Eisenacher Handballer überraschen zum Saisonauftakt Lübbecke und Lemgo verlieren

Lemgo/Eisenach (dpa). Die Handballer der Rhein-Neckar Löwen sind mit einem Auswärtssieg in die 50. Saison der Bundesliga gestartet. Der Zweitplatzierte der vergangenen Spielzeit setzte sich am Samstag mit 32:26 (16:12) beim TBV Lemgo durch. Lübbecke patzte in Eisenach.

Nach dem Spiel verärgert: Goran Suton, Trainer des TuS N-Lübbecke (Archiv).
Nach dem Spiel verärgert: Goran Suton, Trainer des TuS N-Lübbecke (Archiv).

Die Mannheimer hatten in Lemgo im ersten Abschnitt noch einige Probleme. Erst in der 21. Minute sorgte Alexander Petersson mit seinem 11:10 für die erste Führung der Gäste. Als danach der neue Löwen-Keeper Darko Stanic einen Siebenmeter parierte, bekam das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen das Spiel besser in den Griff. Eine gute Partie zeigte der spanische Kreisläufer Rafael Baena.

TBV Lemgo - Rhein-Neckar Löwen 26:32 (12:16)

Tore für TBV Lemgo: Hermann 5, Stenbäcken 5, Hornke 4/3, Kogut 4,
Marcel Niemeyer 3, Månsson 3, Zieker 2
Rhein-Neckar Löwen: Gensheimer 8/6, Petersson 5, Schmid 5, Baena
3, Ekdahl du Rietz 3, Groetzki 3, Reinkind 3, Kneer 1, Mensah Larsen

Aufsteiger ThSV Eisenach feierte in der heimischen Werner-Aßmann-Halle, die zunächst nicht für den Spielbetrieb in der Bundesliga zugelassen worden war, einen überraschenden 31:30 (18:16)-Sieg gegen den TuS N-Lübbecke. Fünf Sekunden vor Schluss erzielte Azat Valiullin das entscheidende Tor für die Thüringer.

Auf der Vereinshomepage wird TuS-Trainer Goran Suton mit diesen Worten aus der Pressekonferenz zitiert: "Ich bin schon ein wenig verärgert, nicht nur wegen des Tores in der allerletzten Sekunde, sondern auch über den Spielverlauf und vor allem über die erste Halbzeit, wo wir lange ungeduldig waren. Wir haben viel zu schnell unsere Angriffe abgeschlossen, die zu einigen Tempogegenstößen geführt haben. Und wenn du in dieser Halle einem Rückstand hinterherläufst, dann brauchst du viel Energie."

Zur Schlussphase: "Der letzte Angriff und unsere letzte Abwehraktion hat gefühlt fünf bis sechs Minuten gedauert und da darf dieses Tor nicht passieren. Wir müssen bis zur letzten Sekunde verteidigen."

Zum weiteren Vorgehen: "Es ist sehr ärgerlich das Auftaktspiel zu verlieren. Ich habe mehr erwartet und auch mehr erhofft und ich denke, dass es jetzt an der Zeit ist, das Spiel analytisch zu betrachten, was wichtig für unser nächstes Spiel ist.“

ThSV Eisenach - TuS N-Lübbecke 31:30 (18:16)

Tore für ThSV Eisenach: Holzner 10/5, Waliullin 6, Celica 4,
Criciotoui 4, Luther 3, Heinemann 2, Hansen 1, Ragnarsson 1
TuS N-Lübbecke: Schöngarth 8, Borozan 6, Remer 5, Schagen 4/2,
Pieczkowski 3, Tauabo 2, Klimek 1, Suton 1

Lesen Sie den Bericht am Montag im WESTFALEN-BLATT.

Weitere Spiele:

Die MT Melsungen bezwang den aktuellen EHF-Cup-Sieger Füchse Berlin 23:20 (14:12). Bester Werfer der Nordhessen war Michael Müller mit fünf Treffern. Die TSV Hannover-Burgdorf drehte das Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen und feierte nach einem 9:13-Pausenrückstand noch einen 26:23-Erfolg.

Bereits am Freitag hatte sich die HSG Wetzlar knapp mit 28:27 (13:13) beim Aufsteiger TVB 1898 Stuttgart durchgesetzt. Der entscheidende Treffer gelang dem portugiesischen Neuzugang Joao Ferraz sechs Sekunden vor dem Abpfiff.

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