Paderborns Gegner Würzburg ist das Top-Team der ProA  Mit Spradley zurück in die BBL 

Paderborn (WV). Die s.Oliver Baskets aus Würzburg haben weder Kosten noch Mühen gescheut, um den Erstliga-Abstieg zu korrigieren und sofort wieder in die BBL aufzusteigen. Mit dem höchsten Saisonetat der ProA wurde eine starke Mannschaft zusammengestellt und ein neuer Trainer verpflichtet.

Von Matthias Wippermann
Doug Spradley trifft an diesem Samstag mit den s.Oliver Baskets auf sein ehemaliges Team aus Paderborn. Der Coach ist mit den Gastgebern aus Würzburg Zweitliga-Tabellenführer und gegen die Finke Baskets klarer Favorit.
Doug Spradley trifft an diesem Samstag mit den s.Oliver Baskets auf sein ehemaliges Team aus Paderborn. Der Coach ist mit den Gastgebern aus Würzburg Zweitliga-Tabellenführer und gegen die Finke Baskets klarer Favorit.

Der ist in Paderborn kein unbekannter, Doug Spradley war von 1992 bis 1996 und 2000 bis 2001 Spieler sowie von 2001 bis 2009 Baskets-Trainer. An diesem Samstag gibt es in Würzburg ein Wiedersehen, wenn die s.Oliver Baskets am 13. Zweitliga-Spieltag die Finke Baskets empfangen (19 Uhr). »Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich mit einer anderen Mannschaft gegen die Baskets spiele. Aber es ist immer noch etwas Besonderes. Ich hatte eine schöne Zeit in Paderborn, mit zwei Erstliga-Aufstiegen und den BBL-Play-offs gegen Berlin«, blickt der 48-Jährige zurück. Er freut sich darauf, frühere Weggefährten wie Betreuer Olaf Storm, die Physiotherapeuten Kai Pufal und Guido Krüger, Sportdirektor Dirk Happe oder Präsident Christoph Schlösser wiederzusehen. Trotzdem fügt Spradley an: »Letztendlich sind wir am Samstag aber Gegner, und wir möchten das Spiel gewinnen.«

Die Ausgangslage ist klar: Würzburg ist als Spitzenreiter und mit einem Etat von 2,3 Millionen Euro, gegen den Tabellenzwölften Paderborn (Etat von 350000 Euro) Favorit. Allerdings müssen die s.Oliver Baskets die 74:77-Niederlage in Gotha (erst die zweite der Saison) verdauen. »Wir haben die Fehler analysiert, wissen, woran es lag und wollen wieder einen Schritt nach vorne machen«, sagt Spradley, der natürlich oft auf seinen ehemaligen Verein blickt: »Der neue Coach Uli Naechster macht gute Arbeit. Das Team wird von den Ausländern dominiert, er baut aber junge Spieler ein.« Spradleys Respekt vor dem Außenseiter ist groß: »Die Paderborner haben auswärts bessere Ergebnisse erzielt als zuhause. Sie werden mit viel Energie spielen. Wenn ihre Ausländer heiß laufen, sind sie schwer zu stoppen. Ich erwarte einen harten Kampf, wir wissen, was auf uns zukommt.«

Eingeprasselt auf Würzburg ist bislang vor allem das Verletzungspech, daher wurde der ehemalige Göttinger Jermaine Mallett nachverpflichtet. So ist der ohnehin schon tiefe Kader noch stärker besetzt. Das Saisonziel kann aber auch höher nicht sein: »Wir haben uns den Aufstieg als Ziel gesetzt«, sagt Spradley.

Darauf angesprochen, ob es vor der Saison Bemühungen seitens der Paderborner gegeben habe, ihren Erfolgscoach zurückzuholen, antwortet Spradley: »Ich bin jetzt in Würzburg, das ist ein guter Schritt für mich. Vielleicht kehre ich irgendwann mal nach Paderborn zurück.« Zumindest im Rückspiel am 7. März 2015 wird dies der Fall sein. Doch jetzt steht erstmal die Partie in Würzburg an.

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