Baskets empfangen Hamburg  Bropleh soll vorangehen 

Paderborn (WV). Nach der erfolglosen Deutschlandtour mit vier Niederlagen aus vier Auswärtsspielen in Folge, freuen sich die Finke Baskets, endlich wieder im Sportzentrum Maspernplatz antreten zu dürfen. Dort empfangen sie am Samstag (19.30 Uhr) die Hamburg Towers.

Von Matthias Wippermann
Baskets-Topscorer Thomas Bropleh soll sein Team führen und mitreißen. Paderborn empfängt nach vier Auswärtsspielen und vier Niederlagen in Folge am Samstag Hamburg.
Baskets-Topscorer Thomas Bropleh soll sein Team führen und mitreißen. Paderborn empfängt nach vier Auswärtsspielen und vier Niederlagen in Folge am Samstag Hamburg.

Der Trend der Baskets zeigt bedrohlich nach unten. Von den vergangenen neun Begegnungen wurde nur eine gewonnen, das Heimspiel am 14. Dezember gegen die ETB Wohnbau Baskets Essen. Der jüngste Auftritt vor heimischem Anhang ist also in guter Erinnerung, das Hinspiel in Hamburg auch. Da siegten die Paderborner nach dramatischer Schlussphase mit 74:72.

Momentan läuft es allerdings überhaupt nicht für die Baskets. »Wir haben zuletzt oft planlos gespielt, alle sind mit den gezeigten Leistungen nicht zufrieden«, berichtet Headcoach Uli Naechster. Er und Sportdirektor Dirk Happe haben daher im Training viel mit den Spielern gesprochen. »Es geht darum, jetzt wieder Selbstvertrauen in die Mannschaft zu bekommen. Dafür benötigen wir Erfolgserlebnisse«, meint der Trainer. Die blieben zuletzt vor allem bei Ty Nurse und Frederik Henningsen aus. »Auch diese beiden können nur zu ihrer Form finden, wenn das gesamte Team funktioniert«, sagt Naechster.

Ein anderes Duo konnte zumindest bei der jüngsten 62:75-Niederlage in Leverkusen überzeugen. »Thomas Bropleh und Morgan Grim waren gut, doch der Support der anderen war dürftig«, blickt Naechster zurück. Auch gegen Hamburg sollen die beiden US-Boys vorangehen. »Sie sind die Säulen der Mannschaft und müssen das Team führen«, fordert der Coach. Topscorer Bropleh erzielte nach zuvor nur zehn, neun und zehn Zählern in Leverkusen 24 Punkte und erinnerte an seine spektakulären Auftritte zu Saisonbeginn. »Thomas hat offensiv offenbar seinen Rhythmus wiedergefunden. Ich hoffe, dass sich der Trend fortsetzt. Er ist derjenige, der die anderen mit seinen Treffern mitreißen kann«, weiß Naechster. Bropleh kennt die Situation einer Niederlagenserie, am College hat er diese Erfahrung bereits gemacht – und er kennt auch den Schlüssel, um aus dieser Krise herauszukommen. »Wir haben viele individuell starke Spieler, doch wir müssen als Team gut zusammen spielen«, sagt der 23-jährige Guard.

Worte, die stark an die Aussagen des Headcoaches erinnern. Über das Wie sind sich die Beteiligten also einig, jetzt müssen sie es auf das Feld übertragen und damit auch die Zuschauer mitreißen. »Der Vorverkauf verläuft gut, was wohl an der langen Heimspielpause liegt. Hamburg wird 60, 70 Fans mitbringen. Ich denke, dass an die 1200 Zuschauer in der Halle sein werden«, meint Baskets-Geschäftsführer Patrick Seidel.

Hamburg reist auch mit einem neuen Spieler an. Vom Erstligisten Crailsheim Merlins wechselte Max Rockmann zum Tabellensiebten der 2. Liga. Der deutsche Shooting Guard spielte bei der 92:95-Niederlage nach zweifacher Verlängerung gegen Heidelberg bereits 12:25 Minuten. »Die Frage wird sein, wie sehr er schon in das Team integriert ist«, meint Naechster. Aus Sicht der Gastgeber dürfte noch spannender die Antwort auf die Frage sein, ob sie neues Selbstvertrauen tanken und ihre Negativserie beenden können.

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