Handball-Kreispokal der Männer: Gehlenbeck gewinnt Derby-Test gegen Wehe Endrunde ohne Altkreis-Teams

Lübbecke/Minden (WB). Der Kreispokal scheint für viele Handballer ein ungeliebter Wettbewerb zu bleiben. In jedem Fall ist er für die heimischen Teams kein Erfolgsgarant. Alle vier Vertreter aus dem Altkreis Lübbecke sind in der 2. Runde ausgeschieden.

Von Marc Schmedtlevin
Eingesprungen: Christopher Kreft trifft im Duell mit Hille. Die HSG Hüllhorst erlebte dennoch eine Bruchlandung.
Eingesprungen: Christopher Kreft trifft im Duell mit Hille. Die HSG Hüllhorst erlebte dennoch eine Bruchlandung. Foto: Marc Schmedtlevin

Gruppe 1

Verbandsligist TuS Nettelstedt II hatte eine starke Gruppe erwischt. Unter anderem gehörte der Pokal-Topfavorit LiT zu den Kontrahenten. Genau gegen dieses Team bestritt die TuS-Reserve ein Finale um das Weiterkommen. Eine Halbzeit lang konnte der Außenseiter auch gut mithalten und beim 10:12 zur Pause auch den Anschluss halten. In den zweiten 15 Minuten bekam Nettelstedt dann allerdings die Grenzen aufgezeigt. LiT kam zu 15 weiteren Treffern und setzte sich so frühzeitig vorentscheidend ab.

Unzufrieden war TuS-Trainer Sebastian Redeker allerdings nicht. Schließlich hatte sich sein Team zuvor mit Siegen gegen Bezirksligist Oberlübbe (18:13) und Ligapartner TSV Hahlen (16:10) ordentlich präsentiert. »Die Abwehr hat gut gearbeitet mit einen sehr guten Jan Wesemann dahinter. Im Angriff war es zwar noch etwas zerfahren, aber auch in Ordnung für den jetzigen Zeitpunkt«, sagte Redeker. Ziel sei sowieso nicht das Weiterkommen, sondern das Einspielen für die nächsten wichtigen Aufgaben in der Liga gewesen. »Ich bin zuversichtlich, dass wir den Negativlauf stoppen werden«, blickte der Coach voraus.

Gruppe 2

Der Favoritenrolle konnte Verbandsligist HSG Hüllhorst nicht gerecht werden. Dass es nicht für die Pokal-Endrunde reichen sollte, stand schon nach der 13:20-Auftaktpleite gegen den HCE Bad Oeynhausen fest. Beim Wiedersehen mit Ex-Spielern wie Götz Klasen oder Daniel Becker hielt Hüllhorst nur in der Anfangsphase mit – bis zum 5:5 (11.). Bis dahin spielte die HSG auch mit der für diesen tag besten Besetzung. Zur Pause hatte sich der HCE schon auf 8:5 abgesetzt und vergrößerte im zweiten Durchgang den Abstand. »Wir haben dann durchgewechselt und wurden eiskalt ausgekontert«, sagte Trainer Lars Halstenberg, der unter anderem auf Hodde, Kleffmann, Tiemann und Heidenreich verzichten musste.

Etwas besser präsentierte sich Hüllhorst beim 17:11 über den TV Hille. Dabei stand die Abwehr deutlich besser und nach Ballgewinnen kam die HSG per Gegenstoß zu einigen einfachen Toren. Weniger Gefallen fand Halstenberg am finalen Auftritt gegen Bezirksligist Barkhausen, der mit 13:17 verloren ging. Allerdings hatte die HSG in diesem Duell nur noch wenige Spieler aus der ersten Mannschaft auf dem Feld.

Gruppe 4

Hier kam es zu einem Derby, das einen Vorgeschmack auf die Landesliga lieferte. Der TuS Gehlenbeck und der TuS SW Wehe werden sich in zwei Wochen erneut gegenüber stehen. »Deswegen wollten wir auch gerne gewinnen«, sagte Gehlenbecks Trainer Christian Kemenah, der sich mit seinem Team 12:10 durchsetzte. Den besseren Start erwischte allerdings Wehe. Die Rahdener legten zur Pause noch eine 7:4-Führung vor. »Hinten raus haben wir aber ein paar Fehler zu viel gemacht«, sagte Christian Wiegmann, der die Weher weiterhin betreute. Gehlenbeck schob sich daher heran und zog im Endspurt noch zum 12:10 vorbei.

Eine Runde weiter kamen aber beide Altkreis-Teams nicht. Der Gruppensieg ging mit 6:0 Punkten an den Landesliga-Tabellenführer HSV Minden-Nord. Gehlenbeck schnupperte allerdings am Weiterkommen. Im Spiel gegen Minden-Nord führte der TuS mit 9:5, gab den Vorsprung aber noch deutlich aus der Hand. Dies lag auch an einer taktischen Variante. Das Spielen mit einem siebten Feldspieler funktionierte überhaupt nicht. »Das Turnier ist aber auch kein Maßstab, die Liga ist für uns wichtiger«, sagte Kemenah.

Bei den Wehern wechselten sich die guten und schwächeren Leistungen ab. Im Minden-Nord folgte auf eine schlechte erste Hälfte eine ordentliche zweite. Beim Sieg über Meißen gefiel Wiegmann der Auftritt bis auf die Schlussphase. »Deswegen war das ganze Turnier ganz ok«, sagte Wiegmann, dem mehrere Akteure fehlten.

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