1. Handball-Bundesliga: Niclas Pieczkowski geht topfit ins Duell mit Magdeburg »Der Rücken spielt wieder mit«

Lübbecke (WB). Die Enttäuschung war groß, der Frust auch. »Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man nach so einer Niederlage auf der Rückfahrt die totale Stille im Bus herrscht«, sagt Niclas Pieczkowski mit Blick auf die unerwartete Schlappe zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison beim ThSV Eisenach.

Von Volker Krusche
Will selbst eine Leistung bringen, mit der sein TuS N-Lübbecke den SC Magdeburg bezwingt: Niclas Pieczkowski.
Will selbst eine Leistung bringen, mit der sein TuS N-Lübbecke den SC Magdeburg bezwingt: Niclas Pieczkowski. Foto: Oliver Schwabe

»Das alles ist inzwischen aber abgehakt. Wir haben die Fehler analysiert, den Kopf schnell wieder frei bekommen«, gibt es für den Spielmacher des TuS N-Lübbecke keinen Blick zurück. Allerdings fehlt ihm noch heute eine Erklärung für die Bauchlandung vom vergangenen Samstag. »Ich kann nicht sagen, woran es gelegen hat. Wir wissen allerdings selbst, dass wir noch einige Baustellen abzuarbeiten haben.«

Gute Leistung bringen

Für Pieczkowski spielt es indes keine Rolle, dass man den ersten Gast der neuen Spielzeit, den SC Magdeburg, in der abgelaufenen Saison gleich zweimal besiegen konnte. »Darüber mache ich mir überhaupt keine Gedanken, weil ganz andere Spieler auf der Platte stehen. Ich bin einfach nur froh, dass es endlich wieder losgeht.« Und »Piece« hat sich selbst als Ziel gesetzt, »dass ich eine so gute Leistung bringe, dass wir gewinnen!«

Auch Lübbeckes Jung-Nationalspieler ist klar, dass es eine schwere Saison werden wird. »Das würde ich aber vor jeder neuen Serie sagen. Allerdings sehen es bei uns alle so. Es wird nicht leicht.« Körperlich ist Niclas Pieczkowski wieder topfit. Die Rückenprobleme, die ihn zu Beginn der Vorbereitung außer Gefecht gesetzt hatten, sind vergessen. »Nach Absprache habe ich dann eine Woche mit einer Personal-Trainer gearbeitet. Die Woche in Dortmund hat mir sehr viel gebracht, den Heilungsverlauf optimal nach vorn getrieben.«

100 Prozent fit

Dennoch konnte der Blondschopf erst drei Wochen nach Beginn der Vorbereitung richtig einsteigen. »Klar fehlt einem da die Zeit, um in den mannschaftlichen Rhythmus zu kommen. Inzwischen ist das aber alles aufgearbeitet. Ich bin zu 100 Prozent fit.«
Verrückt machen lässt sich der 25-Jährige von den Ergebnissen der Konkurrenz nicht. »Man nimmt es zur Kenntnis, dass Leipzig den HSV besiegt hat, wundert sich kurz, hakt das aber sofort ab. Spielern anderer Klubs wird es bei unserem Ergebnis in Eisenach nicht anders ergangen sein.«

In Lübbecke ist momentan alles an Deck. »Gabor Langhans hat schon länger ein bisschen Knieprobleme. Die Patellasehne ist immer mal entzündet. Da muss er durch«, sagt Zlatko Feric. »Man spürt noch, dass unsere neue Mannschaft im Umbruch ist. Es passt nicht alles so, wie es sein muss. Da käme ein Erfolgserlebnis für das Selbstvertrauen gerade zur rechten Zeit«, hofft Feric. Er weiß, wie schwer das wird...

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