Rollstuhlbasketball: Basket’s 96 mit Verstärkung Richtung Liga eins Aller guten Dinge sind drei

Rahden (WB). »Unser Kader für die neue Saison ist komplett. Mit Ida Rubbmark und Louise Forell aus Schweden, Yunus Kilic aus den Niederlanden und Mark Beissert vom Bundesligisten Kaiserslautern haben wir uns hoffentlich entscheidend verstärkt«, blickt Stephan Rehling, Vorsitzender der Basket’s 96 Rahden, auf die am Wochenende 8./9. Oktober startenden Saison der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga Nord, an deren Ende der Titelgewinn stehen soll.

Die Rollstuhlbasketballer der Basket’s 96 Rahden wollen im dritten Anlauf in die 1. Liga.
Die Rollstuhlbasketballer der Basket’s 96 Rahden wollen im dritten Anlauf in die 1. Liga. Foto: Pollex

Zweimal hatten die Nordkreisler den Aufstieg ins Oberhaus hauchdünn verpasst. Da aller guten Dinge drei sind, soll es diesmal klappen.

Erhöhung der Gesamt-Klassifizierungspunktzahl

Der enorm integrative Faktor des Rollstuhlbasketballs liegt in der funktionellen Klassifizierung begründet, die ermöglicht, dass Sportler mit den unterschiedlichsten Einschränkungen in ihrer Mobilität bis hin zu komplett Nichtbehinderten zusammen ihren Leistungssport betreiben können. Auf Vereinsebene ist es in der Mehrheit sogar üblich, dass entgegen zur Ebene der Nationalmannschaften Frauen auch in Männerteams aktiv sind, da es von der Grundgesamtheit her zu wenige Sportlerinnen gibt, um ein ganzes Ligasystem zu bestücken. Die funktionelle Klassifizierung bewertet dabei, über welche basketballrelevanten Muskelfunktionen ein Spieler verfügen kann. Die Skala reicht in 0,5-Punkte-Schritten von 1,0 (beispielsweise für hohe Querschnittslähmungen) bis zu 4,5 Punkten für Nicht- oder Minimalbehinderte. Die Summe der Klassifizierungspunkte der fünf Spieler auf dem Feld darf 14,5 Punkte bei Wettbewerben der Klubteams nicht überschreiten. Ist dabei eine Spielerin unter den fünf Aktiven auf dem Feld, erhöht sich diese Gesamt-Klassifizierungspunktzahl um den Wert 1,5.

Für die neue Saison flexibler aufgestellt

Das macht auch für die Rahdener den Einsatz starker Basketballerinnen sinnvoll. Aber nicht nur das. »Mit den beiden Frauen aus Schweden haben wir die Möglichkeit mit drei Centern auf dem Platz zu agieren. Damit sind aber auch andere Konstellationen denkbar«, so Rehling weiter. »Mit Yunus Kilic sind wir zudem in der Lage, eine körperlich robuste Mannschaft zu stellen.« Außerdem kommt mit Mark Beissert ein junger Center aus Wetzlar nach Rahden, der allerdings schon in Kaiserslautern Erstligaluft atmen durfte. »Somit glauben wir für die neue Saison flexibler aufgestellt zu sein und werden den erneuten Anlauf in Richtung 1. Bundesliga anstreben.«

Am 17. August soll es mit der Vorbereitung beginnen. Stephan Rehling hoff, dass dann alle Spieler gesund an Bord sind. Tarik Cajo wird sich dann nur noch auf seinen Part als Spieler konzentrieren, für ihn übernimmt Mimoun Quali hauptamtlich den Trainerposten.

Der Rahdener Spielplan

8./9. Oktober : Alba Berlin - Basket’s 96 Rahden, - 15./16. Oktober : Basket’s 96 Rahden – BG Baskets II / HSV II; - 30. Oktober : HRB Essen - Basket’s 96 Rahden; - 12./13. November : Basket’s 96 Rahden – Hannover United; - 26./27. November : Basket’s 96 Rahden – BBC Warendorf; - 3./4. Dezember : Paderborner Ahorn Panther - Basket’s 96 Rahden; - 10./11. Dezember : RSC Osnabrück - Basket’s 96 Rahden; - 28./29. Januar (Rückrundenstart): Basket’s 96 Rahden – Alba Berlin; - 4./5. Februar : BG Basktes II / HSV II - Basket’s 96 Rahden; - 18./19. Februar : Basket’s 96 Rahden – HRB Essen; - 25./26. Februar: Hannover United - Basket’s 96 Rahden; - 4./5. März : BBC Warendorf - Basket’s 96 Rahden; - 18./19. März : Basket’s 96 Rahden – Paderborner Ahorn Panther; - 25./26. März : Basket’s 96 Rahden – RSC Osnabrück

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