Handball-Kreispokal der Frauen: Auch Wehe und Nettelstedt scheiden aus Hüllhorst trauert großer Chance nach

Lübbecke/Minden (WB/mas). Die Zwischenrunde im Handball-Kreispokal der Frauen sollte sich zu einem Tag der Überraschungen entwickeln. Die drei Topfavoriten aus der Oberliga verabschiedeten sich vorzeitig aus dem Wettbewerb – darunter auch die HSG Hüllhorst.

Unzufrieden: die Hüllhorsterinnen Nicole Albsmeier, Kim Kröger und Anna-Lena Schröder, die sich erneut verletzte.
Unzufrieden: die Hüllhorsterinnen Nicole Albsmeier, Kim Kröger und Anna-Lena Schröder, die sich erneut verletzte. Foto: Pollex

Gruppe 1

Das Hüllhorster Team hatte sich eine Menge vorgenommen. Der Pokalsieg wurde als Ziel für das Wochenende ausgegeben. Um den Titel konnte die HSG aber nicht mitspielen, zu schwach war die Vorstellung in der 2. Runde. »Wir haben in dieser Woche knallhart trainiert und die Beine waren sicherlich schwer, aber die Art und Weise ist entscheidend«, kritisierte Trainer Christian Wiechert.

Im ersten Spiel kam es zum Derby mit dem Verbandsligisten TuS SW Wehe. Schon da agierte Favorit Hüllhorst bei Weitem nicht am Limit. Elf freie Fehlwürfe und 14 technische Fehler waren bei der HSG zu notieren. Hinzu kam, dass Wehe einen guten Gegner darstellte und die Partie lange offen hielt. Nach 32 Minuten stand es 14:14. Erst im Endspurt zog Hüllhorst davon und setzte sich mit 18:15 durch.

HSG verspielt Vorsprung

Dadurch kam es zu einem Endspiel gegen Verbandsligist Lahde, der ebenfalls gegen Wehe gewonnen hatte (20:16). Hüllhorst benötigte also einen Sieg zum Weiterkommen. Und auf diesen deutete auch lange alles hin. Die HSG hatte das Spiel unter Kontrolle, legte nach 32 Minuten eine 13:9-Führung vor. »Danach geben wir es aber noch leichtfertig aus der Hand. Wir haben vorne wieder viel zu unkonzentriert gespielt«, sagte Wiechert. Lahde, nicht in Bestbesetzung angetreten, benötigte gerade einmal vier Minuten, um den Ausgleich beim 13:13 herzustellen. Danach legte Hüllhorst durch Gina Redeker noch einmal vor, der finale Ausgleich fiel 90 Sekunden vor dem Ende. »Das war schon enttäuschend«, fasste Wiechert zusammen. Er wollte sich mit seinem eigentlich das nötige Selbstvertrauen für die Liga-Rückrunde holen: »Wenn man sieht, wer weitergekommen ist, hätte man den Pokal eigentlich gut gewinnen können. So bin ich jetzt aber auf die Antwort der Mannschaft gespannt.«

Schröder und Clemens fallen aus

Bittere Randnotiz: Anna-Lena Schröder, die sich in dieser Saison wieder zurückgekämpft hat, verdrehte sich ihr schon lädiertes Knie und droht für den Rest der Saison auszufallen.

Ähnlich schlechte Nachrichten gab es auch aus dem lager des TuS SW Wehe. Christina Clemens verletzte sich schwer an der linken Hand. Aufgrund eines Speichenbruchs wird das Talent für den Rest der Serie ausfallen. »Das ist dann unserer vierte Langzeitverletzte«, kommentierte Trainer Armin Hensel. Dessen Team, das von Harald Bruhn betreut wurde, hinterließ einen ordentlichen Eindruck. Auch das zweite Spiel gegen Lahde war zur Pause (11:11) vollkommen offen.

Gruppe 3

Große Chancen auf die Endrunde hatte sich das Team des TuS Nettelstedt nicht ausgerechnet. Als klarer Favorit ging der Oberligist HSV Minden-Nord an den Start, doch Bezirksligist TuS Möllbergen sollte das Rennen machen. »In dem Spiel hatten wir uns etwas mehr ausgerechnet«, gab TuS-Trainer Thorsten Waldmann zu. Offen blieb die Partie bis zum 16:16 (26.), dann zog Möllbergen aber auf drei Tore davon. Nettelstedt kam noch einmal auf 20:21 heran, musste dann aber den finalen Treffer hinnehmen. Etwas anders war der Verlauf beim 19:22 gegen Minden-Nord. Frühzeitig lief der TuS einem Rückstand hinterher, der sich im zweiten Durchgang aber nicht mehr vergrößerte. »Deswegen war das Turnier in Ordnung«, sagte Waldmann.

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