Fußball-Bezirksliga: Aufsteiger TuS Dielingen peilt Klassenerhalt an Gekommen, um zu bleiben

Dielingen  (WB). »Noch ist die Stimmung relativ nüchtern«, berichtet Trainer Wolfgang Hagedorn. Morgen geht es für den Kreismeister TuS Dielingen erst einmal zur verspäteten Meisterfeier nach Mallorca. Dann dürfte die Feierstimmung zurück sein. Kurz vorher hat der Bezirksligaaufsteiger beim offiziellen Trainingsauftakt jetzt noch seine Neuzugänge vorgestellt.

Von Ingo Notz
Dielingen startet: Wolfgang Hagedorn begrüßte die Neuen Daniel Kamolz, Tristan Groß, Dirk Schomäker, Maximilian Borchardt, Yannik Bisanz.
Dielingen startet: Wolfgang Hagedorn begrüßte die Neuen Daniel Kamolz, Tristan Groß, Dirk Schomäker, Maximilian Borchardt, Yannik Bisanz. Foto: Pollex

Montagabend Trainingsauftakt, Dienstag Stemwederberg-Pokal, von Donnerstag bis Dienstag ein verspäteter Saison-Ausklang mit interner Meisterfeier in Cala Ratjada auf Mallorca – danach beginnt in der kommenden Woche der Bezirksliga-Ernst für den TuS. Für Wolfgang Hagedorn stellt die Unterbrechung der Vorbereitung kein Problem dar: »Danach haben wir noch viereinhalb Wochen, die reichen. Reichen sollen sie für das große Ziel: Der TuS will nicht das sportliche »Schicksal« des letztjährigen Lübbecker Aufsteigers Holzhausen teilen und sich nach einem Jahr gleich wieder aus dem Bezirk verabschieden. »Unser Kader kann definitiv in der Bezirksliga mithalten«, ist sich Wolfgang Hagedorn sicher – fordert aber gleichzeitig: »Wir müssen uns trotzdem in allem verbessern. In der Kreisliga reichen zum Beispiel zwei starke Innenverteidiger, da musstest Du defensiv nicht soviel machen und unsere Außenverteidiger waren entsprechend überall, so konnte Christian Wüppenhorst auch so viele Tore schießen. In der Bezirksliga müssen wir taktisch disziplinierter sein! Uns dürfte aber entgegen kommen, dass es in der Liga nun fußballerischer wird.«

Aus der Osnabrücker Bezirksliga kommt Yannik Bisanz

Dazu sollen auch die bisher feststehenden Neuzugänge beitragen. Fest aus der A-Jugend rückt nun Maximilian Borchardt in den Kader. Vom TuSpo Rahden sind im Doppelpack die beiden Talente Tristan Groß und Daniel Kamolz gekommen, die sich erstmals in der Bezirksliga versuchen wollen.

Aus der Osnabrücker Bezirksliga kommt Yannik Bisanz, den es beruflich nach Lemförde gezogen hat. Der 22-Jährige dürfte den Dielinger Zentrumsblock noch einmal verstärken. Routine und ebenfalls Bezirksligaerfahrung bringt Dirk Schomäker mit: Der 34-Jährige kommt von den SF Leftingen, war zuvor schon in Hollage in der Landes- und in Lotte in der Verbandsliga aktiv. In Dielingen soll er das offensive Mittelfeld beleben.

Sieben Spieler mit Gardemaß

Mit den Neuen haben die Dielinger nun gleich sieben Spieler jenseits der 1,90-Meter-marke im Kader – das dürfte sich bei den Standards bemerkbar machen. Erfahrung ist aber auch dazu gekommen und die dürfte wichtig werden, denn mit Christian Wüppenhorst, Andre Sporleder, Patrik Ferreira da Costa und Stefan Lekon sind sonst nur noch vier Spieler aus dem bis dato letzten Dielinger Bezirksligakader übrig, dazu bleibt der Großteil des Meisterkaders zusammen. Marco Stagge wird sich im Bielefelder Raum neu orientieren, Anil Engin ist zum FC Lübbecke gewechselt, Dolay Selami Oglu zum TuS Levern, Orhan Akti hat seine Karriere mit dem Kreistitel beendet. Die Kaderplanungen sind an der Landesgrenze damit aber noch nicht abgeschlossen – auch wegen einiger Unsicherheiten beruflicher und verletzungsproblematischer Natur: Artur Seibel und Vedat Akti waren oder sind noch länger verletzt, »Einen offensiven Außenspieler oder einen Mittelstürmer suchen wir noch«, verrät Wolfgang Hagedorn, wobei er weiß: »Das ist natürlich schwer jetzt und wohl Glückssache.« Zumal die Dielinger auch nur gezielt etwas unternehmen wollen, wenn sich die Stammelf dadurch verstärken ließe: »Mitläufer brauche ich nicht, wenn, dann brauche ich Leute, die uns weiterhelfen und die Klasse für einen Stammplatz haben!« Damit der TuS Dielingen am Ende der Saison nicht nur in der Liga angekommen sein wird – sondern auch bleiben darf.

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