Mühlenkreisauswahl mit neuen Trainern träumt vom Viertelfinale beim Freeway-Cup BVB-Spiel dient als Vorbild

Lübbecke (WB). Es dürfte eine einmalige Gelegenheit sein. Die Fußballer der Mühlenkreisauswahl können sich beim Freeway-Cup am 20. und 21. Januar in Lübbecke mit den großen Namen des deutschen Fußballs messen. Zu den ersten Gegnern zählen Mönchengladbach, Frankfurt und Wolfsburg. Der Traum des Teams: ein Platz im Viertelfinale.

Von Marc Schmedtlevin
Die Mühlenkreisauswahl für die 19. Auflage des Freeway-Cups bilden: (hinten von links) Trainer Bernd-Uwe Humbracht, Trainer Thorsten Bunde, Marcel Kunkel, Luc Rinne, Tom Oehlmann, Phil Weske, Matthis Lampe, Henry Steffen, Laurenz Westerfeld, Trainer Daniel Bönker; (vorne von links) Joel Vilarino, Valentino Kacunko, Felix Reddehase, Marvin Gebeke, Thorben Habbe, Kilian Rische, Deljar Omar, Idris Azimi und Trainer Heinz Zwingmann.
Die Mühlenkreisauswahl für die 19. Auflage des Freeway-Cups bilden: (hinten von links) Trainer Bernd-Uwe Humbracht, Trainer Thorsten Bunde, Marcel Kunkel, Luc Rinne, Tom Oehlmann, Phil Weske, Matthis Lampe, Henry Steffen, Laurenz Westerfeld, Trainer Daniel Bönker; (vorne von links) Joel Vilarino, Valentino Kacunko, Felix Reddehase, Marvin Gebeke, Thorben Habbe, Kilian Rische, Deljar Omar, Idris Azimi und Trainer Heinz Zwingmann. Foto: Pollex

Natürlich gehen die »Mühlis« wieder als krasser Außenseiter in das Turnier, doch für die eine oder andere Überraschung wollen sie schon gerne sorgen. »Man kann viel erreichen«, sagt Idris Azimi. Der Spieler von der SV Eidinghausen-Werste ist einer der wenigen im Aufgebot, die schon im Vorjahr mitwirken durften. Daher weiß er schon genau, wie es sich anfühlt, die nationalen Topteams zu ärgern. In der Vorrunde 2017 besiegte die heimische Auswahl Borussia Dortmund mit 3:2. »Da haben wir richtig gut gespielt und für unseren Höhepunkt gesorgt«, erinnert sich Azimi. Gegen ähnliche Resultate in der kommenden Woche hätten er und seine Teamkollegen daher nichts einzuwenden. Und gerne darf der Wettbewerb auch länger andauern. Im Vorjahr war durch ein 0:1 gegen den späteren Finalisten Hamburger SV im Achtelfinale das Aus besiegelt. »Wir wollen jetzt gerne noch ein Spiel mehr machen. Das Ziel ist also das Viertelfinale«, sagt Trainer Daniel Bönker, der den Fußballkreis Lübbecke vertritt.

Neulinge Bönker und Humbracht

Für den ehemaligen Herrencoach des SC BW Oberbauerschaft ist der Freeway-Cup Neuland. Er hat die Nachfolge von Guido Meisenberg angetreten. »Für mich ist es eine spannende Geschichte und die Arbeit mit dem Team macht enorm Spaß«, fügt Bönker hinzu. Auch auf Mindener Seite gibt es mit Bernd-Uwe Humbracht ein neues Gesicht. Indirekt beteiligt war er am Freeway-Cup allerdings schon einmal – als Vater. Unterstützung bekommt das Duo weiterhin von Heinz Zwingmann, der bereits zahlreiche Freeway-Cups mitgemacht hat und dementsprechend über viel Erfahrung verfügt. »Ich bin weiterhin voll mit dabei. Es wird einen fließenden Prozess zu Bernd-Uwe geben. Ich bin jedenfalls froh, so einen Nachfolger gefunden zu haben«, sagt Zwingmann, der sich noch an einen besonders kuriosen Turnierverlauf mit den »Mühlis« erinnern kann: »Wir sind mal mit einem 0:11 am Samstag gestartet und am Ende in das Halbfinale gekommen. Alles ist möglich.«

Begleitend war im Vorfeld auch Thorsten Bunde auf Lübbecker Seite im Einsatz. So waren bis zu vier Trainer bei den Einheiten der Mühlenkreisauswahl dabei. Für die Spieler eine Situation, an die man sich gewöhnen konnte. »Es war ungewohnt, von acht Augen beobachtet zu werden. Während der Partien spielt das aber keine Rolle«, sagt Azimi.

Aufgebot wird verkleinert

Nach einigen Spielbeobachtungen und vielen Gesprächen bestand das »Mühli«-Team zunächst aus beinahe 30 Spielern. Bis Weihnachten wurde der Kader schrittweise verkleinert. Übrig bleibt bis zum Turnierstart ein Aufgebot mit zwei Torhütern und zwölf Feldspielern. »Das sind dann drei Blöcke. Während des Turniers werden wir aber vor allem auf zwei fixe Blöcke sowie Ergänzungen setzen«, erklärt Humbracht. Den anderen Spielern mitzuteilen, dass sie nicht beim Turnier dabei sein werden, ist laut Bönker »der nicht so schöne Teil der Aufgabe«.

Das größte Aufgebot stellt die SV Eidinghausen-Werste mit sieben Spielern, vom FC Preußen Espelkamp sind vier Akteure dabei. Die Blöcke werden aber nicht entsprechend der Klubs zusammengestellt. Der Preuße Joel Vilarino wird beispielsweise an der Seite eines SVEW-Trios auflaufen. Den Platz zwischen den Pfosten könnte Thorben Habbe von der JSG Blasheim-Lübbecke einnehmen. Da die »Mühlis« phasenweise mit einem »fliegenden« Torhüter agieren wollen, dürften Habbe und Kollege Kilian Rische nicht nur mit Paraden in den Fokus rücken. Logisch, dass die Vorfreude beim Lokalmatador groß ist: »Viele bekannte Leute kommen und die Halle wird voll sein. Die Atmosphäre wird uns sicherlich beflügeln.« Das dürfte auch nötig sein – im Duell mit Deutschlands Elite.

Der Kader der »Mühlis«

Thorben Habbe (JSG Blasheim-Lübbecke, Tor), Kilian Rische (SV Eidinghausen-Werste, Tor); Valentino Kacunko, Deljar Omar, Felix Reddehase, Joel Vilarino (alle FC Preußen Espelkamp), Marcel Kunkel (JSG Alswede/Pr. Oldendorf), Idris Azimi, Matthis Lampe, Tom Oehlmann, Luc Rinne, Henry Steffen, Phil Weske, Laurenz Westerfeld (alle SV Eidinghausen-Werste), Marvin Gebeke (JSG Lohe/FC Bad Oeynhausen).

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.