TuS N-Lübbecke startet in die Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil Kraftakt zum Auftakt

Hüllhorst/Lübbecke  (WB). Ein Anschwitzen im Fitnessstudio am Morgen, eine Einheit in der Kreissporthalle am Abend: Mit diesem Programm hat Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke die Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil begonnen. In etwa vier Wochen soll der Grundstein für das große Ziel gelegt werden: den Aufstieg in Liga eins.

Von Marc Schmedtlevin
Die Anstrengung ist Jo Gerrit Genz anzusehen. Mit dem TuS N-Lübbecke ist er in die Vorbereitung gestartet.
Die Anstrengung ist Jo Gerrit Genz anzusehen. Mit dem TuS N-Lübbecke ist er in die Vorbereitung gestartet. Foto: Marc Schmedtlevin

Nach dem letzten Pflichtspiel des Jahres 2016 am 23. Dezember hatten sich die Spieler in den Urlaub verabschiedet. Dementsprechend locker war die Atmosphäre beim großen Wiedersehen am Montag. Die Zeit des Ausruhens ist nun aber vorbei. Es folgen die Wochen mit zahlreichen Trainingseinheiten, ehe am Mittwoch, 1. Februar, das nächste Pflichtspiel ansteht. Dabei handelt es sich um das absolute Topspiel gegen den Tabellenführer TV Hüttenberg.

Bis dahin gilt es für die Spieler, sich phasenweise zu quälen, um daraus im weiteren Verlauf der Saison Kapital zu schlagen. Ein kompletter Neuanfang ist die Winter-Vorbereitung aber nicht. »Die Jungs befinden sich auf einem gewissen Level – körperlich und spielerisch«, sagt Trainer Aaron Ziercke. In der ersten Woche werde er den Schwerpunkt auf die Athletik legen, in der zweiten Woche kämen auch Spielformen hinzu. Die größte Schwierigkeit bestehe dabei in der Trainingssteuerung. »Wenn du wenige Spieler hast, sind diese häufiger dran. Deswegen kann eine Einheit auch mal nach 70 Minuten beendet sein. Es müssen nicht immer 90 oder 120 Minuten sein. Belastung ja, aber nicht zu viel«, erklärt Ziercke, der daher auch die nötige Regeneration einbauen wird.

Rostock-Auftritt nicht vergessen

Mit dieser durften die TuS-Spieler gestern noch nicht rechnen. Der Respekt vor den ersten Einheiten war bei allen groß. Denn sie hatten den letzten Auftritt in Rostock (26:29) noch nicht vergessen. »Der Trainer war schon sehr niedergeschlagen und wütend. Mal sehen, wie sich das auswirkt«, sagt Jo Gerrit Genz.

In der Tat rumorte die Pleite bei seinem alten Arbeitgeber noch immer in Aaron Ziercke. Vor allem an den Tagen nach der Partie sei ihm der Auftritt noch nachgelaufen. »Weihnachten war versaut«, stellt der Coach klar. In erster Linie habe sich Ziercke über eine vergebene Chance geärgert: »Wir hätten uns auf sieben Punkte von den Nicht-Aufstiegsplätzen absetzen können. Wir haben das aber leichtfertig ausgelassen.«

Bei einer anderen Nachbetrachtung könne der Niederlage aber auch etwas positiv abgewonnen werden – eine Art Warnung mit Blick nach vorne. »Die Jungs haben gezeigt bekommen, dass sie nie zufrieden sein dürfen. Sie wollen so etwas sicherlich nicht noch einmal erleben, daher werden sie nun vier Wochen hart arbeiten und dann vier Monate voll konzentriert agieren«, sagt Ziercke.

Positive Halbzeit-Bilanz

Trotz des missglückten Jahresabschlusses fällt die Halbzeitbilanz aber positiv aus. Schließlich belegt der TuS mit 29:7 Punkten Platz zwei, rangiert nur aufgrund der weniger geworfenen Tore hinter Hüttenberg. »Wenn mir jemand vor der Serie gesagt hätte, dass wir zur Winterpause mit sieben Minuspunkte dastehen, hätte ich das sofort angenommen«, erklärt Ziercke. Gerade daheim habe sich sein Team schadlos gehalten und bis auf eine Ausnahme auch souverän gewonnen. Außerdem seien auswärts schwere Partie wie die in Eisenach, Friesenheim oder Aue gemeistert worden. »Man muss die Arbeit der Mannschaft honorieren. Es war ein sehr guter erster Saisonteil. Bei zwei Punkten mehr, wäre aus einem sehr gut ein hervorragend geworden«, fasst der Trainer zusammen.

Zu berücksichtigen sei, dass es sich um ein neu zusammengestelltes Team gehandelt habe. Es habe Spielern an Erfahrung in Liga zwei gefehlt, es habe Sprachprobleme gegeben und es habe Eingewöhnungsphasen gebraucht. »Wenn man das alles hinzunimmt, läuft es wirklich rund«, sagt Ziercke und blickt dem großen Ziel, dem Aufstieg, zuversichtlich entgegen. Dafür wird jetzt erst einmal der Grundstein gelegt.

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