Fußball-Kreisliga A: Rahden verliert ein torgefährliches Trio Schwere Saison für TuSpo

Rahden (WB/tz). Drei erfolgreiche Jahre liegen hinter dem TuSpo Rahden – gipfelnd im Aufstieg in die Kreisliga A und dem Klassenerhalt in diesem Frühjahr. Nun wartet das zweite Jahr nach dem Aufstieg – und das könnte für den TuSpo ein ganz schweres werden: Viele Mitbewerber sehen in den Auestädtern einen potenziellen Abstiegskandidaten. Und das nicht ohne Grund …

Trainer Martin Neumann (stehend links) setzt bei A-Kreisligisten TuSpo Rahden neben den erfahreneren Fabian Spreen und Nurettin Sari besonders auf die eigenen Nachwuchsspieler Robert Schmidke, (unten) Felix Fehlber und Yannik Wegehöft sowie die auf dem Foto fehlenden Jaroslaw Bikmuchametov, Justin Schreiner und Patrick Wickenkamp.
Trainer Martin Neumann (stehend links) setzt bei A-Kreisligisten TuSpo Rahden neben den erfahreneren Fabian Spreen und Nurettin Sari besonders auf die eigenen Nachwuchsspieler Robert Schmidke, (unten) Felix Fehlber und Yannik Wegehöft sowie die auf dem Foto fehlenden Jaroslaw Bikmuchametov, Justin Schreiner und Patrick Wickenkamp. Foto: Pollex

Der Erfolg der vergangenen Jahre hatte viele Namen – einige davon fehlen allerdings in der Kaderliste für die neue Saison. Die Gründe für das Fehlen sind verschieden – aber das Ergebnis ist unterm Strich ganz bitter für die Rahdener. Das betrifft vor allem die Offensive: Hier muss der TuSpo gleich drei Verluste verkraften: Daniel Kamolz, Tristan Groß und Stephan Heidemann werden ihre Schuhe nicht mehr für den TuSpo schnüren. Während Heidemann seine »Buffer« nach etlichen Verletzungsproblemen an den Nagel hängt, will das junge Duo aus der eigenen Talentschmiede nun eine Liga höher auf Torejagd gehen: Kamolz und Groß haben sich dem Bezirksligaaufsteiger TuS Dielingen angeschlossen. Das Trio hatte sich in der vergangenen Saison für mehr als die Hälfte aller Rahdener Tore in der A-Liga verantwortlich gezeigt und hinterlässt Lücken, die nicht leicht zu schließen sein werden.

Hoffnungsträger Kattelmann

Richten soll es das Kollektiv – und dabei nicht zuletzt auch ein Rückkehrer: Nach seinem Hausbau will es Dennis Kattelmann wieder richtig wissen, voll angreifen – und dabei möglichst an seine Torquote aus dem Aufstiegsjahr und dem Vizemeisterjahr davor anknüpfen, als er jeweils der beste Torschütze des TuSpo gewesen ist.

Nach Knieproblemen – nicht zuletzt einem Kreuzbandriss – will auch Sebastian Hagemann wieder zu alter Stärke finden und auch mit Blick auf den kurzen Versuch in der Varler Bezirksligamannschaft in seinem Heimatverein nun beweisen, dass er in der A-Liga überdurchschnittliche Leistungen bringen kann. Überdurchschnittlich wichtig soll auch ein Neuzugang werden: Nurretin Sari, lange erfolgreich beim TuS Tengern in der Landesliga aktiv gewesen, soll zum Fixpunkt im Mittelfeld des TuSpo werden – also da, wo wohl auch Martin Neumann selbst weiter als Spielertrainer auf dem Platz agieren wird. Voraussetzung ist allerdings, dass der Routinier nach einem Jahr ohne geregeltes Training wieder richtige Wettkampfhärte erlangt.

Ziel heißt Klassenverbleib

Vom SSV Preußisch Ströhen ist Fabian Spreen zum TuSpo gekommen, bei dem er schon in der Jugend gespielt hatte. Er soll die Defensive verstärken. Aus der eigenen Jugend rücken indes noch Yannick Wegehöft, Justin Schreiner, Felix Vehlber, Robert Schmidtke, Patrick Wickenkamp und Jaroslav Bikmuchametov in den Kader der Ersten auf. Zusammen wollen sie den Trend aus der vergangenen Saison stoppen, denn der war unübersehbar negativ: Nach einer starken Hinrunde verlief die zweite Saisonhälfte weit weniger erfolgreich. Das und die namhaften Abgänge sorgen dafür, dass es Spielertrainer Martin Neumann in seinem dritten Jahr auf der Kommandobrücke klar ist, dass es angesichts einer insgesamt wohl stärkeren A-Liga für den TuSpo in diesem Jahr nur um eins gehen dürfte: »Unser Ziel ist natürlich der Klassenerhalt.«

Dass er das Ziel ohne seine torhungrigsten Youngster angehen muss, kann der langjährige Landesligaspieler seinen ehemaligen Schützlingen nicht einmal verdenken: »Ich kann es ihnen nicht verübeln: Ich habe es ja genauso gemacht«, verweist Neumann auf seine Abstecher nach Klosterbauerschaft und vor allem zum FC Preußen Espelkamp. »Die mannschaftliche Geschlossenheit« soll es dafür nun am Brullfeld richten – aber trotzdem »wird es wohl schwieriger als in der vergangenen Saison«, vermutet Martin Neumann. Und hofft, dass die erfolgreichen Jahre seiner Mannschaft mit dem erneuten Klassenerhalt fortgesetzt werden können.

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