Hinrunden-Fazit von Headcoach Uli Naechster fällt trotz Niederlage in Ehingen positiv aus  Baskets schaffen sich gute Basis 

Paderborn (WV). Einen Dämpfer haben die Finke Baskets zum Hinrunden-Abschluss mit der Niederlage beim Vorletzten Ehingen hinnehmen müssen. Dennoch bleibt aus der ersten Saisonhälfte mit sechs Siegen ein positiver Eindruck des Zweitligisten.

Von Matthias Wippermann
Paderborns Center Morgan Grim setzt sich vehement durch. Der Kapitän der Finke Baskets ist einer der wenigen Spieler im Kader, die über Zweitliga-Erfahrung verfügen.
Paderborns Center Morgan Grim setzt sich vehement durch. Der Kapitän der Finke Baskets ist einer der wenigen Spieler im Kader, die über Zweitliga-Erfahrung verfügen.

 Denn der startete mit der Zielsetzung, so früh wie möglich den Klassenerhalt zu sichern und dann schauen, was in Richtung Play-offs möglich ist. Während der kurzen Weihnachtspause sind die Paderborner mit drei Siegen Vorsprung auf die Abstiegszone auf einem guten Weg, das erste Ziel zu realisieren. Auf Play-off-Platz acht beträgt der Rückstand zwei Siege. »Es wäre natürlich schön gewesen, in Ehingen noch einen Erfolg mitzunehmen. Dann hätten wir mehr Luft nach unten und weniger Distanz auf Rang acht gehabt«, meint Baskets-Headcoach Uli Naechster.

 Der meint mit Blick auf die ProA-Tabelle, dass sich ein breites Mittelfeld herauskristallisiert. »Ich denke, dass es Cuxhaven und Ehingen schwer haben werden, da unten rauszukommen. Das klingt jetzt komisch, da wir das letzte Hinrunden spiel in Ehingen verloren haben, aber an einem normalen Tag, an dem wir unser Potenzial abrufen, schlagen wir diese Mannschaft«, sagt Naechster.

 Er betont, dass es nun gut tun würde, eine Woche abzuschalten. Am 29. Dezember bittet der Headcoach sein Team nach einer kurzen Weihnachtspause wieder zum Training. Von da an steht bis zum Rückrundenauftakt am 3. Januar in Vechta jeden Tag eine Einheit auf dem Programm. Beim Blick auf die ersten Gegner im neuen Jahr gibt sich Naechster kämpferisch. »Wir spielen in Vechta, Jena und Leverkusen. Da dürfte ich keine Probleme haben, die Jungs zu motivieren. Wir haben gegen alle drei Mannschaften etwas gutzumachen. Gegen Vechta haben wir in letzter Sekunde mit einem Punkt Unterschied verloren, bei den Niederlagen gegen Jena und Leverkusen haben wir ganz schwach gespielt«, meint Naechster, der von diesen drei Spielen eines, vielleicht zwei gewinnen möchte. Der Anfang soll gleich in Vechta gemacht werden. »Ich glaube, dass die Partie in Vechta ein Spiel ist, das uns liegt. Die Halle wird voll sein, in einer solchen Atmosphäre haben wir immer gut gespielt, wie beispielsweise in Hamburg.«

 Auch in der Rückrunde will Naechster mit seinem jungen Team das ein oder andere Mal überraschen, um weiter für die nötige Distanz nach unten zu sorgen. »Wir wollen uns nicht darauf verlassen, dass Cuxhaven und Ehingen nichts mehr holen. Neun Siege müssten am Ende reichen, um sicher in der Liga zu blieben.« Die Leistungsschwankungen begründet der Headcoach mit der Unerfahrenheit in seinem Team. »Außer unserem Kapitän Morgan Grim und Frederik Henningsen kennt keiner die ProA«, sagt Naechster, ist aber mit der Zusammenstellung des Kaders zufrieden. Denn diesmal gibt es bei den Baskets keinen Bedarf, zum Jahreswechsel nachzuverpflichten. »Wir sind durchaus stolz darauf, eine Mannschaft zusammengestellt zu haben, die mithalten kann. Das tut der Stabilität für die Rückrunde gut.«

 Ein »neues Gesicht« wird es dennoch geben. »Man darf ja nicht vergessen, dass wir die komplette Hinrunde ohne Lars Kamp auskommen mussten. Den Ausfall haben wir mit unseren anderen Talenten Luis Figge, Moritz Hübner und Eike Kerfs gut kompensieren können. Wenn Lars aber wieder zurückkommt, ist er ein Spieler, der uns enorm helfen wird. Wir müssen gucken, ob er schon in Vechta im Kader steht, um schon ein wenig Ligaluft zu schnuppern, wollen aber eine weitere Folgeverletzung vermeiden. Spätestens im Laufe des Januars sollte er dann wieder in die Rotation rücken.«

 Drei Siege Vorsprung auf die Abstiegszone, ein zusammengewachsener Kader, der durch das Comeback eines Talents aus den eigenen Reihen zusätzlich verstärkt wird. Die Finke Baskets haben die Basis für eine entspannte Rückserie geschaffen. Die größte Baustelle dürfte die Suche eines Hauptsponsors sein.

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