TuS N-Lübbecke: Muskelfaserriss beim Mittelmann – weitere Spieler angeschlagen Hövels fällt vorerst aus

Lübbecke (WB/mas). Das Aufgebot wird kleiner: Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke muss erst einmal auf Kenji Hövels verzichten. Der Mittelmann zog sich am Sonntag bei der HSG Wetzlar einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zu.

Eine seiner letzten Szenen in Wetzlar: Mittelmann Kenji Hövels hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen.
Eine seiner letzten Szenen in Wetzlar: Mittelmann Kenji Hövels hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen. Foto: Huebner/Vogler

Die aktuell beste Nachricht gibt es von einem anderen Verletzten. Die Kreuzband- und Meniskusoperation bei Tim Remer am vergangenen Freitag ist gut verlaufen. Der niederländische Linksaußen kann laut einer TuS-Mitteilung in den kommenden Tagen bereits mit der Reha beginnen.

Gesellschaft im Lübbecker Lazarett bekommt Remer nun von Kenji Hövels. Der 24-Jährige verletzte sich in Wetzlar ausgerechnet nach einem eigenen Torerfolg zum 4:6-Zwischenstand Mitte der ersten Halbzeit. Von da an konnte der Spielmacher nicht mehr mitwirken. »Dieser Ausfall ist schon sehr ärgerlich«, sagt TuS-Trainer Aaron Ziercke. Besonders mit Blick auf die kommende Aufgabe am Sonntag (12.30 Uhr) gegen den Mitaufsteiger TV Hüttenberg wiegt der Ausfall schwer. »Kenji wäre gegen Hüttenbergs Spielweise optimal gewesen, vor allem mit seinen Eins-gegen-Eins-Aktionen«, beschreibt Ziercke die aus TuS-Sicht eingeplante Konstellation. Beim TVH ist nämlich mit einer offensiveren Abwehrreihe zu rechnen.

Ziercke rechnet mit drei Wochen

Kurios: Schon das Hinspiel hatte Hövels aufgrund eines Handbruchs verpasst. Zur Ausfallzeit machte der Verein noch keine genauen Angaben. »Bei einem Muskelfaserriss rechnet man erst einmal mit etwa drei Wochen. Mal geht es aber auch etwas schneller, mal kann es aber auch länger dauern«, sagt Ziercke. Ein Beispiel für diese Aussage lieferte zuletzt Rückraumspieler Marko Bagaric, auf den der TuS knapp sieben Wochen verzichten musste.

Mit Verletzungssorgen in dieser Form ist der TuS kaum vertraut. Es ist das erste Mal in dieser Saison, dass zwei Stammkräfte gleichzeitig ausfallen. »Ich bin aber kein Freund davon, jetzt zu jammern. An der Zielsetzung für Sonntag ändert sich nichts. Wir wollen und müssen gewinnen«, blickt Ziercke voraus. Die Mannschaft sei nun gefordert, die Ausfälle zu kompensieren.

Vier Spieler angeschlagen

Allerdings gibt es weitere Spieler im Lübbecker Kader, die angeschlagen sind. Peter Tatai plagt sich mit Rückenproblemen herum, kam deswegen in Wetzlar kaum zum Einsatz. Pontus Zetterman, der in der Vorbereitung auch einmal auf der Mitte getestet wurde, hat Schulterprobleme. Beim Linkshänder soll in diesen Tagen ein Härtetest erfolgen. Lukasz Gierak (Schlag ins Gesicht) und Jens Bechtloff (Achillessehnenreizung), die beide Optionen für die Position des Spielmachers sind, müssen sich aktuell ebenfalls durchbeißen.

Sollte Bechtloff als Mittelmann gebraucht werden, könnte Zugang Jan-Eric Speckmann auf Linksaußen zum Einsatz kommen. Eine weitere Alternative wäre das Agieren mit zwei Kreisläufern. »Wir müssen ein bisschen improvisieren, aber wir werden es hinbekommen«, sagt Ziercke.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.