Heutiger Bayern-Star gewann mit Stuttgart 2011 den Freeway-Cup Kimmichs steiler Aufstieg

Lübbecke (WB/mas). Der Freeway-Cup bietet ein hervorragendes Sprungbrett. Viele bekannte Namen des deutschen Fußballs spielten vor einer großen Karriere in Lübbecke vor. Ein perfektes Beispiel: Joshua Kimmich. Der Senkrechtstarter des FC Bayern München feierte im Jahr 2011 mit dem VfB Stuttgart den Turniersieg.

Joshua Kimmich (rechts) hat schon 2011 beim Freeway-Cup sein Können gezeigt. Er holte mit dem VfB Stuttgart den Titel.
Joshua Kimmich (rechts) hat schon 2011 beim Freeway-Cup sein Können gezeigt. Er holte mit dem VfB Stuttgart den Titel. Foto: Freeway-Cup

Die inoffizielle Deutsche U16-Hallenfußballmeisterschaft hat sich längst einen festen Platz in der heimischen Sportszene und höchste Wertschätzung bei den teilnehmenden Klubs erarbeitet. Am Wochenende 21. und 22. Januar steht die 18. Auflage in der Kreissporthalle an. Es ist fest davon auszugehen, dass auch dieses Mal Talente auf dem Parkett stehen werden, die ihren Weg im Profifußball gehen und auf der ganz großen Bühne zu sehen sein werden.

Auch bei Joshua Kimmich hieß es: erst Freeway-Cup, dann Profi und Start einer möglichen Welt-Karriere. Im Oktober 2016 sagte der Allrounder des FC Bayern München folgenden Satz: »Im Augenblick klappt fast alles.« Dieser Satz hat auch im Januar 2017 noch seine Gültigkeit. Die Leistungskurve des Aufsteigers 2016 ist beeindruckend. Im Prinzip ist es gar keine Kurve, sondern ein konstantes Hoch. Und dies mit gerade einmal 21 Jahren.

Beim Freeway-Cup für Stuttgart

Schon im Jahr 2011 war bei seinem Auftritt in Lübbecke das große Potenzial zu erkennen. Beim 12. Freeway-Cup wusste Kimmich mit seinen Leistungen zu überzeugen. Damals noch im Trikot des VfB Stuttgart, marschierte er gemeinsam mit dem Schwaben-Nachwuchs zum Titel. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten zum Turnierstart spielte das VfB-Team groß auf und krönte sich mit einem im 6:2-Finalerfolg gegen 1899 Hoffenheim zum Sieger. Mittendrin, statt nur dabei: Joshua Kimmich.

Der Vorzeigeprofi war schon vor sechs Jahren jemand, der nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen wollte. Kimmich brachte und bringt seine Leistung – und dies reicht ihm. Keine negativen Auffälligkeiten, keine Proll-Posts in den sozialen Netzwerken. Dies alles gefiel auch Pep Guardiola, seinem Ex-Trainer beim FC Bayern. Der schwärmte Anfang März 2016 von seinem damaligen Schützling: »Ich liebe diesen Jungen. Er hat Leidenschaft, er hat absolut alles. Mit diesem Spieler kannst du gehen ›wherever you want‹«.

EM als Rechtsverteidiger

Kimmich spielt dort, wo ihn seine Trainer aufstellen. So auch in der deutschen Nationalmannschaft. Überraschend für die Europameisterschaft in Frankreich berufen, stand der Rechtsfuß ab dem dritten Gruppenspiel gegen Nordirland plötzlich als Rechtsverteidiger für den Rest des Turniers in der Startelf. Bundestrainer Joachim Löw sagte nach der Viertelfinal-Partie: »Man muss die Italiener mit den eigenen Mitteln schlagen – mit Intelligenz. Es war so, dass gerade die Youngster wie Jonas Hector und Joshua Kimmich es gut gemacht haben.«

Und Kimmich? Der schüttelt solche Lobeshymnen scheinbar ab, zeigt einfach weiter tolle Auftritte. In der Hinrunde der aktuellen Bundesliga-Saison unter Trainer Carlo Ancelotti kam er 13 Mal zum Einsatz und erzielte dabei vier Tore. Kimmich als Torjäger – ein Zufall? Von wegen. Auch in der Champions League traf er bei fünf Einsätzen in der Gruppenphase dreifach, in der Nationalelf durfte er in vier WM-Qualifikations-Partien einmal jubeln. Insgesamt ein vielseitiger Profi und angehender Star, der das Sprungbrett Freeway-Cup genutzt hat.

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