Volleyball: Delbrück bringt sich beim 2:3 selbst aus dem Tritt DJK belohnt sich nicht

Delbrück (WB). Volleyball-Zweitligist DJK Delbrück unterliegt zuhause dem FC Schüttorf 09 mit 2:3 (20:25, 25:23, 15:25, 25:21, 11:15). Nach der Partie waren sich Spieler wie Trainer einig: »Wir haben den möglichen Sieg verschenkt.«

Von Markus Schlotjunker
Fassungslose Delbrücker: Fabian Dicken, Maximilian Protte und Fabian-Alexander Albrecht (von links).
Fassungslose Delbrücker: Fabian Dicken, Maximilian Protte und Fabian-Alexander Albrecht (von links). Foto: Markus Schlotjunker

Coach Uli Kussin kritisierte: »Im ersten, dritten und fünften Satz sind wir es, die durch eigene Fehler verlieren.« Zuspieler Johannes Grodde sagte: »Wir sind irgendwie aus dem Tritt gekommen« und sprach damit auch zahlreiche Diskussionen mit den Schiedsrichtern an. »Statt über Schiri-Entscheidungen zu lamentieren, hätten wir konzentriert weiterspielen müssen«, ärgerte sich Kussin.

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Wir sind irgendwie aus dem Tritt gekommen.

Uli Kussin

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Diskutiert wurde im ersten Satz aber noch nicht. Den gab die DJK – wie immer – ab. Bis zum 13:13 lagen beide Mannschaften noch gleichauf, dann setzte sich der FC auf 18:14 ab und war damit durch. Bei den Delbrückern, bei denen Fabian-Alexander Albrecht wieder als Mittelblocker aufgestellt worden war, wurde nämlich gegen Ende des Satzes ein Problem eklatant: die Aufschlagschwäche. Fabian Dicken, Maximilian Protte und Thomas Konrad Cieslar brachten den Ball nicht ins gegnerische Feld und produzierten die Punkte 22, 23 und 24 für die Gäste, die mit einem Ass das 1:0 klarmachten. »Ich habe bei 15 verschlagenen Angaben aufgehört zu zählen«, berichtete DJK-Vorsitzender Rudolf Fraune, der trotz der Niederlage weiterhin vom Klassenerhalt überzeugt ist.

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Ich habe bei 15 verschlagenen Angaben aufgehört zu zählen.

Rudolf Fraune

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Denn die DJK kann auch einen vermeintlich stärkeren Gegner beherrschen. Das zeigte sie im zweiten Satz. Libero Benjamin Hunke brillierte in der Annahme, Grodde stellte fehlerfrei zu und im Angriff verwandelten Protte und Kapitän Tobias Daniels einen Ball nach dem anderen. 8:3 lag Delbrück bei der ersten technischen Auszeit vorne und ließ sich auch dann nicht beirren, als Schüttorf nach 20:23 erstmals zum 23:23 ausglich. Daniels erzwang einen Schüttorfer Fehler und mit einem unannehmbaren Aufschlag (!) sorgte Cieslar für das 1:1. Im dritten Satz begannen nach dem 5:6 für den FC die erwähnten Diskussionen. Kussin brachte sein Team in einer Auszeit kurzfristig noch mal in die Spur, doch die Konzentration war weg. Nach dem 10:10 fiel die DJK bis auf 11:17 zurück. Der FC ging 2:1 in Führung, Delbrück kam aber wieder zurück. In einem stets engen vierten Satz schafften die Gastgeber den entscheidenden Vorstoß zum 23:20. Dicken verwandelte den ersten Satzball zum 2:2. Der anschließende Tiebreak ging mit einem erneuten Delbrücker Fehlaufschlag los. Dem 0:1 folgten ein Annahmefehler und eine erfolglose Abwehraktion, so dass der FC 3:0 führte. Erst nach dem 5:10 kam die DJK auf und verkürzte auf drei Punkte. Zu mehr reichte es nicht. »Wir sollten uns mal belohnen. Wir haben erneut gegen einen stärker eingeschätzten Gegner ganz gut gespielt. Vielleicht fehlt uns etwas Glück«, meinte Grodde.

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