1. Handball-Bundesliga: Gegen die Eulen zählt nichts als ein Sieg Kein Wenn, kein Aber

Lübbecke (WB). Man kann es betrachten wie man will, am Ergebnis wird sich nichts ändern. Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke steht heute Abend in der Pflicht. Gegen Mitaufsteiger und Tabellenschlusslicht Eulen Ludwigshafen soll nicht nur ein Sieg her – er muss her! Alles andere würde Aaron Ziercke und seine Mannen dem Abstieg deutlich näher bringen.

Von Volker Krusche
Dener Jaanimaa zeigte in den letzten Partien einige gute Ansätze. Gegen die Eulen ist eine niedrige Streuung gefordert.
Dener Jaanimaa zeigte in den letzten Partien einige gute Ansätze. Gegen die Eulen ist eine niedrige Streuung gefordert. Foto: Thomas F. Starke

Der Hüttenberger Paukenschlag bei der MT Melsungen hat Spuren hinterlassen. Zumindest bei den Fans. Viele trauern deshalb auch den liegen gelassenen Punkten der letzten Wochen und Monate nach, die den Lübbeckern nun zum Verhängnis werden könnten.

In der Mannschaft selbst hat man den Coup des Widersachers auch zur Kenntnis genommen, wie Trainer Ziercke bestätigt. »Wir müssten gegen die Eulen auch gewinnen, wenn Hüttenberg diesen Sieg nicht eingefahren hätte. Die Leistungen der anderen können wir nicht beeinflussen, nur unsere eigene. Und die muss am Donnerstag mit aller Macht in allen Bereichen stimmen.«

»Es liegt nur an uns!«

Das kann Kapitän Nils Torbrügge nur unterstreichen. »Ich würde nach dem Schlusspfiff gern einmal vor die Kamera treten und sagen können, was alles funktioniert hat. Und nicht wie bislang immer umgekehrt. Aber das liegt nur an uns selbst.«

Mit einem Grillabend, bei dem man den Geburtstag von Jens Bechtloff ein wenig feierte, lenkten sich die TuS-Handballer gestern Abend ein wenig ab, sie werden nach Torbrügges Meinung »aber alle voll fokussiert sein, wenn es gegen die Eulen um den Sieg geht.« Er selbst hat seinen Bauchmuskelfaserriss zwar noch nicht gänzlich ausgeheilt, »in einem solchen Spiel beißt man jedoch auf die Zähne, auch wenn ein kleines Restrisiko bleibt. Aber nach der Partie haben wir drei Wochen Zeit, vorhandene Blessuren auszukurieren. Jeder weiß, dass die Monate April und Mai im Abstiegskampf entscheidend sind. Da gilt es alles reinzuhauen.«

Der TuS-Kapitän fordert denn auch alle Tugenden, die solche Begegnungen entscheiden, von seinen Mitspielern. »Leidenschaft, Kampf, Aggressivität in der Abwehr, Tempo und viel Konzentration beim Abschluss.«

»Die Fans müssen kommen!«

Und noch eins wünscht sich der Lübbecker Mann am Kreis, als er von Marketing-Mitarbeiterin Nina Wehmeyer erfährt, dass der Kartenvorverkauf für dieses Schlüsselspiel bislang nicht angezogen hat. »Die Fans müssen kommen. Wir brauchen eine volle Halle. Das würde uns auf dem Weg zum Sieg ungemein helfen.«

Personell hat sich die zuletzt angespannte Lage wieder etwas gelegt. Neben Torbrügge kehrten zudem »Feile« Bechtloff und Marko Bagaric ins Spieltagaufgebot zurück. Auch Kenji Hövels ist zurück. Hinter ihm steht aber noch ein kleines Fragezeichen.

Bei den Eulen Ludwigshafen werden sich die Lübbecker auf einen Gegner einstellen müssen, der in seiner Defensive mit unterschiedlichen Taktiken agiert – mal 5:1, mal 6:0. »Entscheidend ist«, so Trainer Ziercke, »dass wir unsere Antworten drauf geben können. Wir müssen gerade gegen die offensivere Deckung gut in die Eins-gegen-Eins-Aktionen kommen.« Da Ludwigshafen aus der Abwehr oder nach Gegentoren immer wieder das schnelle Spiel suchen würde, »müssen wir das durch einen guten Rückzug verteidigen.« Seine Mannschaft würde auf ein eingespieltes Kollektiv mit Gunnar Dietrich als Anspieler und dem aus Lemgo zu Jahresbeginn gewechselten, 2.07 Meter großen Azat Valluin im Rückraum treffen.

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