Baskets reisen zum Spitzenreiter Würzburg  Spieler nehmen Kritik gerne an 

Paderborn (WV). In Würzburg treffen die Finke Baskets an diesem Samstag (19 Uhr) auf den ehemaligen Paderborner Coach Doug Spradley. Der hat schon reichlich Basketball-Erfahrung. Das Baskets-Trainerduo Uli Naechster (Headcoach) und Nikola Milosevic (Assistent) ist dagegen relativ neu im Profi-Geschäft.

Von Matthias Wippermann
Das Trainerduo der Finke Baskets: Headcoach Uli Naechster (links) und Assistent Nikola Milosevic.
Das Trainerduo der Finke Baskets: Headcoach Uli Naechster (links) und Assistent Nikola Milosevic.

Beide kommen aus den eigenen Reihen. Naechster war in den beiden Vorjahren Co-Trainer von Thomas Glasauer und Martin Krüger. Nachdem er im Sommer Headcoach wurde, übernahm Milosevic seinen Posten als Assistent. Der Serbe (geboren in Belgrad) kam 2006 nach Deutschland und war seit 2008 im Jugendbereich der Baskets tätig – nun folgte der Sprung in die ProA. »Das kann man nicht miteinander vergleichen. Mit Profis muss man ganz anders sprechen. Aber ich bin froh, dass ich das gemeinsam mit Uli machen kann«, sagt Milosevic. Es war der ausdrückliche Wunsch von Naechster, dass ihn Milosevic in seiner ersten Saison als Headcoach assistiert. »Wir kennen uns schon seit Jahren aus dem Jugendbereich und ergänzen uns prima. Nikola hat eine gute Ansprache. Die Spieler nehmen seine Kritik gerne an«, berichtet Naechster.

Milosevic kommt aus der sogenannten jugoslawischen Basketballschule. »In meiner Heimat lieben sie Basketball. Die Spieler sind mit Enthusiasmus dabei, gehen viel in die 1:1-Situationen und spielen sehr schlau«, beschreibt der 35-Jährige den Stil.

Mit welchem Stil auch immer Paderborn (ohne den noch verletzten Luis Figge) am Samstag versucht, den Würzburgern Paroli zu bieten, die Rollen sind klar verteilt. »Wenn sie am Limit spielen, werden wir keine Chance haben«, meint Naechster. Sollte der Tabellenführer keine überzeugende Leistung abliefern, werden die Gäste parat sein. »Wir wollen die eine oder andere Überraschung im Spiel parat haben, müssen es über das Team bringen und Kämpferherz zeigen. Vielleicht schaffen wir es in die letzten zwei, drei Minuten. Wenn wir die Chance bekommen, werden wir alles dafür tun, sie zu nutzen«, verspricht Naechster. Eventuell sind die Würzburger nach der zweiten Saisonpleite (74:77 in Gotha) ja auch aus dem Rhythmus. »Mir wäre es lieber gewesen, wenn sie gewonnen hätten. Man weiß ja, wie sich Spitzenteams oft nach einer Niederlage zurückmelden«, sagt Naechster. Er setzt mehr Hoffnung darin, dass sich die vielen Ab- und Zugänge im Kader negativ auswirken könnten. »Aufgrund der hohen Fluktuation ist Würzburg nicht so eingespielt wie andere Mannschaften. Aber das kompensieren sie durch individuelle Klasse.«

Am Samstag können Naechster und Milosevic zeigen, wie viel sie schon in ihrem ersten gemeinsamen Profijahr gelernt haben. Vielleicht gelingt ihnen ein großer Auswärts-Coup – es wäre nicht der erste der Saison.

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