71,6 Prozent der Fans setzen auf den TuS als Aufsteiger – Verstärkung Lübbecke ist der Topfavorit

Lübbecke (WB). Zweitligist TuS N-Lübbecke ist der heißeste Anwärter auf einen der drei Aufstiegsplätze ins nationale Handball-Oberhaus. Das zumindest ist die Meinung der Fans in Deutschland.

Geht es nach der Meinung der Fans, dann dürfen Tim Remer und der TuS N-Lübbecke nach Ende der Saison jubeln.
Geht es nach der Meinung der Fans, dann dürfen Tim Remer und der TuS N-Lübbecke nach Ende der Saison jubeln. Foto: Göbel

Bei einer (noch laufenden) Abstimmung der Handball-Plattform »handball-world« glauben 71,6 Prozent der Befragten, dass der Erstligaabsteiger unter jenen drei Teams zu finden ist, die den Sprung in Liga eins schaffen werden. Hinter den Lübbeckern wird der letztjährige Rangvierte, die TSG Ludwigshafen-Friesenheim, die nur knapp den Aufstieg verpasste, am häufigsten genannt. Auf den ehemaligen Erstligisten entfallen 59,9 Prozent. Dritter im Bunde derer, die nach Meinung der Handballbegeisterten das Oberhaus bereichern werden, ist Lübbeckes Mitabsteiger ThSV Eisenach, auf den 48,9 Prozent aller Stimmen entfielen.

Hinter der Top-3 klafft eine große Lücke

Hinter diesen drei Klubs klafft schon eine riesige Lücke. Der ASV Hamm-Westfalen kommt als Vierter auf 27,9 Prozent. Die Mannen von Niels Pfannenschmidt haben damit aber ein dickes Polster auf die auf Rang fünf folgende HSG Nordhorn-Lingen (18,6), die SG BBM Bietigheim (15,7) und das einzig noch zweistellige Team, den Wilhelmshavener HV (10,5). Hinter dem TV Emsdetten (9,6) und den EHV Aue (7,6) folgen elf weitere Klubs mit kaum mehr nennenswerten Berücksichtigungen.

Für Lübbeckes neuen Trainer Aaron Ziercke kommt das Ergebnis nicht überraschend. »Die Absteiger gelten gemeinhin immer als Mitfavoriten auf den Aufstieg. Und Friesenheim hat nach einem holprigen Start eine starke Saison hingelegt und den Sprung nach oben nur knapp verpasst. Fakt ist aber auch, dass es unser Anspruch ist, oben mitzuspielen.« Ob es dann auch zur sofortigen Rückkehr in die 1. Liga reicht, müsse man abwarten. »Das hängt von vielen Faktoren ab. Wir sind eine neue Mannschaft, die sich erst finden muss. Je nachdem, wie schnell das geht, wird man sich dann auch einordnen.« Neben Verletzungen, von denen man verschont bleiben muss, stellt sich beim TuS auch noch die Frage, wer noch als zweiter Mann für den linken Rückraum kommen wird. »Bis zum Start der Vorbereitung am kommenden Montag wird kein Spieler dazukommen. Wir werden definitiv keinen verpflichten, nur weil wir noch einen Mann verpflichten müssen. Er muss uns wirklich helfen. Ob es dann ein Talent oder ein gestandener Spieler sein wird, wird sich zeigen. Ich denke, dass wir vielleicht den einen oder anderen Kandidaten im Trainingslager testen werden.«

Trainingslager in Wilhelmshaven

Das findet übrigens in der zweiten Woche der Vorbereitung statt. Und hierfür hat Aaron Ziercke die Gegebenheiten auch persönlich unter die Lupe genommen. »Ich war in Wilhelmshaven, haben mir Hotel, Halle und Laufstrecke angesehen.« Apropos Laufen. Da könnte der Coach manch einem seiner Schützlinge noch was vormachen. Ziercke ist fit, was seine Läufe über 12,5 Kilometer in gut einer Stunde beweisen. »Ich gehe mit gutem Beispiel voran, möchte die eine oder andere Einheit aktiv mitmachen.«

Aaron Ziercke freut sich auch schon auf den 30. Juli. Dann findet das traditionelle »Sportmenü« in Dankersen statt. Und dort kommt es zum einzig wahren Derby in Deutschland zwischen den Grün-Weißen und den Rothemden.

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