Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke gastiert beim SC Magdeburg – Bangen um Bechtloff »Ein Spiel, das richtig Spaß macht«

Lübbecke (WB). Das enorm bedeutsame Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Ludwigshafen (19. April) im Hinterkopf, die schwere Aufgabe beim SC Magdeburg vor der Brust: Handball-Erstligist TuS N-Lübbecke musste in den vergangenen Tagen durchaus abwägen, welche Aufgabe Priorität genießt. Denn: Personell gestaltet sich die Lage bedenklich.

Von Philipp Bülter
Im Hinspiel bissen sich die Lübbecker um Ante Kaleb (im Wurf) am Spitzenteam des SC Magdeburg die Zähne aus. Die 20:31-Niederlage fiel entsprechend deutlich aus. Vor dem Rückrundenduell plagen den TuS große Personalprobleme.
Im Hinspiel bissen sich die Lübbecker um Ante Kaleb (im Wurf) am Spitzenteam des SC Magdeburg die Zähne aus. Die 20:31-Niederlage fiel entsprechend deutlich aus. Vor dem Rückrundenduell plagen den TuS große Personalprobleme. Foto: Oliver Schwabe

Aaron Ziercke beklagt für die Begegnung beim SCM den Ausfall von gleich fünf Akteuren: Neben dem Langzeitverletzten Tim Remer fehlen Piotr Grabaczyk, Marko Bagaric, Kenji Hövels und Nils Torbrügge. Zudem ist der Einsatz von Linksaußen Jens Bechtloff – mit 88 Treffern bester Schütze der Lübbecker in dieser Saison – stark gefährdet.

Bangen um Bechtloff

Bechtloff laboriert weiter an Achillessehnenbeschwerden, die sich als hartnäckig erwiesen haben. »Wir wollen bei Jens auf keinen Fall etwas riskieren. Uns stehen noch wichtige Spiele bevor. Ich hoffe aber, dass er uns in Magdeburg ein paar Minuten helfen kann«, sagt Ziercke. Natürlich weiß der 46-Jährige um die große Bedeutung des nächsten Heimspiels gegen Konkurrent Eulen Ludwigshafen, das am Donnerstag, 19. April, 19 Uhr, ansteht.

Im Ringen um den Klassenverbleib kann der TuS dagegen kaum davon ausgehen, etwas Zählbares aus dem Auftritt beim SCM – der Klub verpflichtet Moritz Preuss vom VfL Gummersbach – aus der Hauptstadt Sachsen-Anhalts mitzunehmen. Das Team um Trainer Bennet Wiegert ist seit nun mehr 13 Partien unbezwungen, hat im Kalenderjahr 2018 noch gar nicht verloren und rangiert als Tabellenfünfter in Schlagdistanz zur Bundesliga-Spitze. »Die haben eine gute Abwehr mit guten Torhütern und vor allem ein sehr starkes Umschaltspiel. Magdeburg spielt eine stabile Saison, bestraft einfache Fehler über gnadenloses Tempo und steht insgesamt völlig zurecht dort oben in der Tabelle«, erklärt Aaron Ziercke.

Deshalb darf »Specki« hoffen

Gleichwohl sei es »ein Spiel, das richtig Spaß macht«, betont Rechtsaußen René Gruszka. »Vielleicht gerät Magdeburg ja ein wenig ins Stottern. Uns hilft im Abstiegskampf jedes Tor weiter.« Für den TuS wird es insbesondere darauf ankommen, die mit Robert Weber (149 Tore) und Matthias Musche (102) brandgefährliche Flügelzange des Gegners zu stoppen. »Wir wollen Magdeburg vor Aufgaben stellen. Im Sechs-gegen-sechs wird es für uns aber schwierig«, sagt Ziercke. Bereits im Hinspiel unterlag der Außenseiter deutlich mit 20:31.

Nach zuletzt 52 starken Minuten gegen Erlangen überwog nach dem Schlusspfiff und dem 27:27-Remis in den Reihen des TuS die Enttäuschung über den versemmelten Heimerfolg, der gleichsam den vierten Sieg in dieser Saison dargestellt hätte. Ein Lichtblick war wie berichtet die Leistung von Jan-Eric Speckmann, der auch in Magdeburg – nicht zuletzt aufgrund der Personallage – auf mehr Einsatzzeit hoffen darf. Ziercke: »›Specki‹ hat das gut gemacht. Er setzt die Dinge fleißig um und das gefällt mir sehr gut.« Nach einem gemeinsamen Mittagessen reist der TuS-Tross in Richtung Getec-Arena. Ein Fanbus wird für den Auswärtsauftritt diesmal nicht eingesetzt.

Spiel bei den Füchsen Berlin verlegt

Derweil ist der Verlegung des Auswärtsspiels des TuS N-Lübbecke bei den Füchsen Berlin auf Donnerstag, 24. Mai, 19 Uhr, zugestimmt worden. Die für diesen Tag angesetzte Begegnung der Lübbecker gegen die SG Flensburg-Handewitt ist aktuell noch nicht neu terminiert. Wann diese Partie stattfindet, klärt sich erst nach dem Viertelfinal-Rückspiel der EHF-Champions-League am 29. April, wenn klar ist, ob die Flensburger am Final-Four-Turnier in Köln teilnehmen.

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