Finke Baskets harmonieren gegen Heidelberg perfekt  Gemeinsam sind sie stark 

Paderborn (WV). Seit Wochen betont Headcoach Uli Naechster, wie wichtig eine geschlossene Mannschaftsleistung für Erfolge im Zweitliga-Abstiegskampf seien. Nur wenn alle Spieler der Finke Baskets gemeinsam ihr Potenzial abrufen, scheinen Siege möglich, auch gegen vermeintlich stärkere Gegner.

Von Matthias Wippermann
Nicht nur bei der Welle harmonieren Frederik Henningsen, Luis Figge, Morgan Grim, Paul Albrecht, Reggie Willhite und Eike Kerfs (von links). Die Baskets zeigen gegen Heidelberg eine geschlossen starke Mannschaftsleistung.
Nicht nur bei der Welle harmonieren Frederik Henningsen, Luis Figge, Morgan Grim, Paul Albrecht, Reggie Willhite und Eike Kerfs (von links). Die Baskets zeigen gegen Heidelberg eine geschlossen starke Mannschaftsleistung.

 So geschehen am vergangenen Samstag beim 72:61-Heimerfolg gegen den Tabellenfünften Heidelberg. Die Aussagen nach dem Spiel zeigen, dass zumindest in dieser Partie die Botschaft des Trainers bei den Spielern angekommen ist. Sie sprachen eine Sprache. »Wenn wir als Team spielen, sind wir erfolgreich,« sagte Frederik Henningsen. »Wenn wir als Team spielen, sieht man das Potenzial, das in uns steckt«, meinte Paul Albrecht. Naechster selbst gab zu Protokoll: »Wir haben einfach wieder als Mannschaft gespielt. Das war Teamwork pur. Alle haben in der Verteidigung einen tollen Job gemacht.«

 Ziel war es, den Gästen keine einfachen Punkte zu ermöglichen. Das gelang eindrucksvoll. »Wir wollten, dass sie schwierige Distanzwürfe nehmen müssen, am besten mit einer Hand im Gesicht«, meinte Naechster. Die Folge: Heidelberg traf nur vier von 24 Dreiern, eine magere Quote von 17 Prozent.

 Zudem sicherten sich die Finke Baskets allein 29 Defensiv-Rebounds. Insgesamt entschieden sie das Rebound-Duell mit 43:30 für sich. Auch eine andere Zahl des Statistikbogens belegt, wie gut die Paderborner gegen Heidelberg harmonierten. Ihnen gelangen beeindruckende 20 Assists, sonst sind es im Schnitt nur 13,9. »Wir haben den Ball gut in unseren Reihen laufen lassen und es geschafft, den freien Mann zu sehen«, sagte Naechster.

 Es schien so, als hätten sich die Baskets nach fünf Niederlagen in Folge auf die Partie gegen Heidelberg noch intensiver fokussiert. »Wir hatten im Vorfeld zwei Teammeetings, unter anderem auch mit Sportdirektor Dirk Happe. Er hat uns aufgezeigt, dass es so nicht weitergehen kann. Wir haben sehr viel miteinander gesprochen. Das hat geholfen«, berichtete Albrecht.

 Schützenhilfe in Sachen Ausbau des Vorsprungs auf die Abstiegsplätze blieb allerdings aus. Die Baskets liegen weiterhin drei Siege vor den am Wochenende ebenfalls erfolgreichen Teams aus Ehingen und Cuxhaven. Durch Leverkusens Niederlage gegen Cuxhaven konnte sich Paderborn aber immerhin vor den Giants platzieren und haben jetzt wieder zwei Zähler mehr. »Ich mag kaum beschreiben, wie wichtig dieser Sieg war. Ich hoffe, dass wir die Form die nächsten Wochen konservieren können«, meinte Albrecht.

 Vor dem wichtigen Duell am 1. März im Sportzentrum Maspernplatz gegen Ehingen stehen im Februar zwei Auswärtspartien in Kirchheim und Baunach sowie zwei Heimspiele gegen Nürnberg und Gotha auf dem Programm. An diesem Samstag geht es zunächst ins baden-württembergische Kirchheim unter Teck. Das Hinspiel verloren die Baskets gegen die Knights mit 72:90. Die Gastgeber haben vier Punkte mehr als Paderborn und als Zehnter Tuchfühlung zu den Play-off-Plätzen. Naechster wird auch vor diesem Auswärtsspiel den Teamgeist heraufbeschwören. Wenn er und seine Spieler anschließend wieder eine Sprache sprechen, ist die Botschaft erneut angekommen.

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