1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga: Rahden 40:80 gegen Thuringia Baskets trotz Niederlage stolz

Rahden (WB/are). Der Gegner war eine Nummer zu groß. Am 12. Spieltag der Rollstuhlbasketball-Bundesliga mussten die Baskets 96 Rahden gegen die RSB Thuringia Bulls eine 40:80-Niederlage hinnehmen. Aber es gab auch gute Nachrichten.

War zum ersten Mal für die Baskets im Einsatz: Der Neuzugang aus Zwickau, Ex-Nationalspieler Andy Ortmann.
War zum ersten Mal für die Baskets im Einsatz: Der Neuzugang aus Zwickau, Ex-Nationalspieler Andy Ortmann. Foto: Pollex

Der Reihe nach: Die zwei Punkte hatten die Gastgeber im Abstiegskampf natürlich in keinem Fall eingeplant. Die Bulls reisten mit einer blütenweißen Weste an, holten aus den vorherigen zwölf Partien zwölf Siege. Und sind gespickt mit vielen Spielern von hochkarätigem Format, wie zum Beispiel Mattew David Scott. Der Spielmacher der Gäste war eine Augenweide – auch für die Rahdener Fans – und erzielte direkt die 2:0-Führung. Den ersten Zähler für Rahden markierte Center Gomez mit einem Freiwurf. Beim 3:4-Anschluss durch Gibs und auch wenige Minuten später sah es noch gut aus für die heimischen Baskets, die gut in die Partie fanden. Doch dann schien der große Titelkandidat mal kurz ernstzumachen, baute die 4:3-Führung über ein 22:5 bis zum 26:9 nach den ersten zehn Minuten aus.

Rahden findet zurück in die Spur

Im zweiten Viertel fand Rahden dann aber wieder zurück in die Spur. Ordentlich vorgetragene Angriffszüge, eine gute Defense und ein etwas überheblicher Favorit sorgten dafür, dass der Rückstand nicht etwa in Grenzen gehalten werden konnte, sondern sogar schmolz. Vor allem Mark Beissert hatte in dieser Phase ein gutes Händchen, markierte insgesamt sechs seiner 13 Punkte in den zweiten zehn Minuten. Am Ende dieses Viertels stand dann tatsächlich ein 15:12 für die Baskets 96 auf dem Papier. »Das ist eine Riesensache für uns. Wir haben gegen das derzeit vielleicht beste Team Europas ein Viertel gewonnen. Diesen Fakt wird uns keiner nehmen können«, war Vereinspräsident Stephan Rehling stolz.

Im Anschluss war allerdings erst einmal Sendepause. Der Favorit schien verärgert über diese ungewohnte Schwächephase und kam mit ordentlich Wut aus der Kabine. Daher ging im dritten Viertel kaum etwas bei den Rahdenern zusammen, die diesen Abschnitt mit 4:26 verloren. Im Schlussviertel konnte dann noch etwas Ergebniskosmetik betrieben werden, es ging nur mit 16:12 an die Thuringia Bulls.

Köln gewinnt das Kellerduell

Eine gute Nachricht erreichte die Baskets 96 schon am Samstagabend aus Köln. Das Schlusslicht aus dem Rheinland hatte im Kellerduell gegen Hannover gewonnen. Gut für Rahden, denn damit zog der Konkurrent aus Niedersachsen nicht auf vier Punkte Abstand davon. An den kommenden beiden Spielen haben die heimischen Korbjäger also damit alles selbst in der Hand: Gelingen in Hannover (28. Januar) und in Köln (3. Februar) zwei Siege, dann ist der Klassenerhalt und der Traum von einem weiteren Jahr Bundesliga-Rollstuhlbasketball wieder greifbar. Trainer Josef Jaglowski ist sich sicher: »Wir sind bereit. Das sind die Spiele, die zählen.«

Die Scorer : Beissert (13 Punkte), Ortmann (6), Ruggeri (6), Cajo (5), Gomez (5), Fakic (2), Gibs (2)

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