de Nutte und Katharina Michajlova hatten Linda de Leur-Creemers und Yvonne Kaiser zwei Sätze lang im Griff und im Durchgang Nummer drei bereits drei Matchbälle, ehe die Gastgeberinnen die Partie drehten und mit dem 11:6 im fünften Satz den Ausgleich besorgten. Spannend und hochklassig ging es im oberen Paarkreuz weiter. Und wieder waren es die Gastgeberinnen, die Matchbälle abwehrten und das bessere Ende auf ihrer Seite hatten. Shi führte bereits 2:1 nach Sätzen und 10:9 im vierten Durchgang, ehe Ganina die Partie drehte. In einem Zeitspiel siegte sie denkbar knapp mit 12:10 im Entscheidungsdurchgang. Wie Ganina zeigte auch Wang gegen Mittelham eine Galavorstellung. Nach mehreren glücklichen Bällen zugunsten der Hövelhoferin hieß es hier am Ende auch 3:2.

»Anstatt 3:1 zu führen lagen wir 1:3 zurück«, so ein zu diesem Zeitpunkt unglücklicher Bad Driburger Macher Franz-Josef Lingens. Dagegen durfte sein Pendant Klaus-Dieter Borgmeier sogar noch das 4:1 durch van de Leur-Creemers bejubeln. Doch danach änderte sich seine Laune schlagartig.

»Wenn man 4:1 führt, muss man die Partie auch gewinnen. Zu diesem Zeitpunkt wäre sogar ein 6:1 für uns möglich gewesen«, sagte ein letztlich unzufriedener Borgmeier, der im Folgenden mitansehen musste, dass es ganz anders kam, als erhofft. Kaiser führte bereits 2:0 und verlor die Partie noch. Ganina und Wang verloren nach großem Kampf, ehe van de Leur-Creemers nach schwacher Leistung, die laut Borgmeier nicht ohne Folgen bleibt, mit 0:3 einging, Und so ruhten beim Stand von 4:5 alle Hoffnungen auf Kaiser, die ihre Fans nicht enttäuschte. Nach drei starken Sätzen gegen Michajlova holte sie für ihre Farben den fünften Punkt. 

Svetlana Ganina/Aimei Wang - Nina Mittelham/Qi Shi 1:3 (11:9, 9:11, 9:11, 3:11); Linda van de Leur-Creemers/Yvonne Kaiser - Sarah de Nutte/Katharina Michajlova 3:2 (5:11, 7:11, 15:13, 11:3, 11:7); Svetlana Ganina - Qi Shi 3:2 (9:11, 11:2, 5:11, 12:10, 12:10); Aimei Wang - Nina Mittelham 3:2, (7:11, 11:5, 11:9, 10:12, 11:6); Linda van den Leur-Creemers - Katharina Michajlova 3:1 (11:8, 11:9, 7:11, 11:6); Yvonne Kaiser - Sarah de Nutte 2:3 (11:6, 11:7, 9:11, 7:11, 7:11); Svetlana Ganina - Nina Mittelham 1:3 (11:6, 11:13, 10:12, 2:11); Wang Aimei - Qi Shi 2:3 (5:11, 2:11, 11:5, 11:9, 8:11); Linda de Leur-Creemers - Sarah de Nutte 0:3 (2:11, 3:11, 7:11); Yvonne Kaiser - Katharina Michajlova 3:0 (11:4, 11:5, 11:9)

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