2. Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke enttäuscht bei der 25:29-Niederlage in Rostock Keine Ente: Spitzenreiter blamiert sich beim Schlusslicht

Lübbecke (WB). Auf die Weihnachtsente hatte sich vor allem Rene Gruszka gefreut – am Ende wurde es eine Weihnachtsente »süß-sauer«: Die Handballer des Zweitliga-Tabellenführers TuS N-Lübbecke haben sich am Abend vor Heiligabend beim Schlusslicht HC Empor Rostock blamiert. In der Rostocker Stadthalle unterlag das Team von Aaron Ziercke mit 25:29 (12:12).

Von Ingo Notz
Kenvin Lux, Michael Höwt und Rene Gruszka.
Kenvin Lux, Michael Höwt und Rene Gruszka. Foto: Sebastian Heger

Da verblasste für einige Stunden auch die positive Nachricht des Tages: Für den Fall des Erstligaaufstiegs ist der Vertrag mit Torschützenkönig Pontus Zetterman bereits vorzeitig verlängert worden. Zwei Punkte auf dem Weg dahin haben die Lübbecker am Abend in Rostock leichtfertig liegen gelassen.

In der ersten viertel Stunde schien die Partie noch den erwarteten Verlauf zu nehmen, als die Nettelstedter sich erste Führungen erarbeitete – ohne sich allerdings merklich absetzen zu können. Rostock ließ sich nicht abschütteln und ging seinerseits nach 16 Minuten durch Norman Flödl beim 7:6 erstmals in Führung, die beim 9:7 erstmals zwei Tore betrug. Die Gäste glichen aber wieder zum 9:9 aus. Kenji Hövels brachte den TuS an seiner alten Wirkungsstätte kurz vor dem Pausenpfiff nach vorne, doch vier Sekunden vor der Sirene glichen die Rostocker durch Florian Zemlin zum 12:12-Halbzeitstand aus.

In den zweiten 30 Minuten wurde es dann noch bitterer: Dem Tabellenführer fiel gegen den Tabellenletzten nicht viel ein. Rostock setzte sich schnell auf zwei Tore ab und ging nach 48 Minuten erstmals mit drei Treffern Differenz (21:18) in Führung, es folgte beim 23:19 die erste Vier-Tore-Führung des Spiels. Ausgerechnet dank eines Treffers des Ur-Rostockers Andre Gruszka in Lübbecker Diensten durfte der TuSN-L 100 Sekunden vor dem Ende noch einmal hoffen, als der Rückstand auf zwei Tore geschmolzen war – es reichte aber nicht mehr, die Blamage zu verhindern. Rostock legte gegen die am Ende offenen Lübbecker noch zwei Tore nach und machte mit dem 29:25 die weihnachtliche Sensation perfekt.

Die Punkte in Rostock haben die Lübbecker verloren, das Ringen um Pontus Zetterman aber - im Aufstiegsfall – gewonnen. Im Falle des Aufstiegs in die Erste Handball-Bundesliga leibt Rückraumspieler Pontus Zetterman ein weiteres Jahr, bis Juni 2018, bei den Nettelstedtern.

»Es freut mich, dass wir mit Pontus Zetterman eine Einigung erzielen konnten. Er hat in dieser Saison sehr gute Leistungen gezeigt und wir sind froh, im Falle eines Aufstiegs in die erste Handball-Bundesliga mit ihm planen zu können«, so Armin Gauselmann, Vorsitzender des Beirats des TuS N-Lübbecke. Auch Trainer Aaron Ziercke freut sich über die weitere Zusammenarbeit mit dem Linkshänder. »Pontus hat sich in den vergangenen Monaten toll entwickelt und hat starke Spiele gezeigt. Eine weitere Saison mit Pontus würde mich sehr freuen«, erklärt Trainer Aaron Ziercke.

»Ich bin hier in Lübbecke sehr zufrieden, wir sind ein tolles Team und ich hoffe natürlich, dass uns der Aufstieg in die erste Liga gelingt«, blickt der 22-jährige Schwede in eine positive Zukunft mit dem TuS N-Lübbecke. Pontus Zetterman kam zur Rückrunde der vergangenen Saison vom schwedischen Erstligisten Drott Halmstad zum TuS N-Lübbecke. Aktuell ist der Schwede mit 132 Treffern Führender in der Torschützenliste der 2. Handball-Bundesliga.

Nach den Vertragsverlängerungen von Trainer Aaron Ziercke und Torhüter Peter Tatai können die Verantwortlichen des TuS N-Lübbecke im Falle eines Wiederaufstiegs in die Handball-Bundesliga eine weitere positive Personalentscheidung bekannt geben. Damit hatte der Freitag mit einer süßen Nachricht begonnen – das Ende des Tages hatte dann aber doch einen sauren Nachgeschmack...

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